Schlagwort: Krankheitsbild

  • Atopisches Ekzem

    Atopisches Ekzem

    Unter einem atopischen Ekzem versteht man eine Hautkrankheit, die auch als Neurodermitis bezeichnet wird. Jedoch ist Sie nicht klar zuzuordnen, beruht aber nachweislich auf erblichen Anlagen. Ein solches Ekzem ist nicht ansteckend, nicht heilbar, kann heute jedoch erfolgreich behandelt werden.

     

    Symptome und Behandlung atopisches Ekzem

    Ein solches Ekzem kann in jedem Lebensalter, gemeinsam mit Allergien oder ohne Nebenerscheinung derselben, auftreten. Der früheste Zeitpunkt ist meist der 3. Lebensmonat mit Auftreten eines so genannten Milchschorfs. Erwiesen ist, dass Kinder von Eltern mit diesem Krankheitsbild ein höheres Risiko haben. Demzufolge liegt die Erkrankungsmöglichkeit bei einem betroffenen Elternteil bei 30 %, bei beiden Elternteilen bei 60 %.

     

    Die Krankheit zeigt sich durch extrem trockene Haut, auf der sich juckende, teils nässende, Rötungen zeigen. Ein atopisches Ekzem tritt in Schüben unterschiedlicher Heftigkeit auf. Es kann bestimmte Körperteile oder den ganzen Körper befallen. Die Behandlung erfolgt bei akuten Schüben meist mit Kortison, ansonsten mit Salben und rückfettenden Cremes und Lotionen. Besonders bei Kindern muss das Kratzen verhindert werden, weil es zu Infektionen und damit bleibenden Hautschäden führen kann.

     

    Atopisches Ekzem und Allergie

    Es gibt zwischen Allergenen und dem atopischen Ekzem keine unbedingten Zusammenhänge. Allerdings können bestimmte Reizstoffe zusätzlich negativ wirken, und Atopiker sind anfälliger für Reaktionen auf Allergene. Daher sollten bestimmte Allergieauslöser, wie Schafwolle, Gegenstände, die viel Hausstaub verursachen, Federn, Haustiere und mehr, vermieden werden. Verzichten sollte man auch auf sehr starke chemische Waschmittel, Weichspüler, überheizte und zu trockene Räume.

    Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel müssen beobachtet werden.

     

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  • Wie können Erektionsstörungen entstehen?

    Wie können Erektionsstörungen entstehen?

    Die Erektion des Mannes erfordert die Kooperation von Nerven und Blutgefäßen. Der Hauptauslöser für Erektionsstörungen besteht damit in Durchblutungsstörungen. Darüber hinaus können Erkrankungen wie Bluthochdruck sowie Diabetes die Fehlfunktion begünstigen.

     

    Wie kommt eine Erektion zustande?

    Um eine Erektion zu erlangen, müssen sich die Arterien, welche den Penis mit Blut versorgen, weiten und dieses in den Schwellkörper leiten. Darüber hinaus muss der Abfluss des Blutes gebremst sein. Ist diese Funktionsweise gestört, spricht man von Erektionsstörungen. Entweder wird der Penis nicht mehr steif genug oder eine entstehende Erektion verfliegt zu schnell. Eine solche Störung der Erektion ist keine Seltenheit. Studien haben gezeigt, dass etwa 20 % der Männer im Alter von 65 Jahren an einer sogenannten erektilen Dysfunktion leiden.

     

    Auslöser für Erektionsstörungen

    Vor allem Bluthochdruck wird sich negativ auf Erektionen aus. Da die Blutgefäße unter einer dauerhaften Überdruck stehen, werden die Arterien unelastisch. Somit können sich jene, die den Schwellkörper mit Blut versorgen, nicht mehr ausreichend ausdehnen. Unter der Schätzung, dass etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung an Bluthochdruck leidet, ist es nicht verwunderlich, dass Probleme mit der Potenz keine Seltenheit ist. Wird das Krankheitsbild nicht behandelt, kann es neben Erektionsstörungen auch zu Arteriosklerose kommen. In Folge dieser Erkrankung entstehen Ablagerungen aus Fett, welches die Adern verengt. Somit wird der Blutfluss zunehmend erschwert.

     

    Erektionsstörungen als Warnung

    Aufgrund der unzureichenden Blutzufuhr sind Erektionsstörungen ein Warnsignal. Die Arterien werden aufgrund der Fettablagerungen nicht mehr richtig durchblutet und es kann zu einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Somit stellen Erektionsstörungen ein deutliches Signal für Durchblutungsprobleme dar.

