Schlagwort: Schlaf

  • Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Jeder kennt das Gefühl, wenn die Hand „eingeschlafen“ ist und kaum jemand misst dem Kribbeln und dem Taubheitsgefühl Bedeutung bei. In den allermeisten Fällen ist dieses Gefühl auch harmlos, aber es kann auch ein Zeichen für das sogenannte Karpaltunnelsyndrom sein. Vor allem wenn das Kribbeln und das Gefühl die Hand sei taub, wiederholt und auch nachts auftritt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich tatsächlich um ein Karpaltunnelsyndrom handelt. Wenn das der Fall ist, dann muss dieses Syndrom auch behandelt werden, passiert das nicht, dann droht im schlimmsten Fall Muskelschwund.

    Was genau ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Genau genommen ist der Karpaltunnel kein Tunnel, sondern eine Art Kanal im Handgelenk, durch den die Nerven, Sehnen und Bänder verlaufen. Wenn es besonders in der Nacht zu einem Kribbeln oder zu einem tauben Gefühl in der Hand kommt, dann ist in der Regel der Mittelarmnerv eingeklemmt, der Nervus medianus. So kommt es zu Gefühlsstörungen, die sich vor allem am Daumen, aber auch am Mittel- und Zeigefinger bemerkbar machen. Ein Karpaltunnelsyndrom wird im frühen Stadium kaum wahrgenommen, aber wenn die Gefühlsstörungen in regelmäßigen Abständen auftreten, dann ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Zu den Symptomen eines Karpaltunnelsyndroms gehören:

    • Kribbeln in den Fingern, das in den Arm ausstrahlt
    • Bewegungsschmerzen in der Hand, die an einen elektrischen Schlag erinnern
    • Gefühllosigkeit im Daumen sowie im Zeige- und Mittelfinger
    • Die Feinmotorik der Hand ist eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden
    • Der Daumenballen bildet sich zurück

    Welche Ursachen hat das Karpaltunnelsyndrom?

    Für das Karpaltunnelsyndrom gibt es viele verschiedene Ursachen. Eine einseitige Belastung, wie sie bei der Haus- und Gartenarbeit häufig auftritt, kann ein Karpaltunnelsyndrom auslösen, aber auch eine abgeknickte Haltung der Hand bei der Arbeit am PC oder beim Sport kann die Ursache sein. Viele knicken oder klemmen im Schlaf die Hand ein und durch die so entstehende Durchblutungsstörung kann sich ein Karpaltunnelsyndrom bilden. Möglich sind aber auch hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft. Krankheiten wie Rheuma, eine Überfunktion der Schilddrüse, eine Nierenschwäche und Diabetes stehen ebenso im Verdacht, ein Karpaltunnelsyndrom auszulösen. Sehr selten ist auch eine genetische Vererbung möglich, in diesem Fall spricht die Medizin von einer erblichen Disposition.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn die Beschwerden immer wiederkehren und nicht nur in der Nacht, sondern vermehrt auch am Tag auftreten, dann ist es immer sinnvoll einen Arzt aufzusuchen und sich neurologisch behandeln zu lassen. Wird das Karpaltunnelsyndrom früh erkannt und ist noch nicht so stark ausgeprägt, dann kann es helfen, eine Schiene zu tragen. Außerdem kann eine kurzfristige Therapie mit Kortison verhindern, dass der betroffenen Nerv noch weiteren Schaden nimmt. Wenn weder die Schiene noch das Kortison helfen die Beschwerden zu lindern, dann ist eine Operation der letzte Ausweg. Der Eingriff kann in der Regel ambulant und endoskopisch durchgeführt werden. Das Ziel der Operation ist es, dem beschädigten Nerv in der Mittelhand mehr Platz zu verschaffen und den Druck von den Bändern und Sehnen zu nehmen. Nach der OP empfiehlt sich eine Physiotherapie, die individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt wird.

    Was passiert, wenn das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt wird?

