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  • Devil’s Breath – eine neue Droge ist auf dem Vormarsch

    Devil’s Breath – eine neue Droge ist auf dem Vormarsch

    Devil’s Breath – der Atem des Teufels ist eine neue Droge, die aus Südamerika nach Europa kommt. In der letzten Woche mussten wiederholt Touristen in der französischen Hauptstadt Paris die Bekanntschaft mit Devil’s Breath machen, denn Banden aus Kolumbien und China haben mit der Droge mindestens 20 Menschen willenlos gemacht, sie anschließend ausgeraubt und dann sich selbst überlassen. Die Geschädigten waren nach einigen Stunden wieder bei klarem Verstand, konnten sich jedoch an nichts mehr erinnern. Das Teuflische an Devil’s s Breath ist, dass die Täter die Droge ihren Opfern einfach ins Gesicht pusten.

    Was genau ist Devil’s Breath?

    Es ist der Wirkstoff Scopolamin, der Devil’s Breath so gefährlich macht. Scopolamin kommt im Samen der auch in Deutschland so schön blühenden Engelstrompeten vor, aber während die Pflanze hierzulande nur als Zierpflanze blüht, wird sie vor allem in Ecuador, in Kolumbien und in Venezuela auf großen Feldern angebaut. Scopolamin gehört zur Familie der Alkaloide und hat eine beruhigende Wirkung, wenn es niedrig dosiert wird, bei höherer Dosierung hingegen macht es apathisch und vollkommen willenlos. Das Alkaloid hat in Geheimdienstkreisen und auch beim Militär einen einschlägigen Ruf, denn es wird seit den 1950er Jahren bei Befragungen als eine Art Wahrheitsserum eingesetzt. Auch Josef Mengele, der Nazi-Arzt, machte mit Scopolamin in den Konzentrationslagern Experimente. Heute gilt Devil’s Breath als die gefährlichste Droge der Welt.

    Eine schnelle Wirkung

    Es dauert nur wenige Minuten, dann entfaltet Devil’s Breath seine ganze gefährliche Wirkung. Da die Droge weder einen eigenen Geschmack noch Geruch hat, kann sie ohne Probleme in einen Drink gerührt oder ins Essen gemischt werden. In Paris wurde das Pulver den Betroffenen einfach ins Gesicht gepustet, daher auch der Name der Atem des Teufels. Wer den Wirkstoff Scopolamin einatmet, der wird zu einem Zombie, wenn man es salopp ausdrücken will. Laut Polizeibericht aus Paris hat es Fälle gegeben, wonach diejenigen, denen Devil’s Breath ins Gesicht gepustet wurde, den Tätern sogar dabei geholfen haben, die eigene Wohnung oder das Hotelzimmer auszurauben, ohne sich später daran erinnern zu können. Devil’s Breath macht völlig willenlos und dem gegenüber hörig, der es einsetzt.

    Keine Nebenwirkungen

    Bislang galt das als K. o.-Tropfen bekannte Beruhigungsmittel Rohypnol als Droge, die Menschen willenlos macht, aber bei K. o.-Tropfen gibt es unerwünschte Nebenwirkungen, zu denen bei der falschen Dosierung auch der Tod gehört. Bei Devil’s Breath ist das anders, denn hier gibt es so gut wie keine bekannten Nebenwirkungen. Vor allem in Kolumbien machen sich Banden die Wirkung von Devil’s Breath zunutze und gehen mit der Droge in der Hosentasche auf Diebestour. Es werden haarsträubende Geschichten über die Droge erzählt, sodass zum Beispiel Partygänger, denen Scopolamin verabreicht wurde, die Diebe in ihre Wohnung gelassen haben und ihnen anschließend sogar dabei behilflich waren, alle Wertgegenstände ins Auto zu tragen. Am nächsten Morgen konnte sich niemand mehr an irgendetwas erinnern. Für die Polizei wird es damit unmöglich, eine Beschreibung des Täters zu bekommen. Diese Erfahrung musste jetzt auch die Polizei in Paris machen, denn die beraubten Touristen wussten von nichts mehr.

