Schlagwort: Krebszellen

  • Warum das Herz so selten vom Krebs betroffen ist

    Warum das Herz so selten vom Krebs betroffen ist

    Die Brust ist häufig vom Krebs betroffen, auch die Lunge, der Darm, die Prostata und das Lymphsystem, aber fast nie das Herz – warum verschont der Krebs das wohl wichtigste Organ im Körper? Diese Tatsache gibt Forschern weltweit Rätsel auf, denn es gibt zwar sehr vereinzelt Metastasen am Herzen, aber ein primärer Tumor befällt das Herz so gut wie nie.

    Eine Folge der Evolution?

    Einige Forscher vermuten, dass Menschen eine Krebserkrankung in den großen und auch in den paarweise angelegten Organen besser verkraften können als in einem relativ kleinen Organ wie dem Herzen. Im Laufe der Evolution hat sich daher in den kleinen Organen eine Art Schutzmechanismus gebildet, der die Krebszellen besser bekämpfen kann. Zahlen könnten diese These belegen, denn von 100.000 Menschen bekommen 57 im Laufe ihres Lebens Lungenkrebs, 41 erkranken an Darmkrebs und 24 an Hautkrebs. Nur in sechs Fällen ist das Gehirn betroffen und zwölfmal die Bauchspeicheldrüse, Herzkrebs kommt in dieser Statistik gar nicht vor.

    Die wichtigen Organe sind besser geschützt

    Es scheint, als wären die wichtigen Organe besser gegen Krebs geschützt als die Organe, die für den Mechanismus des Körpers keine so bedeutende Rolle spielen. Neben dem Herz gilt das auch für das Gehirn, das ebenfalls vergleichsweise selten vom Krebs betroffen ist. Auch die Gebärmutter als Fortpflanzungsorgan wird nicht so häufig von Krebs befallen. Ein anderes Beispiel sind die Eierstöcke, denn von 100.000 Frauen erkranken nur sechs an Eierstockkrebs. Bei den männlichen Fortpflanzungsorganen sieht es ähnlich aus, denn nur drei von 100.000 Männer bekommen im Laufe ihres Lebens Hodenkrebs.

    Es scheint, als würde der Körper das, was für seine Funktion sehr wichtig ist, besonders schützen. Zu viel Schutz ist jedoch kontraproduktiv, wenn nämlich Zellen zu schnell absterben, dann funktioniert die Wundheilung nicht mehr und auch das Immunsystem kann seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Programmierte Bakterien können Krebszellen bekämpfen

    Programmierte Bakterien können Krebszellen bekämpfen

    Wer sich mit Salmonellen infiziert hat, der wird kaum darüber nachdenken, dass diese Bakterien auch ihre guten Seiten haben, denn eine Salmonelleninfektion ist alles andere als angenehm. Forscher aus den USA sind aber von der positiven Seite der Bakterien überzeugt und wollen sie in naher Zukunft sogar als Waffen gegen Krebszellen einsetzen.

    Gentechnisch verändert

    Für Wissenschaftler stellen Bakterien, wie zum Beispiel Salmonellen, eine wirksame Waffe gegen den Krebs dar. In den USA wurden bereits Salmonellen gentechnisch verändert, sodass sie einen Anti-Krebs Wirkstoff produzieren, der dann ganz gezielt im Tumor wieder freigesetzt werden kann. Nachdem das geschehen ist, lösen sich die Bakterien von selbst wieder auf. Die Tests, die Forscher der University of California in San Diego mit Mäusen durchgeführt haben, waren bereits sehr erfolgreich.

    Keine Schäden

    Eine klassische Chemotherapie hinterlässt ihre Spuren und auch eine Strahlentherapie ist für den Patienten mehr als anstrengend. Das alles kann mit der neuen Methode endlich der Vergangenheit angehören, denn die Bakterien fügen dem Körper nur wenig Schaden zu. Salmonellen sind besonders gefragt, denn sie haben in ihrem Erbgut eine Substanz, die einen Selbstzerstörungsmechanismus auslöst. Hat die Bakterie ihre Aufgabe erfüllt, dann verschwindet sie wieder.