    Wer die beschrieben Symptome hat, sie aber auf Dauer ignoriert, der wird starke Schmerzen bekommen und diese Schmerzen beschränken sich eines Tages nicht mehr nur auf die Hand. Sie strahlen vielmehr auf alle Finger, auf den Arm und schließlich in die Schulter- und Nackenregion aus. Wird das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt, dann werden die Muskeln der Hand immer schwächer und der Betroffene kann die Hand immer weniger benutzen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zum Muskelschwund in der Hand, der schließlich chronisch wird und sich auch durch eine Operation nicht mehr beheben lässt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightpoet

  • Oberschenkelhalsbruch – die Fraktur der Senioren

    Oberschenkelhalsbruch – die Fraktur der Senioren

    Der demografische Wandel sorgt dafür, dass immer mehr Menschen immer älter werden. Mit zunehmendem Alter steigt aber auch die Gefahr, dass es zu einem Oberschenkelhalsbruch kommt, und Gesundheitsexperten schätzen, dass die sogenannte Schenkelhalsfraktur oder Femurhalsfraktur in Zukunft die am häufigsten vorkommende Fraktur sein wird. Es sind besonders ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr, bei denen der Hals des Oberschenkels bricht, und selbst wenn diese Fraktur heute sehr gut behandelt werden kann, leiden viele Betroffene nicht selten für den Rest ihres Lebens unter dieser Verletzung.

    Wie kommt es zu einem Oberschenkelhalsbruch?

    Jedes Jahr kommt es in Deutschland bei 600 bis 900 von 100.000 Menschen zu einem Oberschenkelhalsbruch, wobei besonders Frauen häufig betroffen sind. Bei den Senioren über 65 ist die Schenkelhalsfraktur sogar der häufigste Grund für einen Aufenthalt in einem Krankenhaus. Die meisten Oberschenkelhalsbrüche entstehen bei Stürzen im häuslichen Bereich. Die Betroffenen fallen entweder auf die Hüfte oder direkt auf den Oberschenkel und da viele ältere Menschen eine zu geringe Knochendichte haben, bricht der Oberschenkelhals besonders leicht. Oft reicht aber auch schon ein Stolpern, zum Beispiel über den Teppichrand oder ein Stoß gegen die Tischkante aus und der Oberschenkelhals wird so verdreht, bis er bricht. Unter Ärzten wird der Oberschenkelhalsbruch auch der „Viertel-vor-Drei-Bruch“ genannt, denn viele Senioren sind schlaftrunken, wenn sie nachts zur Toilette müssen, und damit steigt die Gefahr, zu stürzen.

    Wie werden Oberschenkelhalsbrüche behandelt?

    Kommt es bei älteren Menschen zu einem Oberschenkelhalsbruch, dann ist Eile geboten, denn der Bruch muss so schnell wie möglich stabilisiert werden. Welche Therapie infrage kommt, das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Art des Bruchs spielt in diesem Zusammenhang eine ebenso wichtige Rolle wie auch der gesundheitliche Zustand der Patienten. Während früher eine Ruhigstellung die einzige Therapie war, werden die Frakturen heute in der Regel operiert. Die Ärzte können sich dabei für eine hüfterhaltende oder eine hüftkopfersetzende Operation entscheiden. Auch hier spielen der gesundheitliche Zustand, die Form des Bruchs und das Alter des Patienten eine wichtige Rolle. Fällt die Entscheidung für ein hüfterhaltendes Verfahren, dann wird der Oberschenkelhalsbruch mithilfe von Platten und Schrauben fixiert, kommt es zu einer hüftkopfersetzenden Operation, dann bekommt der Patient eine Hüftprothese.

    Die Therapie nach der Operation

    Mit einem operativen Eingriff alleine ist es leider nicht getan, denn die Patienten müssen danach wieder für den Alltag fit gemacht werden. In den meisten Fällen beginnt schon wenige Tage nach der Operation eine gezielte Krankengymnastik, die auch nach dem Aufenthalt im Krankenhaus ambulant fortgesetzt werden muss. Die Anschlussbehandlungen dienen vor allem dazu, dass die Patienten wieder zu Kräften kommen, ihre Beweglichkeit trainieren und besser koordinieren können. Neben der Arbeit mit einem Physiotherapeuten sollten die Senioren die Übungen dann auch zu Hause machen.

    Welche Risiken birgt ein Oberschenkelhalsbruch?