     

    Diabetes nimmt Einfluss auf Erektionen

    Oftmals besteht auch ein Zusammenhang zwischen Diabetes und Potenzproblemen. Wie Durchblutungsstörungen kann eine Erkrankung an Zucker zu Ablagerung in den Gefäßen führen. Durch die Schwächung der Blutgefäße kann es zu einer mangelhaften Versorgung des Schwellkörpers mit Blut kommen und somit Erektionsstörungen auslösen.

     

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  • Sondersteuern für zuckerhaltige Getränke?

    Sondersteuern für zuckerhaltige Getränke?

    Übergewicht ist nicht mehr nur in Amerika eine weit verbreitete Krankheit. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Adipositas. Allein in 2015 seien laut der WHO weltweit 42 Millionen Kinder unter 5 Jahren an Übergewicht erkrankt. Somit sei das Krankheitsbild innerhalb von 15 Jahren um 11 % gestiegen. Aus diesem Grund schlägt die WHO neuerdings eine Sondersteuer für zuckerhaltige Getränke vor. Der Aufpreis soll mindestens 20 % betragen, um die Menschen von dem Konsum der gesundheitsgefährdenden Getränke abzuhalten.

     

    Auswirkungen der Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke

    Das Ziel der vorgeschlagenen Sondersteuer besteht darin, den Zuckerkonsum zu reduzieren. Mit dem reduzierten Konsum sollen Erkrankungen wie Übergewicht, Fettleibigkeit sowie Adipositas und Diabetes eingeschränkt werden. Gerade an Diabetes sei die Anzahl der Patienten von 1980 bis 2014 um 422 Millionen gestiegen. Der Direktor der WHO-Abteilung, Douglas Bettcher, zur Vorbeugung von nichtansteckenden Krankheiten äußert dazu: „Wenn Regierungen Produkte wie zuckerhaltige Getränke stärker besteuern, können sie Leiden reduzieren und Leben retten“. Weiterhin könne die Regierung mit einer solchen Steuer die Kosten für das Gesundheitswesen senken und somit anderweitig investieren.

     

    Reaktionen des Verbraucherschutzes

    Oliver Huizinga, welcher in der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch tätig ist, äußert zu dem Vorschlag der WHO: „Bundesernährungsminister Schmidt sollte endlich auf die WHO hören, anstatt der Lebensmittel-Lobby auf den Leim zu gehen.“ Er fügt außerdem hinzu: „Sonderabgaben auf Zuckergetränke wirken und sind unabdingbar im Kampf gegen Fettleibigkeit und chronische Krankheiten.“ Kritik gab es allerdings von der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke. Es handele sich dabei lediglich um eine Symbolpolitik und sei keine ausreichende Lösung, um das Gesellschaftsproblem Übergewicht zu bekämpfen.

     

    Folgen von Adipositas

    Übergewicht bzw. Adipositas stellt nicht einfach nur eine Krankheit dar. Mit dieser Erkrankung folgen Risiken wie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden. Ebenso besteht die Gefahr, an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken. Auch Herzinfarkte können durch Fettleibigkeit ausgelöst werden. Leiden Menschen an Übergewicht in Kombination mit Diabetes sowie Hypertonie und einer Fettstoffwechselstörung, spricht man auch von einem tödlichen Quartett. Somit ist es also nicht verwunderlich, dass die WHO sowie der Verbraucherschutz vor einem zu hohen Zuckerkonsum warnen und diesen einschränken wollen.

  • Häufigste Krankheit: Rücken

    Häufigste Krankheit: Rücken

    Die deutsche Bevölkerung zeichnet sich durch die Volkskrankheit Rückenschmerzen. Mit einer Anzahl von fast 40 Millionen Patienten litt im letzten Jahr fast die Hälfte der Bürger an Beschwerden im Rücken. Von den Patienten, die wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen oder Beschwerden von Bindegewebe den Arzt aufsuchten, seien rund 22 Millionen mit Erkrankungen an der Wirbelsäule und des Rückens zu verzeichnen gewesen.

     

    Statistik zur Volkskrankheit Rücken

    Die Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat gezeigt, dass die Deutschen an der Volkskrankheit Rücken leiden. Während Rückenbeschwerden mit einem Besuch von fast 40 Millionen Patienten im vergangenen Jahr auf Platz 1 der Rangliste zu finden war, folgte auf Platz 2 Erkrankungen der Atemwege. Insgesamt suchten 35,1 Millionen Patienten Hilfe beim Arzt.

    Davon litten mehr als 20 Millionen an akuten Infektionen der oberen Atemwege. Dicht gefolgt standen Drüsen-, Ernährungs- sowie Stoffwechselkrankheiten. Auch an der Spitze zu finden waren Erkrankungen des Kreislaufsystems sowie Auffälligkeiten der Psyche.

     

    Krankheit mit dem meisten Anstieg

    Die KBV betont, dass seit 2010 vor allem ein Anstieg von Belastungs- und körperlichen Störungen, die durch psychische Krankheiten ausgelöst wurden, zu erkennen sei. Mit einem Anstieg von 19,6 % seien im Jahr 2015 13,6 Millionen Patienten aufgrund eines solchen Krankheitsbildes behandelt worden.