    Der Krebs hat keine Chance

    Die Wissenschaftler an der Universität von San Diego führten eine Reihe von unterschiedlichen Tests mit den Salmonellen durch. Unter anderem wurden die genetisch veränderten Bakterien in einer Nährlösung getestet, denn dort konnte sehr gut beobachtet werden, wie die Zyklen sichtbar werden, wie eine Kolonie Bakterien wächst und wie sie sich später fast vollständig wieder auflöst. Anhand von Licht, das die Tumorzellen beleuchtet, konnten die Forscher sehen, wie die Bakterie in der Zelle arbeitet. Schon bei Versuchen mit Nährlösungen wurde schnell klar, dass mehrere Tausend Salmonellen in der Lage sind, eine Krebszelle komplett zu zerstören, der Krebs hatte keine Chance mehr zu überleben.

    Bild: © Depositphotos.com / ktsdesign

  • Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Wenn der Arzt einen bösartigen Tumor im Lymphsystem diagnostiziert, dann handelt es sich um Morbus Hodgkin, eine sehr seltene Krebsart, die vor allem Männer zwischen 30 und 60 Jahren betrifft. Obwohl dieser Krebs selten ist, bleibt er gefährlich und ob eine Therapie erfolgreich verläuft, das hängt immer vom Stadium der Krankheit ab. Was diesen speziellen Tumor so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass es zwar typische Symptome gibt, aber die Betroffenen sie nicht spüren.

    Was genau ist Morbus Hodgkin?

    Vereinfacht gesagt ist Morbus Hodgkin Krebs im Lymphsystem. Das Lymphsystem hat im Körper eine sehr wichtige Aufgabe, denn es bildet die weißen Blutkörperchen. Zudem transportieren die Lymphgefäße die Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe wieder zurück ins venöse System und auf diesem Weg wird die Flüssigkeit in den Lymphknoten gefiltert. In den Lymphknoten werden alle Zellen gesammelt, die nicht in Ordnung sind und daher zeigen sich auch in den Lymphknoten die ersten Morbus Hodgkin Symptome. Für die Diagnose ist eine sogenannte Biopsie erforderlich, um die Krebszellen in den Lymphknoten nachzuweisen, bei einem gesunden Menschen sind keine entarteten Zellen zu finden.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Hodgkin zeigt sich in der Regel an den geschwollenen Lymphknoten meist im Halsbereich, die allerdings keine Schmerzen verursachen. Es können aber auch Lymphknoten in anderen Körperbereichen wie an der Leiste oder unter den Achseln betroffen sein. Schwierig wird es, wenn die Knoten im Brustbereich sind, denn sie kann der Arzt nicht ertasten, es muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Anders als bei einer Erkältung, sind die Lymphknoten bei Morbus Hodgkin dauerhaft vergrößert und sie werden im Verlauf der Krankheit immer mehr an Umfang zunehmen. Ein weiteres typisches Symptom ist, dass sich die vergrößerten Knoten nur sehr schwer verschieben lassen. Ist die Krankheit schon weiter fortgeschritten, dann verlieren die Betroffenen deutlich an Gewicht, es kommt zu extremem nächtlichem Schweiß und auch plötzliche Fieberschübe über 38° Grad können zu den Symptomen gehören.

    Risikofaktoren und Ursachen

    Warum es zu Morbus Hodgkin kommt, ist noch nicht eindeutig geklärt, eine Verbindung mit Virusinfektionen ist aber sehr wahrscheinlich. So gilt zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, welches das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst, als ein möglicher Verursacher von Morbus Hodgkin. Bei rund 50 % der Patienten, die am Krebs des Lymphsystems leiden, gab es einen Zusammenhang mit dem Drüsenfieber. Auch eine HIV-Infektion kann die seltene Krebsform auslösen, denn die Viren erhöhen die Anfälligkeit der Zellen und es kommt schneller zu einer Entartung. Bestrahlungen sowie eine Chemotherapie erhöhen das Risiko, dass sich ein Tumor in den Lymphknoten bilden kann, ebenso wie verändertes Erbmaterial in den Zellen.

    Die Stadien der Krankheit

    Der Lymphdrüsenkrebs ist in vier Stadien aufgeteilt. Im ersten Stadium ist nur ein Bereich der Lymphknoten befallen, im zweiten Stadium sind es bereits zwei Bereiche, meist im Bauchraum oder im Brustbereich. Beide Seiten des Zwerchfells sowie Bauchraum und Brustkorb sind beim dritten Stadium betroffen und im vierten Stadium können die Knochen und auch das Gehirn betroffen sein. Je höher das Stadium, umso schlechter ist die Prognose, dass der Krebs geheilt werden kann.