    Das größte Risiko bei einem Oberschenkelhalsbruch ist das oftmals hohe Alter der Patienten. Auch der oft schlechte Gesundheitszustand macht es nicht immer einfach einen Oberschenkelhalsbruch so zu therapieren, wie es eigentlich notwendig wäre. Wird der Patient mit einer konservativen Therapie, also ohne OP behandelt, dann besteht die große Gefahr, dass das Knochenende verrutscht und letztendlich doch eine Operation durchgeführt werden muss. Ein anderes Risiko ist, dass der Hüftkopf abstirbt und im Rahmen einer OP durch eine Prothese ersetzt werden muss. Wird der Hüftkopf ersetzt, dann besteht die Gefahr, dass es zu einem Riss oder zu einem Bruch des Oberschenkel-Knochenschafts kommt, wenn die Prothese verrutscht oder sich lockern sollte, dann kann das für ältere Patienten schmerzhaft werden und zu einer langen Bettlägerigkeit führen. Dazu kommen Risiken wie Blutergüsse, Verletzungen der Nerven, Infektionen und Nachblutungen oder auch gefährliche Thrombosen. Diese Risiken gibt es zwar bei jedem operativen Eingriff, aber bei älteren Patienten können sie besonders gravierend sein.

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  • Depressionen begegnen

    Depressionen begegnen

    Hunderttausende Menschen in Deutschland verlieren jedes Jahr einen geliebten Menschen. Urplötzlich ist nichts mehr so, wie es einst war. Der gesamte Alltag gerät aus den Fugen. Zahlreiche Hinterbliebene werden von Angst und Verzweiflung überwältigt. Wer nicht gut mit dieser Situation zurechtkommt, läuft Gefahr, in eine Depression zu verfallen. Aus dieser führt in der Regel allein und ohne fremde Hilfe kaum ein Weg heraus.

    Diese Hilfe sollte also bewusst in Anspruch genommen werden. Dazu zählen ärztliche Behandlungen genauso wie Lebenshilfegruppen. In diesen Gruppengesprächen machen Betroffene die Erfahrung, dass sie mit ihrer Krankheit nicht alleine sind, tauschen sich über ihre Probleme aus und machen sich gegenseitig Mut. Gemeinsam lässt sich ein Weg aus der Krise finden.

    Bevor hier mögliche Gesprächspartner genannt werden, sollte zuerst geklärt werden, wie Depressionen erkannt werden können, denn die Erkenntnis und Akzeptanz der Erkrankung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Hilfe und Heilung.

    Wie kann eine Depression erkannt werden?

    Depressionen gehen in der Regel mit bestimmten Symptomen einher, die sich relativ klar von einer einfachen Niedergeschlagenheit abgrenzen lassen. Im Allgemeinen klagen Patienten bei einem Arztbesuch nicht über depressive Verstimmungen, sondern über körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Schlaf- und Appetitlosigkeit. Daher wünschen sich die Patienten von ihrem Arzt des Öfteren auch Schmerz- oder Schlafmittel.

    Neben körperlicher Veränderungen können bei Personen mit einer Depression auch Verhaltensveränderungen festgestellt werden. Nicht selten nehmen diese Menschen Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, innere Leere, Schuldgefühle und Verzweiflung wahr. Negative Denkmuster und eine pessimistische Lebenseinstellung beherrschen den Alltag.

    Bedingt durch das veränderte Verhalten werden Hobbys eingestellt und soziale Kontakte vernachlässigt. Einer beruflichen Tätigkeit kann im Allgemeinen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgegangen werden. In den meisten Fällen ziehen sich von Depressionen betroffene Menschen in ihr Bett zurück. Beim Sprechen ist eine leise, monotone Stimmlage auffällig. Mimik und Gestik wirken wie erstarrt.

    Die Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen

    In der Schulmedizin werden Depressionen mithilfe von Medikamenten durch die Gabe von Antidepressiva und einer ergänzenden Psychotherapie behandelt. Hier wird insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie mit Erfolg eingesetzt. Nicht selten werden beide Therapieformen auch miteinander kombiniert.