    Bild: © Depositphotos.com / Mizina

  • Typhus – Ursachen, Diagnose und Therapie

    Typhus – Ursachen, Diagnose und Therapie

    Für die meisten Menschen ist Typhus eine Krankheit, die in einem Atemzug mit Cholera oder Pocken genannt wird, eine Krankheit, die es in der heutigen zivilisierten Welt nicht mehr gibt. Das allerdings ist ein Irrtum, denn die Infektionskrankheit ist nach wie vor präsent. Es sind vor allem Fernreisende, die nicht selten den Krankheitserreger mit nach Hause bringen, ohne es zu wissen, und die dann, ohne es zu wollen, viele andere Menschen anstecken können. Millionen Menschen überall auf der Welt stecken sich jedes Jahr mit Typhus an, aber es gibt effektive Maßnahmen, damit es erst gar nicht zur Ansteckung kommt.

    Übertragung durch Salmonellen

    Typhus tritt in zwei verschiedenen Formen auf, aber beide Formen haben nur einen Überträger und der heißt Salmonellen. Unterschieden werden der Paratyphus, eine typhusähnliche Krankheit und der klassische Typhus abdominalis, der Bauchtyphus. Übertragen werden die Salmonellen durch eine sogenannte Schmierinfektion, also entweder durch verunreinigtes Essen oder Wasser. Vor allem für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, für ältere Menschen, kleine Kinder und schwangere Frauen können beide Formen des Typhus sehr gefährlich werden.

    Die Typhus-Symptome

    Bauchtyphus macht sich mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar. Kopf- und Gliederschmerzen gehören zum Krankheitsbild, aber auch hohes Fieber, das bis zu 40° Grad erreichen kann, zudem haben die Betroffenen starke Bauchschmerzen und leiden unter Verstopfung. Wird der Typhus nicht behandelt, dann kommt noch der charakteristische Hautausschlag dazu. Am Rücken, am Bauch und auch auf der Brust zeigen sich sogenannte Roseolen, kleine rötliche Flecken, die an Stecknadelköpfe erinnern. Auf der Zunge bildet sich ein dicker weißer Belag, nur die Zungenspitze und die Ränder färben sich auffallend himbeerrot. Ab der dritten Krankheitswoche kommt dann auch der typische schwere Durchfall dazu.

    Handelt es sich um Paratyphus, dann sind die Symptome ähnlich, aber nicht ganz so ausgeprägt, so steigt zum Beispiel das Fieber selten über 39° Grad.

    Wie wird Typhus behandelt?

    In der Regel wird Typhus mit Antibiotika behandelt, und wenn die Krankheit früh erkannt wird, dann reicht die Behandlung mit Tabletten, um den Krankheitsverlauf zu stoppen. Kommt es zu einem schweren Verlauf der Krankheit, dann wird ein Aufenthalt im Krankenhaus unumgänglich, denn die Antibiotika müssen in Form einer Infusion verabreicht werden. Besonders dann, wenn das Fieber in bedenkliche Höhen steigt, müssen die Patienten in die Klinik und werden dort auf der Intensivstation behandelt.

    Gibt es eine Impfung?

    Gegen Typhus gibt es eine wirksame Impfung. Diese Impfung besteht aus Typhus-Bakterien, die in abgeschwächter Form gespritzt werden, damit der Körper Abwehrstoffe entwickeln kann. Möglich ist aber auch eine Schluckimpfung, die allerdings für Menschen mit Magen- und Darmproblemen oder mit einem geschwächten Immunsystem nicht zu empfehlen ist. Wird mit der Spritze geimpft, dann reicht eine Injektion aus, bei der oralen Impfung muss der Impfstoff dreimal immer im Abstand von zwei Tagen eingenommen werden, um den gewünschten Schutz aufbauen zu können.