     

    Maßnahmen gegen Rückenschmerzen

    Um Rückenproblemen entgegenzuwirken, eignen sich Massagen, die der Entspannung dienen. Zur Vorbeugung ist es jedoch ratsam, regelmäßig Rückenübungen zu machen. Dazu bieten viele Vereine Rückenschulen an. In diesen bekommen Sie Übungen gezeigt, die Sie täglich zehn bis 20 Minuten ausführen sollen. Weiterhin eignen sich Schwimmübungen, um die Rückenmuskulatur zu stärken. Wichtig ist, diese in regelmäßigen Abständen auszuführen.

    Andernfalls kann sich die Muskulatur nicht verstärken. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden. Falsche Übungen können noch mehr Rückenprobleme auslösen. Für jene, die den ganzen Tag am Computer sitzen, ist zu empfehlen, einfache Übungen im Sitzen zwischendrin durchzuführen. Diese führen bei einer angespannten Haltung zur nötigen Entspannung.

     

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  • Wie kann Borderline behandelt werden?

    Wie kann Borderline behandelt werden?

    Das Borderline-Syndrom ist leicht mit endogenen Depressionen zu verwechseln. Die österreichische Schriftstellerin Brigitte Schwaiger ist ein gutes Beispiel hierfür. 1995 wendete sie sich hilfesuchend an eine Krankenschwester und zeigte ihre Hautverletzungen. Diese hatte sie sich zuvor selbst zugefügt. Da das Syndrom eine spezielle Behandlung erfordert, konnte der Autorin mit den Therapiemaßnahmen zu endogenen Depressionen nicht geholfen werden.

     

    Wie äußert sich Borderline?

    Das Borderline-Syndrom kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass betroffene Menschen enorm sensibel sind. Zudem auch einen außergewöhnlichen Zugang zu Stimmungslagen ihrer Mitmenschen aufweisen. Einhergehend mit diesem Symptom ist, dass Borderliner ein ausgeprägtes Helfersyndrom haben und damit oftmals selbst ausgenutzt werden.

    Auch Brigitte Schwaiger berichtet von diesem Phänomen. „Warum die alte Brigitte Schwaiger, die immer da war, wenn man sie brauchte, der man alle Sorgen erzählen konnte, und die gemieden wurde, wenn die Sorgenkinder eine gute Zeit hatten. Erfolge etc. und erst wieder, wenn eine Ehe geschieden war, traten sie wieder an und ein. Dann durfte ich Partnerberatung spielen, ohne Honorar natürlich, und der Dank war, dass die jeweiligen Partnerinnen dann auf mich eifersüchtig waren..“

     

    Geeignete Behandlung des Borderline-Syndroms?

    Die Behandlung auf endogene Depressionen ist in Augen der Schriftstellerin keine richtige Behandlungsweise. Borderliner sind sich zwar einig, dass das Krankheitsbild eine Spezialbehandlung brauche, aber ebenso sei unklar, wie diese aussehen könne. Schwaiger äußert vor allem die kritische Frage, was sie mit einem Heroinsüchtigen gemein habe und hinterfragt, wie bei den unterschiedlichen Krankheitsbildern in einer patientendurchmischten Klinik eine gemeinsame Gesprächsebene geschaffen werden könne.

    Ebenso hält sie es für unklug, Menschen die andere schädigen mit Menschen, die sich selbst schädigen, zusammen zu behandeln. Mit ihrer Offenheit möchte die Schriftstellerin dazu beitragen, dass psychiatrische Erkrankungen und ihre Behandlung keine Tabu-Themen mehr sind und über die Behandlungsmaßnahmen von Borderline-Patienten, aber auch anderen psychischen Erkrankungen vernünftig geredet werden kann.

     

     

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    Foto: Peter Hill / pixelio.de

  • Lipödem – Erkennung und Behandlung

    Lipödem – Erkennung und Behandlung

    Das sogenannte Lipödem vermehrt sich im Fettgewebe, das sich in der Unterhaut befindet. Woher das Lipödem kommt, ist bislang nicht geklärt. Geklärt ist, dass es sich um eine tatsächliche Krankheit handelt, die sich verschlimmert, wenn sie unbehandelt bleibt. Symptomatisch für diese Erkrankung ist die immer größer werdende Fettansammlung in den Ober- und Unterschenkeln. Bei gut einem Drittel der betroffenen Menschen sind auch die Arme betroffen.