    Ein weiteres erfolgsversprechendes Verfahren in der Behandlung von Depressionen besteht in der Lichttherapie. Diese Therapieform kommt überwiegend bei so genannten Winterdepressionen zum Einsatz. Durch eine starke Lichtquelle soll der Melatoninhaushalt ausgeglichen werden.

    Mit Glück gegen negative Gedanken

    Was viele Menschen nicht wissen: Glück kann man sich antrainieren. Es sind die vielen kleinen Dinge im Leben, die einander Freude bereiten und in der Summe jeden Tag mit Farbe füllen. Eines der Hauptgesetze, das sich in beinahe allen Weltreligionen findet, ist das Prinzip der Resonanz. Tue Gutes und dir wird Gutes widerfahren.

    Der Tiefpunkt im Leben kann auch der Anstoß sein, den man braucht, um sich selbst Wünsche und Träume zu erfüllen, die bisher womöglich auf der Strecke geblieben sind. Schließt sich eine Tür, tut sich bekanntlich eine andere auf.

    Das wichtigste im Leben ist jedoch ein soziales Umfeld, eine Gruppe, in der man sich geborgen fühlt und in der Menschen füreinander einstehen. In Zeiten der Depression bedeutet das Gefühl, nicht alleine zu sein, Hoffnung. Viele Menschen finden diese Verbundenheit in religiösen Gemeinschaften wie der Gralsbewegung.

    Bild: © Depositphotos.com / ikurucan

  • Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – das ist der Albtraum aller Eltern. Sie fürchten sich davor, am Morgen ihr Kind tot in seinem Bettchen zu finden und dann mit dem quälenden Gefühl leben zu müssen, nicht auf ihr Kind aufgepasst zu haben. Über 100 Kinder sterben jedes Jahr am plötzlichen Kindstod, und die Ursachen für dieses Phänomen sind noch immer nicht restlos geklärt. Zwar gehen die Zahlen stetig zurück, aber die Angst vieler Eltern ist nach wie vor präsent. Was können Eltern tun, um einen plötzlichen Kindstod zu verhindern, und gibt es überhaupt geeignete Gegenmaßnahmen?

    Plötzlicher Kindstod – die Ursachen

    Immer dann, wenn ein gesundes und unauffälliges Kleinkind plötzlich ohne erkennbare Ursachen verstirbt, dann sprechen Mediziner vom Sudden Infant Death Syndrome, dem plötzlichen Kindstod. In den meisten Fällen tritt ein plötzlicher Kindstod zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensmonat auf, wobei Jungen deutlich öfter betroffen sind als Mädchen. Eine eindeutige Ursache für den plötzlichen Tod eines Babys gibt es nicht, aber Ärzte sind der Meinung, dass es verschiedene Faktoren gibt, die zusammenkommen und den plötzlichen Tod eines Kindes auslösen. Eine dieser Ursache könnte die Unreife der Atemorgane sein, aber auch ein sehr tiefer Schlaf des Kindes kann zu einem Atemstillstand führen. Herzmuskelentzündungen oder auch plötzliche Herzrhythmusstörungen stehen im Verdacht, für den plötzlichen Kindstod verantwortlich zu sein.

    Plötzlicher Kindstod – Welche Risikofaktoren gibt es?

    In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Wissenschaft sehr intensiv mit dem Thema plötzlicher Kindstod beschäftigt und konnte eine Reihe von Risikofaktoren aufdecken. So sollten die Eltern eine Überwärmung vermeiden und ihre Kinder nicht zu warm zudecken. Plötzlicher Kindstod kann auch durch die Rückenlage des Kindes ausgelöst werden, und auch Mütter die rauchen, setzen ihre Kinder einem höheren Risiko aus. Zusammengefasst sollten Eltern die 3-R-Regel befolgen:

    • Rauchfrei leben
    • Richtig zudecken
    • Rückenlage

    In früheren Zeiten war die Rückenlage bei schlafenden Babys nicht sonderlich beliebt, denn es bestand angeblich die Gefahr, dass das Kind Erbrochenes in die Luftröhre bekommt und so daran ersticken konnte. Diese Gefahr wurde eindeutig widerlegt, und seitdem die Kinder wieder auf den Rücken gelegt werden, sind die Fälle von plötzlichem Kindstod um rund 80 % zurückgegangen. Eltern sollten ihren Nachwuchs nur von Zeit zu Zeit auf den Bauch drehen, damit die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Das Kind sollte in der Bauchlage aber beobachtet werden und nicht in dieser Lage einschlafen.