    Gibt es Nebenwirkungen?

    Alles, was eine Wirkung hat, das hat bekanntlich auch eine Nebenwirkung und die Impfung gegen Typhus macht da keine Ausnahme. Vor allem nach der Schluckimpfung kann es zu heftigen Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder anderen Problemen im Magen- und Darmtrakt kommen. Wird mittels Spritze gegen Typhus geimpft, dann kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, aber nur in abgeschwächter Form. Müdigkeit gehört zu den Nebenwirkungen, aber auch Muskelschmerzen und eine leicht erhöhte Temperatur gehören zu den Symptomen, die nach einer Typhus-Impfung mit der Spritze auftreten.

    Was sollten Urlauber beachten?

    Wer nach Afrika, nach Südostasien oder auch nach Südamerika reist, sollte kein rohes Obst oder Gemüse verzehren und nur abgepacktes Trinkwasser kaufen. Wichtig ist es auch, sich gründlich die Hände zu waschen. Auf rohe oder nicht ganz durchgegarte Speisen sollte generell verzichtet werden, denn auch dort können Salmonellen lauern, die unter Umständen Typhus auslösen können.

    Bild: © Depositphotos.com / tonyoquias

  • Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Der Tod von Philip Mißfelder schockierte nicht nur das politische Berlin, viele Menschen waren vom Tod des jungen Politikers betroffen. Philip Mißfelder starb an einer Lungenembolie, einer Krankheit, die jedes Jahr 40.000 Menschenleben fordert. Eine Lungenembolie ist deshalb so gefährlich, weil sie sich nicht immer ankündigt, die Ursache ist aber in den meisten Fällen ein Blutgerinnsel, das sich meist im Bein bildet und dann über die Blutbahn in die Lunge wandert.

    Was genau ist eine Lungenembolie?

    Wenn von einer Embolie die Rede ist, dann handelt es sich immer um ein Blutgerinnsel, das an verschiedenen Stellen im Körper auftreten kann. Meist entstehen diese Gerinnsel aber in den Beinen oder im Becken, also in den Venen, die das Blut zum Herzen transportieren. Diese Blutgerinnsel, die auch Thrombosen genannt werden, entstehen meist durch Fremdkörper wie Fett, Fruchtwasser und Luft oder auch durch Gewebeteilchen und Zellen. Kommt es zu einer Lungenembolie, dann wird die Lungenarterie verstopft, und durch diese Blockade gelangt kein mit Sauerstoff angereichertes Blut mehr in die Lungen, und das bedeutet den Tod. Ist nur ein kleineres Gefäß betroffen, dann treten gar keine oder nur sehr geringe Beschwerden auf, wird das Blutgefäß aber komplett verschlossen, dann ist es lebensbedrohlich.

    Die Diagnose Lungenembolie

    Eine Lungenembolie macht sich durch Beschwerden beim Atmen bemerkbar und auch Herzrasen kann ein erstes Anzeichen sein. Nicht selten husten die Betroffenen Blut oder werden bewusstlos, auch schon leichte Schmerzen in der Brust können ein Zeichen für eine beginnende Embolie in der Lunge sein. Grundsätzlich gilt aber: Je größer die Blockade in den Venen ist, umso drastischer und gefährlicher sind auch die Symptome. Dramatisch wird eine Lungenembolie aber immer dann, wenn der Patient das Bewusstsein verliert und wenn es zu einem Kreislaufkollaps kommt, denn dann muss alles sehr schnell gehen.