    Die Behandlung

    Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten, die aggressive Chemotherapie und die gezielte Bestrahlung. Beide Möglichkeiten haben die komplette Heilung zum Ziel. Wenn es sich um einen lokal begrenzten Tumor handelt, dann ist eine Bestrahlung die beste Wahl, ist die Krankheit aber schon weiter fortgeschritten, dann hilft nur noch eine Chemotherapie. Die Heilungschancen haben sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen, trotzdem ist es wichtig, dass der Krebs schon in einem sehr frühen Stadium erkannt wird. Handelt es sich um Non-Hodgkin-Lymphome, dann besteht eine gute Heilungschance von 60 %, beim lymphozytenarmen Typus liegt die Rate allerdings leider nur bei einem Prozent.

    Bild: © Depositphotos.com / kchungtw

  • Mit Sport den Krebs bekämpfen

    Mit Sport den Krebs bekämpfen

    Sport ist für die Gesundheit immer förderlich, aber für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, kann Sport noch viel mehr sein. Wer sich trotz einer Krebserkrankung regelmäßig bewegt, der kann das Wachstum der Tumorzellen bremsen. Eine neue, von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegebene Studie will jetzt erstmals beweisen, wie positiv sich Sport auf die gefürchtete Krankheit auswirken kann.

    Den Schock überwinden

    Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock und viele Betroffene fühlen sich dann wie erstarrt. Sie haben große Angst, sind mutlos und fühlen sich am Boden zerstört. Mediziner sind davon überzeugt, dass es sich positiv auswirken kann, wenn die Patienten schon unmittelbar nachdem sie die Diagnose Krebs bekommen haben, mit einem Sportprogramm beginnen. Es müssen keine sportlichen Höchstleistungen erbracht werden, jeder Patient sollte nach einer speziell für ihn passenden Sportart suchen und mit dem Training beginnen. Dass Sport eine heilende Wirkung hat, ist bekannt, für Krebspatienten hat Sport aber auch einen psychologischen Effekt, denn durch die sportlichen Aktivitäten bekommen Patienten das Gefühl, selbst etwas gegen ihre Krankheit unternehmen zu können.

    Sport auf Rezept

    In einigen deutschen Krankenhäusern wie zum Beispiel im Klinikum rechts der Isar in München, gibt es für drei Krebsarten bereits Sport auf Rezept. Patienten, die unter Prostata, Lungen- und Darmkrebs leiden, suchen gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzten das passende Sportprogramm für sich aus und trainieren nicht erst in der Reha, sondern schon während der Behandlung im Rehazentrum der Klinik. Die Techniker Krankenkassen will dieses Programm jetzt auch bundesweit anbieten, damit Krebspatienten überall im Land davon profitieren können.

    Die Krebszellen werden mobilisiert

    Durch ein intensives Bewegungsprogramm wird Adrenalin freigesetzt und das mobilisiert die Immunzellen, die den Krebs bekämpfen. Durch den Sport wird der Blutstrom an die Stellen im Körper gelenkt, wo ein Tumor wächst und durch die sehr aktiven Immunzellen wird der Tumor daran gehindert, weiter zu wachsen.

    Bild: © Depositphotos.com / Maridav

  • Die ketogene Diät – eine neue Wunderdiät?

    Die ketogene Diät – eine neue Wunderdiät?

    Jede Diät beansprucht für sich, die einzig wahre Diät zu sein, aber nicht alle Diäten sind wirklich gesund. Vor allem eine Diät, die komplett auf Kohlehydrate verzichtet, hat einen eher schlechten Ruf, denn schließlich sind Kohlehydrate Energielieferanten. Sie sind die Einzigen, die das Gehirn mit der nötigen Energie versorgen und sie liefern die wohl wichtigsten Bausteine für eine gesunde Ernährung in Form von Gemüse, Getreide und Obst. Wie soll der Körper ohne Energie auskommen? Dass das funktionieren kann, das zeigt die ketogene Diät, eine Diät, die sogar eine Waffe gegen den Krebs sein kann.

