Schlagwort: Krebszellen

  • Eine Stammzellenspende kann Leben retten

    Eine Stammzellenspende kann Leben retten

    Viele haben schon davon gehört, aber kaum jemand weiß, um was es sich dabei eigentlich handelt, erst die schwere Erkrankung eines Politikers hat die Stammzellenspende in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Der frühere Außenminister Guido Westerwelle erkrankte 2014 an Blutkrebs und er konnte die schwere Erkrankung nur überwinden, als er eine Knochenmarkspende bekam. Jetzt spricht der FDP-Politiker offen über seine Krankheit. Das motiviert immer mehr Menschen, ihr Knochenmark zu testen, um sich dann für eine Stammzellenspende zu registrieren. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) berichtet von einem starken Anstieg an Menschen, die ihr Knochenmark spenden möchten.

    Was genau ist eine Stammzellenspende?

    Eine Knochenmarkspende ist im Grunde nichts anderes als eine Transplantation, bei der aber kein Organ, sondern Gewebe aus dem Knochenmark vom Spender zum Empfänger verpflanzt wird. Stammzellen sind ein ganz besonderes Gewebe im menschlichen Körper, die sich durch zwei Merkmale auszeichnen. Zum einen können sich diese Zellen erneuern, also regenerieren und zum anderen sind sie in der Lage, sich zu anderen Zellen zu entwickeln. Die Besonderheiten dieser Stammzellen sind bis heute noch nicht komplett erforscht, denn über die Stammzellenspende hinaus gibt es bislang nur experimentelle Studien über eine andere Verwendungsform der Zellen. Die bekannteste Form der Stammzellenspende ist die Spende mit hämatopoetischen Stammzellen. Diese Zellen sind in unterschiedlichen Knochen zu finden, wie zum Beispiel in den langen Röhrenknochen, dem Beckenknochen und auch im Brustbein.

    Wie wichtig sind Stammzellen?

    Für den Körper sind Stammzellen wichtig, weil sie drei Zelltypen bilden können, die für den Organismus von größter Bedeutung sind. Diese Zellen kommen im menschlichen Blut vor:

    • Die Blutplättchen, die Thrombozyten, die die Blutgerinnung steuern.
    • Die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, die den Sauerstoff durch den Körper transportieren.
    • Die Leukozyten, die Zellen, die für das Immunsystem zuständig sind.

    Diese drei Zelltypen werden im Knochenmark gebildet und dann in die Blutbahn geschwemmt. Menschen, die unter Leukämie, also unter Blutkrebs leiden, haben einen Mangel an diesen drei Zelltypen und sie müssen die Zellen von einem Spender bekommen, um überleben zu können.

    Was passiert bei einer Knochenmarkspende?

    Kommt es zu einer Stammzellenspende, dann werden dem Spender Stammzellen entweder aus dem Knochenmark im Rücken oder aus dem Brustbein entnommen. Das passiert durch eine Punktion, der Arzt saugt praktisch die Flüssigkeit mit den Stammzellen aus dem Knochenmark. Der Spender bekommt vor dem Eingriff eine lokale Anästhesie und hat keine Schmerzen. Anschließend erhält der Spender das konzentrierte Knochenmark mittels einer Infusion. Wenn alles wie geplant funktioniert, dann helfen die gespendeten Stammzellen dabei, das Immunsystem des Kranken wieder aufzubauen und neues, gesundes Blut zu produzieren. Die Stammzellenspende hat aber einen großen Nachteil, es ist nämlich sehr schwer, einen geeigneten Spender zu finden. Wer Stammzellen aus seinem Knochenmark spenden will, der muss sich typisieren lassen, denn Spender und Empfänger müssen möglichst identische HLA-Merkmale (Human Leukocyte Antigen) haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann es passieren, dass der Organismus des Empfängers die ihm fremden Zellen wieder abstößt. Die besten Chancen bestehen, wenn Spender und Empfänger enge Blutsverwandte sind, wie das bei Guido Westerwelle der Fall war, denn er bekam die Stammzellen seines Bruders. Für den Spender besteht bei einer Stammzellenspende keinerlei Gefahr, er kann nach der Spende ganz normal und ohne Einschränkungen leben.