    Die Ursachen einer Lungenembolie

    Für eine Lungenembolie gibt es verschiedene Ursachen. Eine Geburt kann eine sogenannte Fruchtwasserembolie auslösen, und Fettembolien entstehen häufig im Zusammenhang mit Knochenbrüchen oder auch nach Operationen, in denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde. Ein Mangel an Bewegung kann eine Lungenembolie auslösen, auch wer eine lange Flugreise macht und stundenlang mit angewinkelten Beinen sitzt, der riskiert eine Embolie in der Lungenarterie. Übergewicht kann ebenfalls eine Thrombose mit einer anschließenden Lungenembolie auslösen, und bei vielen Menschen gibt es eine familiäre Veranlagung.

    Wie werden Lungenembolien behandelt?

    Besteht der Verdacht auf eine Lungenembolie, dann muss unverzüglich der Notarzt verständigt werden und der Patient sollte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die erste Maßnahme ist es, den Patienten mit Sauerstoff zu versorgen und ihn leicht erhöht zu lagern. Ist der Patient bewusstlos, dann muss der Kreislauf animiert werden und nicht selten wird ein Beatmungsschlauch eingeführt. Ist der Betroffene wach und orientiert, dann wird ein Mittel gespritzt, das den Kreislauf stabilisiert und den Patienten beruhigt. Dann beginnt die Behandlung mit Medikamenten, die das Gerinnsel auflösen und eine weitere Thrombose verhindern sollen. In der Regel wird Heparin gespritzt, ein Mittel, das sich besonders in Fällen von Lungenembolie bewährt hat. Nach der akuten Behandlung erfolgt dann die eigentliche Therapie, bei der der Betroffene sieben bis zehn Tage lang gerinnungshemmende Medikamente bekommt. Je nach Schwere der Embolie muss diese Therapie über Wochen oder sogar Monate fortgeführt werden. Besteht bei einem Patienten die Gefahr, dass sich wieder eine Thrombose bilden kann, dann kann die Therapie sogar mehrere Jahre dauern. Handelt es sich um eine schwere Form der Lungenembolie, dann muss das Blutgerinnsel mit anderen Mitteln aufgelöst werden. Eine sehr wirksame Therapie bei einer schweren Lungenembolie ist eine Katheter-Behandlung, bei der ein Katheter meist durch die Hüfte oder das Bein bis zur betroffenen Stelle geführt wird, und dann den Thrombus mechanisch zerkleinert, ohne dabei wichtige Blutgefäße zu beschädigen.

    Bild: © Depositphotos.com / Elisanth

  • Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Die Reizblase oder auch hyperaktive Blase kann per Ultraschall oder im Labor nachgewiesen werden. Typisch für die Reizblase ist es, pro Toilettengang nur geringe Harnmengen abzulassen. Auch ein gehäuftes Wasserlassen während der Nacht ist kennzeichnend für eine Reizblase. In der Regel leiden wesentlich mehr Frauen als Männer unter diesem Phänomen.

    Gründe für die Reizblase

    Die Gründe, weshalb es zur Reizblase kommen kann, sind sehr vielschichtig gelagert.

    Hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre

    Die hormonell bedingten Veränderungen im Laufe der Wechseljahre können zum Weichmachen des Bindegewebes beitragen, womit der Beckenboden stark geschwächt wird. Der Blasenschließmuskel verliert so seinen Halt. Senkt sich zusätzlich die Gebärmutter, übt diese Druck auf die Blase auf.

    Aber auch körperliche Veränderungen im Verlaufe einer Schwangerschaft und während der Geburt tragen zu einem Verlust der Straffheit der Blasenmuskulatur bei.

    Häufige Entzündungen der Blase und Stress

    Die Blasenschleimhaut von Personen, die gehäuft an einer Blasenentzündung leiden, reagiert in der Regel äußerst empfindlich. Darüber hinaus tragen stressbedingte nervliche Überreizungen zur Entwicklung einer Reizblase bei. Wird der menschliche Körper ständig überlastet, fällt stets die schwächste Stelle zuerst aus. Bei den meisten Menschen ist dies der Darm, bei vielen jedoch die Blase. Sofern keine baldige Entspannung erfolgt, kommt es zu einer Schließung des Teufelskreises. Jetzt genügt allein der bloße Gedanke an eine nicht vorhandene Toilette und die Katastrophe ist perfekt.