    Schlafsack statt Decke

    Wird das Kind zu warm eingepackt, dann steigt ebenfalls das Risiko für einen plötzlichen Kindstod, aber eine Decke birgt noch andere Gefahren. Eine warme Decke, zum Beispiel ein Federbett, kann zu Überwärmung und in der Folge zu einem Atemrückstau führen. Die bessere Wahl ist ein Schlafsack, in dem das Kind sicher und nicht zu warm liegt. Eltern sollten beim Kauf eines Schlafsacks aber immer darauf achten, dass der Halsumfang nicht größer ist als der kindliche Kopf, denn sonst kann es passieren, dass das Baby herausrutscht. Die passende Länge des Schlafsacks berechnet sich aus der Körpergröße des Kindes minus Kopflänge. Der Schlafsack sollte zudem 15 cm länger als das Kind sein, damit es ausreichend Platz zum Strampeln hat.

    Das Bett sollte spartanisch sein

    Ein plötzlicher Kindstod kann auch durch ein zu voll gepacktes Bett ausgelöst werden, daher sollte das Bettchen eher spartanisch eingerichtet werden. Eine feste aber immer luftdurchlässige Matratze gehört ins Kinderbett, aber auf ein Kopfkissen und eine wärmende Fellunterlage sollte verzichtet werden. Die sogenannten Nestchen sind ebenfalls keine gute Wahl und auch Kuscheltiere, deren Fasern die Atemwege des Kindes verstopfen können, haben im Babybett nichts zu suchen. Im ersten Lebensjahr sollte das Kind im Schlafzimmer der Eltern schlafen, allerdings nicht im elterlichen Bett. Ein plötzlicher Kindstod kann auch dann auftreten, wenn Eltern und Kinder sich das Bett teilen.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

  • Ständige Müdigkeit – normal oder bedenklich?

    Ständige Müdigkeit – normal oder bedenklich?

    Besonders zum Start in die neue Woche sind viele Menschen davon betroffen: Müdigkeit sorgt für schlechte Laune und mangelnde Konzentration. Vor allem am Arbeitsplatz kann das zu großen Schwierigkeiten führen. Doch auch wenn der Alltag von einer ständigen Müdigkeit bestimmt wird, bringt das langfristige Folgen mit sich. Diese reichen von der Gesundheit bis hin zum sozialen Umfeld. Denn eines steht fest: Wer müde ist, kann sein Leben nicht in vollen Zügen genießen.

    Was für die einen ein Zeichen für mangelnden Schlaf ist, ist für die anderen ein Vorbote für schwere Krankheiten. Müdigkeit – besonders wenn sie sehr häufig auftritt – ist in jedem Fall ein Warnsignal des Körpers, das es zu beachten gilt. Ein Grund zur Panik ist es hingegen erst einmal nicht.

    Generell stimmt es, dass Müdigkeit die Reaktion des Körpers auf Schlafmangel ist. Müdigkeit ist ein Schutzmechanismus. Das Bedürfnis, zu schlafen, sorgt dafür, dass wir uns nicht überanstrengen und regelmäßige Ruhephasen einlegen. Wäre der Mensch niemals müde, würde er wahrscheinlich nie schlafen und an Erschöpfung sterben. Wer also regelmäßig schläft und sich Ruhe gönnt, wirkt der Müdigkeit entgegen.

    Bedenklich wird es erst, wenn die Müdigkeit öfter auftritt oder sogar chronisch wird. In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass sie ein Symptom für eine Mangelerscheinung oder Krankheit ist. Wenn Sie bemerken, dass Sie überdurchschnittlich oft müde sind, sollten Sie sich auf jeden Fall an Ihren Hausarzt werden.