    Der Verlauf einer Stammzellenspende

    Bevor der Empfänger die Stammzellen bekommen kann, müssen die Krebszellen mittels einer aggressiven Chemotherapie zerstört werden, was zwischen zwei und zehn Tagen dauern kann. Zwei Tage später werden dem Empfänger dann die neuen Stammzellen transplantiert, was nicht länger als zwei Stunden dauert. Dann dauert es noch einmal zehn Tage, bis sich aus der Stammzellenspende neue Blutzellen bilden. Dieser Zeit muss der Patient auf jeden Fall vor Infektionen geschützt werden, denn die könnten für ihn lebensgefährlich werden.

    Bild: © Depositphotos.com / trans961

  • Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Die Diagnose schwarzer und weißer Hautkrebs galt lange Zeit als Todesurteil, und für die Betroffenen gab es noch vor wenigen Jahren kaum eine Hoffnung auf Heilung. Heute sieht es anders aus, denn beide Hautkrebsarten können nicht nur besser und effektiver behandelt werden, die Patienten haben mittlerweile auch eine höhere Lebenserwartung, die je nach Hautkrebsart bis zu fünf Jahre betragen kann. Vor allem die weiße Krebsvariante ist sehr gut therapierbar, und beim schwarzen Hautkrebs haben sich die Therapiemöglichkeiten sogar verbessert, selbst wenn der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist.

    Wie gefährlich ist Hautkrebs?

    In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen unter Hautkrebs, und in den meisten Fällen ist die Sonne an der tückischen Krebserkrankung schuld. Die UV-Strahlung der Sonne beschädigt die Hautzellen und schließlich bilden sich bösartige Wucherungen. Dieser Prozess kann viele Jahre dauern, besonders Menschen mit einem hellen Teint und blonden Haaren sind gefährdet. Unterschieden wird der Krebs in eine weiße und eine schwarze Form, beide sind gefährlich, weil sie zunächst keine Beschwerden verursachen. Der weiße Krebs zeigt sich zunächst nur mit leichten Rötungen der Haut, erst später wird die Haut schuppig oder es bilden sich verhornte Stellen. Die schwarze Form macht durch dunkle Pigmentflecken auf sich aufmerksam, die an ein Muttermal erinnern, und auch wenn ein bereits bestehendes Muttermal größer oder dunkler wird, dann kann das ein Zeichen für schwarzen Hautkrebs sein.

    Früh erkannt ist Hautkrebs heilbar

    Jedes Jahr bekommen in Deutschland rund 230.000 Menschen die Diagnose Hautkrebs. 80 % der Wucherungen und Karzinome treten im Gesicht auf, nicht selten gleich an mehreren Stellen. Die gute Nachricht ist, dass vor allem die weiße Variante sehr selten streut und damit die Gefahr für andere Organe gering ist. In der Regel reicht ein kleiner operativer Eingriff aus, um die bösartigen Tumore zu entfernen. Wird der Krebs erst später erkannt und ist bereits tief in die Haut eingewachsen, dann ist eine größere Operation notwendig. Gehen die Betroffenen in einem frühen Stadium zu einem Hautarzt, dann können oftmals schon spezielle Cremes oder auch eine Lichttherapie verhindern, dass der Krebs fortschreitet.

    Der schwarze Hautkrebs

    Zwar lässt sich der schwarze Hautkrebs besser erkennen, dafür ist er um einiges aggressiver als die weiße Krebsvariante. In Deutschland erkranken jedes Jahr 22.000 Menschen an einem Melanom und bei rund 3.000 Patienten bilden sich sehr schnell gefährliche Metastasen. Wenn sich bereits Tochtergeschwüre gebildet haben, dann ist der Krebs nur noch sehr schwer heilbar. Auch hier spielt es eine wichtige Rolle, wie tief der Krebs bereits in die Haut eingedrungen ist. In Deutschland wird der Krebs in 70 % aller Fälle meist dann entdeckt, wenn er schon mehr als einen Millimeter tief in der Haut ist. In diesem Fall ist das Risiko, dass sich Metastasen bilden, sehr gering, es reicht oft schon aus, wenn die Haut rund um den Krebsherd großräumig entfernt wird. Der Arzt vermisst anschließend das Melanom unter dem Mikroskop und an der Größe orientiert sich dann die weitere Therapie.