    Wirksame Maßnahmen bei Reizblase

    So umfangreich wie die Ursachen für die Entstehung der Reizblase sind, so vielschichtig kann auch Einfluss auf dieses Phänomen genommen werden. Zur Reduzierung stressbedingter Beschwerden und Entkrampfung der Reizblase können homöopathische Mittel beitragen. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminen des B-Komplexes sowie des Schüssler Salzes Magnesium phosphoricum tragen zur Stärkung der Nerven und allgemeinen Entspannung bei. Magnesium wie auch Vitamine wirken sich positiv auf die Beeinflussung von Übermittlungsproblemen zwischen Blase und Gehirn aus. Eine natürliche Unterstützung erfährt die Blase dabei durch eine Ernährung, welche eine hohe Menge an

    • Bananen
    • Naturreis
    • Nüssen
    • Soja
    • Vollkornprodukten
    • Weizen

    enthält. Zwischendurch dürfen gern Kerbe des steierischen Öl Kürbis geknabbert werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe von zwei Esslöffeln am Tag haben eine stärkende und zugleich beruhigende Wirkung, insbesondere auf die weibliche Reizblase.

    Weitere hilfreiche Maßnahmen bei einer Reizblase

    Eine gereizte Blase lässt sich auch durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besänftigen. Viele von einer Reizblase betroffene Personen neigen dazu, weniger zu trinken und erliegen damit dem Irrglauben, dem Problem der Reizblase Abhilfe zu schaffen. Allerdings erreichen sie damit nur das Gegenteil. Die Blase muss durch die geringere Flüssigkeitszufuhr keine großen Mengen mehr fassen. Dadurch kommt es zur Schrumpfung der Muskelschicht der Blasenwand, woraus ein noch früherer Harndrang resultiert. Bedingt durch den Mangel an Flüssigkeit erfährt der Harn eine höhere Konzentration, die Blasenschleimhaut wird zusätzlich gereizt. Auch Personen, die bislang nicht mehr als 0,35 ml je Kilogramm Körpergewicht zu sich nahmen, sollten in Zukunft zur Stärkung ihrer Blasenmuskulatur ihre pro Tag Trinkmenge stetig steigern. Dass ausreichend getrunken wurde ist daran ersichtlich, wenn sich der Urin blass- bis goldgelb verfärbt.

    Getrunken werden sollten bestenfalls Wasser und Kräutertees. Letztere weisen eine heilende und entkrampfende Wirkung auf die Harnorgane auf. Besonders geeignet sind hier Kräuter wie
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    • Bärentraube
    • Hagebutte
    • Ackerschachtelhalm
    • Goldrute

    Wer sich für das Kraut Goldrute entscheidet, kann eine schnellere Wirksamkeit durch die Verwendung hochdosierter Brausetabletten erzielen. Damit wird der Harndrang vermindert und gleichzeitig die Blase trainiert.

    Gute Ergebnisse können auch durch die zusätzliche Wärmezufuhr erzielt werden. Hierfür wird wahlweise

    • ein feuchtwarmer Wickel
    • eine Wärmflasche
    • ein erhitztes Kirschkernkissen

    auf den Unterleib gelegt. Die Wärme hilft der überforderten Bauchmuskulatur dabei, sich leichter zu entspannen.

    Auf bestimmte Reizstoffe wie zum Beispiel Alkohol, Kaffee, Nikotin und schwarzem Tee sollte bei einer vorliegenden Neigung zur Reizblase unbedingt verzichtet werden. Diese tragen zur weiteren Irritation des ohnehin angeschlagenen Nervensystems bei und sind maßgeblich an der Gefährdung des verbesserten Informationsaustausches zwischen der Blase und dem Gehirn beteiligt.