    Der Körper muss sich umstellen

    Streng genommen ist die ketogene Diät eine Form der beliebten Low-Carb-Diät. Wer sich für diese Diät entscheidet, der muss fast vollständig auf Kohlehydrate verzichten. Stattdessen gibt es Proteine und Fette in Form von Milchprodukten, Fleisch, Nüssen und Eiern. Durch diese Ernährung wird der Körper gezwungen, seinen Stoffwechsel umzustellen, und wird dabei in den Zustand der Ketose versetzt. Das heißt, da die Kohlehydrate fehlen, bezieht der Organismus die Energie, die er benötigt, um zu funktionieren, aus Fetten. Es werden sogenannte Ketone gebildet, die die Zellen mit der nötigen Energie versorgen und das führt schließlich zur Gewichtsabnahme.

    Die ketogene Diät – ein Mittel gegen Epilepsie?

    In der Medizin gilt die ketogene Diät schon seit einigen Jahren als bewährtes Mittel gegen Epilepsie. Menschen, die unter dieser Krankheit leiden und eine ketogene Diät machen, haben weniger Anfälle, da die Ketone, die während der Diät gebildet werden, die Energie an den Körper und das Gehirn liefern. Eine Langzeitstudie, für die über einen Zeitraum von 15 Jahren 100 Patienten mit Epilepsie beobachtet wurden, kam zu dem Schluss, dass bei 80 % der Studienteilnehmer, die zwei Jahre lang eine ketogene Diät gemacht haben, keine Anfälle mehr auftraten.

    Positiv auch bei Krebs

    Über einen direkten Zusammenhang zwischen der ketogenen Diät und Krebs gibt es bislang zwar noch keine Studien, trotzdem gehen viele Mediziner davon aus, dass sich die Diät positiv auf die Erkrankung auswirken kann. Da die Diät fast ohne Zucker auskommt, kann das Wachstum der Krebszellen zumindest verringert werden. Besonders interessant ist dieser Effekt für bestimmte Krebsformen wie zum Beispiel Gehirntumore, die sich nur schwer behandeln lassen. Zwar konnte hier ein vermindertes Wachstum beobachtet werden, für exakte Aussagen ist es allerdings noch viel zu früh. Die ketogene Diät kann nach Ansicht von Medizinern aber nicht nur bei Krebs, sondern auch bei Multipler Sklerose, bei Parkinson und bei Alzheimer helfen. Diese Krankheiten haben ihre Ursache in einem Defekt, der auf einem Energiestoffwechsel beruht, und hier kann die Diät effektiv ansetzen.

    Welche Nachteile hat die Diät?

    Auch wenn die ketogene Diät viele Vorteile hat, es gibt auch einige gravierende Nachteile. Besonders in der Anfangsphase kann es vermehrt zu Verstopfung, zu Müdigkeit und auch zu Übelkeit kommen. Wenn der Körper sich umgestellt hat, dann verschwinden die Beschwerden wieder, allerdings kann diese Umstellung einige Wochen dauern. Wer länger nach der kohlehydratarmen Diät lebt, der muss mit Nierensteinen und einer reduzierten Knochenmasse rechnen, auch erhöhte Blutfettwerte sind nicht selten, da die Kohlehydrate durch Fett ersetzt werden. Zwar normalisieren sich die Werte meist im Laufe der Jahre wieder, aber ein Arzt sollte trotzdem die Diät überwachen und regelmäßig die Cholesterinwerte messen.

    Schnelle Erfolge

    Einer der größten Vorteile der ketogenen Diät ist, dass sich bei der Gewichtsabnahme schnelle Erfolge erzielt werden. Vor allem in den ersten drei Wochen schmelzen die Pfunde flott und durch den hohen Gehalt an Eiweiß stellt sich schnell ein Sättigungsgefühl ein. Eine ketogene Diät setzt viel Disziplin voraus, denn früher oder später kommt der Heißhunger auf Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln, die während der Diät streng verboten sind, da sie Kohlehydrate enthalten.