    Große Fortschritte

    Immer wenn ein Melanom gestreut hat, zum Beispiel in das Lymphsystem, dann galt noch vor einigen Jahren, dass für den Patienten keine Hoffnung auf Heilung besteht. Noch vor fünf Jahren hatten Patienten eine Lebenserwartung von zehn Monaten, heute gibt es neue Immuntherapien, die die Lebenserwartungen deutlich erhöhen. Schon 2012 wurde ein neues Medikament auf den Markt gebracht, zwei weitere Präparate sollen noch in diesem Jahr folgen. Neue Forschungen, die sich mit der Funktionalität der Krebszellen befassen, machen heute eine verbesserte und zielgerichtete Therapie möglich, die unter anderem das bislang unkontrollierte Wachstum der Krebszellen stoppen können. Auf dem Gebiet der Gene wird ebenfalls an neuen Therapien gearbeitet, denn vielfach ist der Krebs auch vererbbar.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Er stammt ursprünglich aus dem Norden Indiens, gehört zu den Bennussgewächsen und gilt als die nährstoffreichste Pflanze der Welt – der Moringabaum. Moringabäume wachsen heute vor allem in Lateinamerika, in Asien und in Afrika, die frischen, aber auch die getrockneten Blätter des Baumes werden dort in vielfältiger Art und Weise zubereitet und gelten als Problemlöser für die weitverbreitete Unterernährung. In den westlichen Industrienationen gilt Moringa oleifera, so der botanische Name des Baums, als neues Superfood.

    Was macht den Moringabaum zum Wunderbaum?

    Der Moringabaum stammt ursprünglich aus der Himalajaregion Indiens und bekam seinen Beinamen Meerrettichbaum von den englischen Kolonialherren. Der Baum enthält Senfölglykosiden, daher riechen die Wurzeln stark nach Meerrettich und die Blätter haben einen scharfen Beigeschmack. Die Engländer nutzen die Blätter und die Wurzeln als Meerrettichsalz und würzten damit ihre Speisen. Heute gehören die Blätter des Moringabaumes in vielen Ländern zu den wichtigsten Nahrungsquellen, aber sie werden auch als Medizin verwendet. In Indien wird der Moringabaum als Wunderbaum bezeichnet, weil er angeblich in der Lage ist, mehr als 300 Krankheiten zu heilen. Der Moringa trägt aber auch den Ehrentitel Baum der Unsterblichkeit, da er auch unter widrigen Umständen wächst und resistent gegen Dürre ist.

    Die besonderen Fähigkeiten des Moringabaumes

    Der Moringabaum hat nicht nur viele Fähigkeiten, er ist auch äußerlich anders als andere Bäume. Sein Stamm ist kurz und wirkt immer ein wenig angeschwollen, seine Früchte erinnern an Bohnen und hängen tief von den Ästen herab, was ihnen das Aussehen von Trommelstöcken verleiht. Was den Baum aber so besonders macht, ist sein rasantes Wachstum, denn er wächst pro Monat um 30 cm und erreicht schon nach einem Jahr die imposante Höhe von acht Metern. Für dieses schnelle Wachstum sorgt ein Hormon, und zwar das Antioxidans Zeatin, was der Baum in großen Mengen speichert. Wenn Menschen dieses Hormon zu sich nehmen, dann regt es die Regeneration der Haut an und der natürliche Alterungsprozess der Haut verlangsamt sich.

    Was macht Moringa zum Superfood?

    In Europa haben die Blätter des Moringa oleifera den Ruf, ein Superfood zu sein, denn alleine in den Blättern finden sich mehr als 90 Nährstoffe sowie Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Proteine. So soll der Moringabaum 17 mal mehr Kalzium enthalten als Milch und 15 mal mehr Kalium als Bananen. Der Gehalt an Eisen ist 25 mal größer als das bei Spinat der Fall ist und auch beim Beta-Carotin hat Moringa die Nase vorn, denn die Blätter enthalten 4 mal mehr davon als Karotten. Moringa ist eine wirksame Waffe im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung und es reichen schon zwei Teelöffel des Pulvers aus, um den täglichen Mangel an Nährstoffen aufzufüllen. Bei Versuchen mit Moringapulver im Senegal stellten die Ärzte fest, dass die Einnahme des Pulvers gewichtssteigernde Effekte hatte und dass Frauen, die ein Kind zur Welt brachten, sich schneller von der Geburt erholten. Zudem hatten die Kinder ein höheres Gewicht bei der Geburt und die Milchproduktion der Frauen wurde deutlich gesteigert.

    Ist Moringa wirklich ein Superfood?