    Bild: © Depositphotos.com / ruigsantos

  • #Superfoods – Was ist dran an dem Ernährungs-Trend?

    #Superfoods – Was ist dran an dem Ernährungs-Trend?

    Es gibt Fastfood, es gibt Junkfood und neuerdings gibt es auch Superfood. Hinter dem englischsprachigen Begriff verbergen sich Lebensmittel, die angeblich mehr können als herkömmliche. Noch gesünder und noch besser sollen sie sein. Ein weiteres Merkmal: Die meisten Superfoods sind Lebensmittel, von denen der normale Esser noch nie etwas gehört hat. Handelt es sich beim Ernährungs-Trend Superfood also nur um einen Marketing-Gag der Lebensmittel-Industrie oder halten die Superhelden unter den Nahrungsmitteln auch wirklich, was sie versprechen?

    Als Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die als die „Besten der Besten“ gelten. Klingt komisch? Ist es irgendwie auch. Scheinbar über Nacht traten sie auf den (Speise-)Plan und gelten nun als unverzichtbar für Leute, die sich gesund und bewusst ernähren wollen. Doch was halten Experten von den Wunder-Lebensmitteln? Sind sie wirklich so viel gesünder und besser oder wird mit dem Begriff „Superfood“ lediglich die Werbetrommel gerührt?

    Wer sich im Internet auf die Suche nach Superfoods macht, stößt immer wieder auf Geschichten, die beteuern, dass Völker in den entferntesten Ecken der Welt kerngesund sind, weil sie seit Jahrtausenden eine bestimmte Frucht – ein Superfood – essen. An sich klingen diese Storys immer plausibel. Ernährungsexperten, die die Wirkung der gesunden Lebensmittel nicht in Frage stellen wollen, betonen aber auch immer, dass andere Faktoren wie die allgemeine Lebensweise dieser Völker und die sonstige Ernährung außen vor gelassen werden. Beim Verbraucher entsteht der Eindruck, dass einzig der Verzehr der Superfoods ausreicht, um ewig jung und gesund zu bleiben. Das ist natürlich ein gewaltiger Trugschluss.

    Wie gesund sind Superfoods?

    Das bedeutet aber nicht, dass Superfoods eine einzige Mogelpackung sind. Tatsächlich sind viele Früchte, Getreide und andere Nahrungsmittel, die das Prädikat „Superfood“ verliehen bekommen haben, überaus gesund und reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Doch Vorsicht! Nicht überall, wo „Superfood“ drauf steht, ist auch ein Superfood drin. Die Lebensmittelbranche hat den Begriff und seine positive Wirkung auf die Konsumenten längst für sich entdeckt.

    Um zu einem Superfood zu werden, muss ein Nahrungsmittel folgende Eigenschaften mitbringen:

    • Der Nährstoffgehalt ist deutlich höher als bei herkömmlichen Lebensmitteln
    • Das Produkt ist möglichst naturbelassen und stammt nach Möglichkeit aus biologischem Anbau oder Wildwuchs
    • Ein Superfood ist ein eigenständiges Lebensmittel, das auch einzeln verzehrt werden kann

    Eine Mogelpackung erkennt man oft an folgenden Aussagen:

    Superfoods müssen…

    … teuer sein
    … lecker schmecken
    … aus tropischen Regionen stammen

    Trägt ein Superfood seinen Namen zu Recht, können Sie davon ausgehen, dass es auch wirklich überaus gesund ist. Experten betrachten die Lebensmittel mit dem gewissen Etwas längst als Medizin, die zum Beispiel beim Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. Das liegt an einer ganz bestimmten Eigenschaft der Superfoods: Sie wirken antioxidativ und sind in der Lage, freie Radikale im Körper einzufangen. Das wiederum spielt nicht nur beim Kampf gegen Krebs eine große Rolle, sondern wird auch im Alltag spürbar.