    Meistens tritt das Lipödem dann auf, wenn hormonelle Veränderungen gegeben sind bzw. waren – z.B. während der Pubertät oder bei Schwangerschaften. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Krankheit durch Östrogen (weibliches Hormon) ausgelöst wird. Untermauert wird diese Annahme durch die Tatsache, dass beinahe ausschließlich Frauen daran leiden.

    Es wird auch angenommen, dass Lipödem eine vererbbare Krankheit ist, da betroffene Frauen häufig berichten, dass bereits Mutter und Großmutter damit belastet waren. Spannungsgefühle, schwere Beine und Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut (Ödeme) sind typische Beschwerden, die mit dieser Krankheit einhergehen. Weitere Merkmale in der Liste der Beschwerden sind eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit bei Berührung sowie Blutergüsse (blaue Flecken) schon bei geringer Krafteinwirkung.

     

    Optischer Makel – erstaunlich viele Frauen leiden darunter

    Das Körperbild, das sich bei einer Erkrankung ergibt, besteht aus einer ausgeprägten Ungleichheit zwischen dem Ober- und dem Unterkörper. In der Regel stellt sich das durch einen schlanken Oberkörper dar, der auf einem sehr voluminösen Beinpaar platziert ist. Mindestens genauso groß wie der Leidensdruck, der sich daraus für die betroffenen Frauen ergibt, ist die Unkenntnis über die Ursache dieser Verzerrung der Proportionen.

    In der Regel versuchen betroffene Frauen über den Weg radikaler Diäten und exzessivem Sport, den vermeintlichen „Pfunden“ Herr zu werden. Problematisch dabei ist, dass genau durch dieses falsche, wenn auch sehr verständliche, Verhalten die förmliche Diskrepanz zwischen Ober- und Unterkörper noch weiter forciert wird. Der Sport sorgt dafür, dass das Muskelgewebe wächst, was zu einer optischen Verschlimmerung führt.

     

    Ernährungsdisziplin ist bei Lipödem Pflicht

    Natürlich müssen Frauen mit Lipödem dennoch darauf achten, ein möglichst normales Körpergewicht zu halten bzw. zu erreichen. Das Krankheitsbild verschlechtert sich nämlich durch jedes zusätzlich hinzugekommene Kilogramm Körperfett. Die komplexe physikalische Entstauungstherapie hat sich bei der Behandlung von Lipödem erstaunlich gut bewährt.

    Diese Begrifflichkeit beschreibt eine praktische Kombination aus Kompressionsbehandlungen und manueller Lymphdrainage. Physiotherapeuten aktivieren bei der Lymphdrainage das Lymphsystem durch sanfte Kompressionsgriffe, wodurch der Lymphtransport angeregt und aktiviert wird. Damit werden Verdickungen im Gewebe reduziert. Auch Kompressionsstrümpfe (maßgeschneidert) verhindern, dass sich neuerlich Lymphe zwischen den Fettzellen aufstauen kann. Dadurch wird ein erneutes Anschwellen verhindert bzw. stark abgemildert.

     

    Effektiv, aber teuer: die Liposuktion

    Bei den vorgenannten Maßnahmen wird das Krankheitsbild aber nur stabilisiert. Eine Heilung oder dauerhafte Linderung kann damit nicht erzielt werden. Außerdem muss die Therapie lebenslang regelmäßig durchgeführt werden, da sich die Symptome sonst zügig wieder verschlimmern. Auch der Umstand, dass diese Maßnahmen zwar die Ödeme vermindern, nicht aber die vermehrte Fettzellenspeicherung, wird als nachteilig empfunden.

    Eine nachhaltig erfolgreiche Therapie ist die sogenannte Liposuktion – die Fettabsaugung. Es gibt viele Patientinnen, die unter Lipödem leiden und, bedingt durch den großen Leidensdruck, irgendwann nach einer Liposuktion fragen. Aufgrund der häufig vorzufindenden örtlichen Ausdehnung der Gewebestörung (z.B. Reiterhosen) ist die Fettabsaugung eine praktikable Möglichkeit, dem Leiden entgegenzuwirken. Wichtig ist aber, dass man einen Arzt findet, der sich auf die Behandlung von Lipödem spezialisiert hat, denn es muss äußerst sorgfältig gearbeitet werden, damit keine Gefäße geschädigt werden.

    Aufgrund der besonderen Gewebestruktur bei dieser Erkrankung muss häufig mehrfach operiert werden, da sehr große Fettmengen abgesaugt werden müssen. Die Ergebnisse der Liposuktion sind, aus kosmetischer Sicht, sehr gut. Es darf dabei aber nicht vergessen werden, dass trotz dieses Eingriffs Lipödem nicht verschwunden ist – es wird nur die körperliche Ausprägung entfernt. Schlecht ist, dass die Krankenkassen die Kosten für solche OP-Maßnahmen in der Regel nicht übernehmen, die im Mittel bei rund 5.000 Euro pro Eingriff liegen.

     

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