    Die Blätter des Moringabaumes sind unbestritten sehr gesund, aber Ernährungsexperten bezweifeln, ob der Moringa tatsächlich DAS Superfood schlechthin ist. Sie kritisieren, dass sich die Nährstoffangaben nur auf die Pulverform beziehen, aber nicht auf die frischen Blätter des Baumes. Um realistische Angaben zu bekommen, müsste man auch die Karotten, die Bananen und den Spinat pulverisieren, denn dann wäre der Vergleich fair. Bei Tierversuchen wurde aber deutlich, dass Moringa den Blutzuckerspiegel senken kann und sich zudem positiv auf dem Cholesterinspiegel auswirkt. Das Pulver der Moringablätter hat außerdem eine krebshemmende Wirkung, denn die in den Blättern enthaltenen Senfölglykoside eliminieren Krebszellen, schonen dabei aber die gesunden Zellen.

    Bild: © Depositphotos.com / bdspn74

  • Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol in vernünftigen Mengen genossen, ist für den Körper nicht allzu schädlich, aber wenn die Menge steigt, dann wird es in jeder Hinsicht gefährlich. Dass Alkohol süchtig macht, das ist bekannt und auch die Folgen der Alkoholsucht sind hinreichend wissenschaftlich dokumentiert. Neu ist aber, dass Alkohol Brustkrebs auslösen kann, denn zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie der Universität von Murcia. Durchgeführt wurde die Studie von Wissenschaftlern aus zehn europäischen Ländern und das Ergebnis dieser Studie ist erschreckend.

    Nur zehn Gramm zu viel können Brustkrebs auslösen

    An der europäischen Studie haben 300.000 Frauen teilgenommen, die regelmäßig Alkohol trinken. Die Forscher fanden bei der Langzeitstudie heraus, dass wenn nur zehn Gramm Alkohol am Tag mehr konsumiert werden, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um vier Prozent ansteigt. Das heißt, dass Frauen Gefahr laufen an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie am Abend statt einem Glas Sekt, Wein oder Bier zwei Gläser trinken. Aber nicht nur die Menge ist entscheidend, ob das Risiko steigt an Brustkrebs zu erkranken, auch der Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird, spielt eine wichtige Rolle. Eine weitere Studie der Universität von Seattle kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wissenschaftler in den USA stellten in einer Langzeitstudie fest, dass schon kleine Mengen Alkohol die Gefahr Brustkrebs zu bekommen, stark erhöht. Schon ein Glas mehr pro Woche reicht aus, um das Brustkrebsrisiko zu verdoppeln. Das trifft allerdings nicht auf den Brustkrebs an den Milchdrüsen zu, denn dieser Brustkrebs ist zu 70 % der Auslöser für bösartige Tumore. Nur in zehn bis 15 % aller Brustkrebsfälle entsteht der Krebs an den sogenannten Drüsenläppchen, und bei dieser Form von Brustkrebs kann Alkohol der entscheidende Faktor sein.

    Ein großes Risiko für Brustkrebs

    Je länger Frauen regelmäßig Alkohol trinken, umso höher steigt das Brustkrebsrisiko – zu dieser Erkenntnis kommt das Journal of Cancer. Noch größer ist die Gefahr für Frauen, die auch in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Zunächst wurde angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Wirkung des Alkohols und den weiblichen Hormonen gibt, aber diese Vermutung konnte nicht bestätigt werden. Dass es aber einen Zusammenhang zwischen den sensiblen Hormonen und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken gibt, das ist unbestritten. Einige Forscher sind jetzt der Meinung, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Wachstum der Krebszellen beschleunigen kann, allerdings spielen auch andere Komponenten eine entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Frauen, die eine genetische Veranlagung haben, aber auch Frauen, die schon in jungen Jahren zu viel Alkohol trinken, riskieren, dass sie in späteren Jahren an Brustkrebs erkranken.

    Keinen Alkohol trinken?

    Alkohol ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, für viele Menschen gehören das Glas Wein oder Bier am Abend einfach dazu. Gegen ein Glas Wein oder Sekt ist auch nichts einzuwenden, aber wenn die Dosis kontinuierlich ansteigt, dann besteht nicht nur das Risiko, süchtig zu werden, bei Frauen kann es zudem auch Brustkrebs auslösen. Ärzte raten vor allem Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken oder noch besser, ganz auf Alkohol zu verzichten. Auch schwangere Frauen sollten keinen Alkohol trinken, denn das schadet nicht nur dem ungeborenen Kind, sondern erhöht ebenfalls das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

    Die Studie aus Seattle und auch die Studie, die zehn europäische Länder erstellt haben, sind in die Kritik geraten. Wissenschaftler kritisieren ihre Kollegen, dass sie die Teilnehmerinnen nur zu Beginn der Studien über ihren Alkoholkonsum befragt haben. Ob und wie sich der Alkoholkonsum im Verlauf der Studie bei jeder einzelnen Frau zum Positiven oder zum Negativem verändert hat, darüber geben beide Studien leider keine Auskunft. Insofern können die Studien auch nicht relevant sein.