    Wer häufig Superfoods isst, wird schon bald merken, wie gut das dem Körper und dem Befinden tut. Wichtig ist, dass Sie Superfoods fest in Ihrem Speiseplan aufnehmen – das heißt: regelmäßig und in umfangreichen Mengen verzehren. Wer lediglich hin und wieder mal ein paar Goji-Beeren oder eine Hand voll Kürbiskerne isst, wird dadurch seine Gesundheit nicht langfristig beeinflussen können. Neben dem regelmäßigen Verzehr der Superfoods ist außerdem wichtig, dass Sie auch sonst auf einen gesunden Lebensstil achten. Das bedeutet: Viel Schlaf und Bewegung, wenig Nikotin und Alkohol, Vermeiden von Stress und eine Extra-Portion Sonnenlicht.

    20 Superfoods, die nicht auf Ihrem Speiseplan fehlen dürfen

    Heimische Superfoods Exotische Superfoods
    Brokkoli Papaya
    Spinat Goji-Beeren
    Basilikum Granatapfel
    Kohlgemüse Shiitake-Pilze
    Heidelbeeren Acerola-Kirsche
    Kürbiskerne Ingwer
    Rohes Sauerkraut Avocado
    Traubenkerne Curcuma
    Schwarze und rote Johannisbeeren Chia-Samen
    Radieschen Kokosnuss

    Wie Sie sehen, sind Superfoods sehr vielseitig. Sie müssen nicht erst in den Amazonas-Dschungel reisen, um eines dieser besonderen Lebensmittel zu finden. Oft reicht auch schon der Gang auf den Markt, bei dem frische, regionale Produkte angeboten werden.

    Bild: © Depositphotos.com / nupix

  • Schmerzen im Knie – Ursachen und Behandlung

    Schmerzen im Knie – Ursachen und Behandlung

    Das Treppengehen fällt schwer. Jede Bewegung, welche mit Streckung oder Beugung zu tun hat, wird zunehmend zur Qual. Das dabei auftretende stechende, ziehende oder auch brennende Gefühl strahlt vom Knie in Ober- und Unterschenkel aus.

    Schmerzen im Knie – Sie haben unterschiedliche Gründe und müssen demnach eine jeweils anders gelagerte medizinische Behandlung erfahren. Im leichtesten Fall verbergen sich hinter Knieschmerzen hartnäckige Verspannungen der umliegenden Muskelregionen. Auch eine kurzfristige Überbelastung (zum Beispiel: ungewohntes Heben schwerer Gegenstände oder ruckartige Bewegungen) kann zu kurzzeitigen Schmerzen im Knie führen.

    Schmerzen im Knie – wiederkehrende Pein bis hin zum chronischen Dauerschmerz

    Klingen Knieschmerzen nach drei Tagen nicht von selbst wieder ab, sollte ein Arztbesuch folgen. Denn hinter anhaltenden bohrenden Beschwerden im Kniebereich kann mitunter eine eventuell schleichende Erkrankung des Bewegungsapparates stecken. Auch vererbte Fehlbildungen des Knochen-, Sehnen-, Muskelbereichs stehen unter Verdacht solche dauerhaften Schmerzattacken auszulösen.

    Die bekanntesten Schmerz-Auslöser sind:

    • Verletzungen des Knies durch Stürze, Prellungen, Gewalteinwirkung
    • Infektionen, welche durch Verletzungen entstehen (unsaubere Wunden etc.)
    • Kniescheibenfehlentwicklung
    • Sehnen-, Bänderüberdehnungen oder auch Abrisse
    • Schleimbeutelentzündungen aufgrund einer wiederholten Fehl- oder Überbelastung
    • Krankhafte Knorpel- oder Knochenveränderungen
    • Entzündliche Prozesse (Arthrose oder Rheuma)
    • Stoffwechsel- oder Bluterkrankungen