    Gründe für ständige Müdigkeit sind unter anderem

    • Schlafapnoe
    • Eisen-Mangel
    • Vitamin-Mangel
    • Depressionen
    • Krebs
    • Andere Erkrankungen

    Um herauszufinden, was der Grund für Ihre Müdigkeit ist, sollten Sie sich umfangreich untersuchen lassen. Wenn eine Mangelerscheinung festgestellt wird, hilft häufig schon die Umstellung der Ernährung, um Ihrem Leben wieder mehr Schwung zu verleihen. Wenn eine Krankheit aufgrund ständiger Müdigkeit diagnostiziert wurde, sind andere Schritte nötig.

    Wichtig bei der Frage, ob die Müdigkeit normal oder besorgniserregend ist, ist Ihr persönliches Empfinden. Solang Sie selbst Ihre Müdigkeit als verständnisvoll empfinden (weil Sie zum Beispiel mal wieder nachts um die Häuser gezogen sind oder einen anstrengenden Tag hatten), besteht kein Grund zur Besorgnis. Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre Müdigkeit als anstrengend empfinden und sich dabei nicht wohlfühlen. In diesem Fall sollten Sie sich vorsichtshalber an einen Arzt werden.

    Was hilft gegen ständige Müdigkeit?

    Um ein Problem zu lösen, ist es immer wichtig, die Ursache herauszufinden. Versuchen Sie daher, festzustellen, ob Ihre Müdigkeit eine Folge von Schlafmangel, Stress, Nährstoffmangel oder Krankhit ist. Danach wird es Ihnen leichter fallen, das Gefühl der ständigen Erschöpfung zu behandeln.

    Übrigens muss Müdigkeit nicht immer nur eine Folge von Schlafmangel sein. Auch eine „Extra-Portion“ Schlaf kann dazu führen, dass Ihr Körper schnell erschöpft ist. Zu viel Schlaf sorgt dafür, dass er mit den alltäglichen Anforderungen überfordert ist und mit Müdigkeit reagiert.

    Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihre Schlafdauer in gesundem Maße regulieren. Experten sind sich einig, dass sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht ausreichend sind.

    Darüber hinaus hilft auch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung gegen Müdigkeit. Besonders wichtig: Obst, Gemüse, Wasser und ballaststoffreiche Kost. Dieser Mix sorgt für die ideale Vitalisierung Ihres Körpers und versorgt Sie mit ausreichend Vitaminen, Nährstoffen und Energie.
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    Auch ein „eingeschlafener“ Kreislauf kann der Ausschlag für Ihre Müdigkeit sein. Daher gilt: Bringen Sie ihn in Schwung. Eine kalte Dusche am Morgen oder eine Sport-Einheit vor der Arbeit wirken wahre Wunder.

    Weitere Maßnahmen gegen Müdigkeit:

    • Regelmäßige Entspannungs- und Ruhephasen über den Tag verteilt
    • Frische Luft
    • Sonnenlicht
    • (schwungvolle) Musik, die zum Mitsingen und Tanzen animiert
    • Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke

    Ständige Müdigkeit beeinflusst das komplette Leben. Darum sollten Sie sie auf keinen Fall missachten. Oft helfen schon kleine Tricks wie eine kalte Dusche oder ein Spaziergang an der frischen Luft, um richtig wach zu werden. Lässt sich die Müdigkeit absolut nicht bekämpfen, könnte sie ein Anzeichen für eine Krankheit sein. In diesem Fall sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Schlechter Schlaf – riskant wie Rauchen / Schlafprobleme verdoppeln das Herzinfarktrisiko

    Baierbrunn (ots) – Schlafstörungen sollten viel ernster genommen werden, mahnen Forscher der Universität Nowosibirsk (Russland). In einer Studie mit 657 Männern zwischen 25 und 64 Jahren, die noch nie einen Herzinfarkt erlitten hatten, fanden sie heraus, dass deutliche Schlafprobleme das Infarkt-Risiko verdoppelten, berichtet die „Apotheken Umschau“. Die Wissenschaftler dokumentierten über 14 Jahre hinweg Schlafqualität und Herzgesundheit der Teilnehmer. Nun schlagen sie vor, Schlafstörungen zu den bisherigen Risikofaktoren Rauchen, wenig Bewegung und ungesunde Ernährung hinzuzufügen.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3103728