    Bild: © Depositphotos.com / Knut_Wiarda

  • Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Krebs ist eine schreckliche und vor allem auch eine tückische Krankheit, denn viele Krebsarten werden erst dann erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Der Leberkrebs gehört zu diesen sogenannten lautlosen Krebsarten, die Betroffenen merken erst viel zu spät, das etwas nicht stimmt. Wird die Diagnose Leberkrebs gestellt, dann ist es für viele bereits zu spät, um entsprechende Therapien einleiten zu können, nicht umsonst gehört der Leberkrebs zu den Krebsformen mit einer sehr hohen Todesrate. Mediziner unterscheiden zwei unterschiedliche Formen von Leberkrebs, von denen eine sehr selten, die andere aber leider immer häufiger vorkommt.

    Leberkrebs – Kaum Hinweise

    Die meisten Menschen gehen zum Arzt, wenn sie Schmerzen verspüren, die sie nicht zuordnen können. Da Leberkrebs kaum Schmerzen verursacht, sondern lediglich für unbestimmte Symptome sorgt, gehen viele Menschen erst dann zu einem Arzt, wenn der Krebs bereits ein spätes Stadium erreicht hat. Oftmals sind es leichte Schmerzen im oberen Bauchbereich, die auch auf eine einfache Magenverstimmung hindeuten könnten. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Müdigkeit und ein nicht zu erklärender Leistungsabfall. Erst wenn es zu einer starken Gewichtsabnahme kommt, dann schrillen bei den meisten Betroffenen die Alarmglocken und sie gehen zu einem Arzt. Fällt dann nach einer Blutuntersuchung oder nach einem Screening die Diagnose Leberkrebs, dann hängt die Frage, wie hoch die Chancen auf Heilung sind, immer davon ab, um welche Form von Leberkrebs es sich handelt.

    Zwei Formen von Leberkrebs

    Leberkrebs kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten, zum einen die eher seltene Form, bei der die Leberzellen befallen werden und die häufiger vorkommende Form, bei der sich Metastasen an der Leber bilden. In der seltenen Form ist der Ursprung des Krebses die Leber selbst, in der sich Krebszellen bilden, die schließlich zu Tumoren an der Leber führen. Laut Robert-Koch Institut erkranken in Deutschland an dieser Form jedes Jahr rund 8.400 Menschen. Deutlich häufiger sind Lebermetastasen, die durch gestreute Krebszellen verursacht werden. Das heißt, ein anderes Organ im Bauchraum, beispielsweise die Bauchspeicheldrüse oder der Magen, sind von Krebs befallen und die mutierten Zellen greifen auch die Leber an. Bei drei bis vier von zehn Leberkrebsfällen ist die Ursache bei einem anderen Organ zu finden, der Leberkrebs wird mehr oder weniger nur zufällig entdeckt.

    Welche Risikogruppen gibt es?

    Die Leber ist normalerweise ein gesundes und auch recht stabiles Organ, das selten von einer schweren Krankheit betroffen ist, es gibt jedoch Risikogruppen, bei denen Leberkrebs häufig auftritt. Wer ein Alkoholproblem hat oder wer unter Hepatitis B oder C leidet, der sollte seine Leber in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen, am besten alle sechs Monate. Einen flächendeckenden Check, wie es ihn zum Beispiel für Darm- oder Brustkrebs gibt, halten Mediziner allerdings nicht für notwendig. Vielfach geht dem Leberkrebs eine Leberzirrhose voraus, und wenn es in dieser Richtung bereits Verdachtsmomente gab, dann muss die Leber alle drei Monate anhand von Bluttests und Ultraschall untersucht werden. Aufpassen müssen zudem auch alle, die Diabetes oder eine andere Erkrankung des Stoffwechsels haben, denn sie sind gefährdet und sollten sich untersuchen lassen.