    Schmerzen im Knie – Die richtige Diagnosestellung

    Bevor der Schmerz anfängt uns den wohlverdienten Schlaf zu rauben, sollten wir mit einem Orthopäden unseres Vertrauens über unsere Dauerbeschwerden sprechen. Anhand eines aufschlussreichen Fragenkatalogs, einer Röntgenaufzeichnung und einer Blutwerterhebung geht der Arzt der Schmerzursache auf den Grund. Und wird meistens recht schnell fündig! Ist der Auslöser entlarvt, die Diagnose gestellt, kann nun eine erfolgversprechende Therapie eingeleitet werden. Bekannte Therapieformen hierbei sind:

    • Krankengymnastik
    • Reizstromtherapie
    • Wärme- oder Kältetherapie
    • Akkupunktur
    • Ultraschallbehandlung

    sowie

    eine gezielte medikamentöse Behandlung oder spezielle Kurmaßnahmen!

    Sind die zu behandelnden Knieschmerzen infektiöser Natur, werden in der Regel Antibiotika in Kombination mit entzündungshemmenden, auch schmerzlindernden Medikamenten verabreicht.

    Rheumatische Erkrankungen gehören hingegen ausschließlich in die Hände eines Spezialisten. Eines anerkannten Rheumatologen! Dieser wird anhand der bereits gestellten Diagnose weitere Tests durchführen und ein speziell auf uns abgestimmtes Programm zu entwickeln. Wichtig bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind Kontrollen. Diese sollten in regelmäßigen Abständen erfolgen, da Rheuma mitunter auch unsere inneren Organe (Nieren, Herz etc.) angreifen kann.

    Info: Erleichterung bei Schmerzen im Knie verschaffen unter anderem auch orthopädisches Schuhwerk und Bandagen. Für einen besseren Halt und Gangsicherheit sorgt der altbewährte Gehstock. Die Kosten für diese „Hilfsmittel“ werden häufig von der Krankenkasse übernommen. Eine Verschreibung durch den Arzt sollte vorher erfolgen!

    Schmerzen im Knie – Hausmittel, Selbsthilfe und Lebensfreude

    Was kann ich aber nun selbst (neben meiner ärztlich verordneten Therapie) tun, um schmerzfreier durchs Leben zu gehen und meine Lebensfreude zu stärken?

    „Lachen ist die beste Therapie“, sagt ein altes, aber dennoch nicht weniger wahres Sprichwort.

    Jede Art von positiver Ablenkung wirkt entspannend auf unser gestresstes Schmerzzentrum, welchem wir nun einmal diesen lästigen Dauerschmerz zu verdanken haben. Dennoch ist es gut und „gesund“ Schmerzen zu empfinden. Sie sind Warnsignale, zeigen auf, wenn etwas mit uns nicht stimmt. Menschen ohne Schmerzempfinden (krankhaft bedingt) erleiden wesentlich häufiger Knochenbrüche und erleiden – ohne, dass sie es fühlen – teilweise lebensbedrohliche Verletzungen. Dies soll kein Lob auf unseren Peiniger „den Schmerz“ sein, dies soll uns nur bewusst machen, dass Schmerz in gewissem Sinne lebensnotwendig ist und uns sogar vor Schlimmerem bewahren kann.

    Unser Schmerzzentrum reagiert auf Außenreize. Musik, Lachen, Freude, ein schöner Film, feine Gerüche (Duftkerzen, Blumen, Parfum…), nette Gesellschaft, das Gefühl der Geborgenheit. All jene empathischen Dinge entfachen Lebensfreude, beruhigen unsere Nerven (beeinflussen somit auch das Schmerzempfinden), tragen zu Harmonie und Balance im entscheidenden Maß bei. Die Schmerzen im Knie werden natürlich gedämpft, die Selbstheilungskräfte mobilisiert und wir atmen dauerhaft auf!

    Bild: © Depositphotos.com / wacpan