    Bild: © Depositphotos.com / Paul_Cowan

  • Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Nach dem Brustkrebs ist der Eierstockkrebs die am meisten gefürchtete Krebsart bei Frauen. Anders als beim Brustkrebs, der auch in einem frühen Stadium erkannt wird, ist der Krebs der Eierstöcke tückisch, denn es gibt lange Zeit keine sichtbaren und spürbaren Symptome. In 90 % aller Eierstockkrebsdiagnosen handelt es sich um ein sogenanntes Ovarialkarzinom, das über einen langen Zeitraum keine Symptome auslöst. Der Tumor wird deshalb oftmals zu spät erkannt, was den Eierstockkrebs zu einer der gefährlichsten Krebsarten macht. Wie erfolgreich eine Behandlung ist, hängt immer davon ab, wie zeitig der Krebs entdeckt wird.

    Eierstockkrebs – die Symptome

    Immer dann, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich die ersten Symptome. Die betroffenen Frauen bluten außerhalb der monatlichen Regel oder es treten Blutungen auch noch nach den Wechseljahren auf. Starke Blähungen und eine Gewichtsabnahme, für die es keine logische Erklärung gibt, kann ebenfalls ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Frauen, die sich ohne einen ersichtlichen Grund über einen längeren Zeitraum erschöpft, schlecht und krank fühlen, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Vor allem für Frauen, die bereits in der Menopause sind und im Rahmen der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie machen, sollten sich regelmäßig auf diesen speziellen Krebs untersuchen lassen, das Gleiche gilt für Frauen mit starkem Übergewicht. Auch wenn es eine genetische Veranlagung und bereits Fälle von Eierstockkrebs in der Familie gibt, dann ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Pflicht.

    Die Diagnose

    Vielfach wird ein Tumor an den Eierstöcken durch Zufall entdeckt, und wenn der Verdacht besteht, dann wird der Arzt eine gründliche, weitergehende Untersuchung machen. So reicht zum Beispiel eine vaginale Ultraschalluntersuchung nicht immer aus, um einen bösartigen Tumor zu erkennen, eine Kernspintomografie ist hier die bessere Wahl. Ein CT, also eine Computertomografie, hat sich bei der Diagnosefindung ebenfalls bewährt, denn sowohl mit dem CT als auch mit einem MRT kann erkannt werden, ob der Krebs bereits in die Beckenregion gestreut hat. Eine Untersuchung des Blutes gibt darüber Auskunft, ob sich im Blut sogenannte Tumormarker befinden. Gibt es einen Nachweis über das Protein CA 125, kann das ein sicheres Anzeichen für ein Ovarialkarzinom sein.

    Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

    Die Therapie bei Eierstockkrebs richtet sich immer danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In den meisten Fällen ist aber eine Operation notwendig, bei der der Tumor und auch die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt werden. Ist der Krebs weit fortgeschritten, dann entfernt der Chirurg auch die Lymphknoten im gesamten Becken- und Bauchbereich. Handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, dann wird der Arzt auch befallenes Gewebe aus dem Bauchraum und eventuell auch Darmabschnitte entfernen. An die Operation schließt sich eine Chemotherapie und wenn notwendig auch eine Strahlentherapie an.

    Wie gut sind die Prognosen?

    Krebs an den Eierstöcken wird in vier verschiedene Stadien unterteilt:

    • Stadium I: An beiden Eierstöcken haben sich Tumore gebildet.
    • Stadium II: Der Krebs hat sich im Beckenraum ausgebreitet.
    • Stadium III: Die Krebszellen sind bereits außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle und in den Lymphknoten zu finden.
    • Stadium IV: Die Krebszellen haben sich in anderen Regionen auch außerhalb der Bauchhöhle angesiedelt, es gibt sogenannte Fernmetastasen.

    Wird der Krebs in den ersten beiden Stadien erkannt und rechtzeitig behandelt, dann sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Hat der Krebs aber bereits das dritte und vierte Stadium erreicht, dann sind die Prognosen leider nicht mehr so günstig. Wenn der Krebs der Eierstöcke so weit fortgeschritten ist, dass keine Chancen auf Heilung bestehen, dann ist eine palliative Therapie die beste Wahl, denn sie steigert die Lebensqualität. Diese Therapie kommt immer dann zur Anwendung, wenn der Tumor massiv in die Bauchregion gestreut hat und weder eine Operation oder eine Chemotherapie helfen können.

    Bild: © Depositphotos.com / blueringmedia