    Tests für Zuhause bringen nichts

    Ärzte warnen davor, einen Selbst-Test über die Gesundheit der Leber zu machen, der in der Apotheke gekauft werden kann. Diese Tests sind zwar als medizinische Produkte zugelassen und sie müssen auch strenge Qualitätskontrollen durchlaufen, aber diese Tests sind nicht sicher. Das eigene Zuhause erfüllt keine Laborkriterien und wer selbst testet, kann viele Fehler machen. Dazu kommt, dass Laien die Werte nicht richtig einschätzen und bewerten können, das kann nur ein erfahrener Arzt. Wenn das Testergebnis positiv ausfällt, dann ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

    Wer zu einer Risikogruppe gehört, der sollte sich regelmäßig untersuchen lassen und viel Kaffee trinken, denn Studien zeigen, dass Kaffee das Risiko an Leberkrebs zu erkranken, deutlich senken kann.

    Bild: © Depositphotos.com / tanatat

  • Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Der Zucker gilt als einer der Hauptverursacher von Krankheiten unserer modernen Welt. Vor allem für Diabetes Typ-2, Herzkrankheiten, Krebs, AHDS, Karies, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettleibigkeit zeichnet sich der süße Stoff verantwortlich. Besonders Krebszellen nutzen Zucker als Energiequelle, weshalb mit einem Verzicht auf die süßen Kristalle das Risiko an Krebs zu erkranken minimiert werden kann.

    In Deutschland erzielt die Süßwarenindustrie einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Euro und verkauft jedes Jahr rund 3,6 Millionen Tonnen Süßigkeiten, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebt sind.

    Nach dem Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beläuft sich der Zuckerkonsum bei Kindern mit Stand 2008 auf durchschnittlich 25 Kilogramm pro Jahr und sind 8 Kilogramm mehr als 1985. Der Zuckerkonsum von uns Deutschen beläuft sich nach den Daten der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker auf 35 Kilogramm jährlich und entspricht einer Zuckeraufnahme von 100 Gramm am Tag. Die Empfehlungen liegen bei maximal 50 Gramm täglich. Ein überhöhter Zuckerkonsum ist mitverantwortlich für Fettleibigkeit und Insulinversagen. Selbst Depressionen können durch Zucker ausgelöst werden, wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft schwanken sollte.

    Auf Zucker verzichten und ungesunde Ernährung abstellen

    Der Verzicht auf Zucker ist der erste Schritt hin zu einer gesunden Ernährung, die jedoch nicht so leicht fällt. Denn die leckeren Kristalle können eine starke Abhängigkeit auslösen und es kann bis zu drei Monate dauern bis der Körper sich darauf eingestellt hat nicht mehr regelmäßig mit Zucker versorgt zu werden. Eine Zuckersucht zu besiegen, bedeutet vor allem dann eine Herausforderung, wenn die Ernährung bislang aus zuckerhaltigen hochverarbeiteten Lebensmitteln bestand.

    Die Streichung des Zuckers vom Speiseplan hat unmittelbare Konsequenzen auf die persönliche Ernährung. Das süße Mittel befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln, weshalb eine Verbannung für so manchen schmerzhaft sein kann, wenn er zum Beispiel auf seine Lieblingskekse oder Nutella verzichten muss. In Ketchup, Joghurt, Brot, Gebäck, Schokolade, Kaffeepulver, Pudding und vielen weiteren Lebensmittel ist Zucker enthalten. Das Lesen der Zutatenliste auf der Verpackung gibt Auskunft über den Zuckergehalt des Lebensmittels.

    Wer beginnt gezielt auf Zucker zu verzichten, sollte mit vier Wochen anfangen, um den Körper an die neue Lebensweise zu gewöhnen. Ein Niederländer mit Namen Sacha Harland zeigte in einem Experiment welche Folgen der einmonatige Zuckerverzicht auf sein Leben hatte. Wie er berichtete, fühlte er sich durch den Verzicht auf Zucker besser und Ärzte stellten eine deutliche Verbesserung seiner vitalen Werte fest. Sein Körpergewicht konnte er reduzieren, der Fettanteil fiel geringer aus und der Blutdruck war deutlich niedriger als vor der Ernährungsumstellung.

    Im Rahmen einer zuckerfreien Ernährungsumstellung sollte komplett auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Vor dem Zuckerverzicht ist es empfehlenswert einen Ernährungsberater zu konsultieren, der eine Liste von zuckerfreien Lebensmitteln erstellen und einen gesunden Ernährungsplan aufstellen kann. Erste spürbare positive Effekte des Zuckerverzichts sind wie der Niederländer beweist schon nach vier Wochen zu sehen. Der Körper und das Gehirn benötigen Zucker als Treibstoff, jedoch kann die erforderliche Energie auch aus Lebensmitteln bezogen werden, die kein Zucker beinhalten.

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