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  • Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    In der 13. SSW beginnt der vierte Schwangerschaftsmonat und für die Mutter damit eine ruhige Phase der Schwangerschaft. Das Kind ist jetzt elf Wochen alt und es ist in der 13. SSW überwiegend mit Wachsen beschäftigt, aber auch die inneren Organe entwickeln sich nach und nach. Die meisten Mütter genießen die Schwangerschaft zu dieser Zeit, denn in der SSW 13 gehören Beschwerden wie ständige Müdigkeit, morgendliches Erbrechen, starker Harndruck und Übelkeit der Vergangenheit an. In der 13. Schwangerschaftswoche ist der Bauch als Bäuchlein erkennbar und deshalb nutzen viele Frauen diese Phase der Schwangerschaft, um noch einmal einen Strandurlaub zu genießen.

    Was macht das Baby in der 13. SSW?

    In der 13. SSW liegt die Größe des Babys zwischen sechs und sieben Zentimetern und es wiegt zwischen 18 und 23 Gramm. Was macht das Baby in der 13. SSW? Die Antwort ist einfach und lautet wachsen, wachsen und noch einmal wachsen. Aber auch das Skelett, die Muskeln und die Organe reifen und das Kind bekommt zum ersten Mal so etwas wie Proportionen. Die Ultraschallbilder in der 13. SSW zeigen ganz deutlich, dass sich der Körper und der Kopf immer mehr angleichen und Eltern, die eine Video Entwicklung in der 13. SSW sehen, können schon einen kleinen Menschen erkennen.

    Der Darm des Babys nimmt in der 13. SSW seine Arbeit auf und das Kind hat zum ersten Mal Stuhlgang. Auch die Bauchspeicheldrüse hat ihre Tätigkeit schon aufgenommen und produziert Insulin. In der 13. SSW verwandeln sich die Skelett-Knorpel langsam in Knochen, aber die eigentliche Verknöcherung des kompletten Skeletts wird erst weit nach der Geburt des Kindes im Teenageralter abgeschlossen sein. Vor allem bei den langen Röhrenknochen der unteren und der oberen Extremitäten beginnt das Wachstum in der Mitte des Knochens und setzt sich dann zu den Knochenenden fort. Erst wenn dieser so wichtige Prozess beendet ist, dann ist das Längenwachstum eines Menschen vollständig abgeschlossen.

    Der Schädelknochen ist in der 13. SSW zwar schon vorhanden, zusammenwachsen wird dieser Knochen aber erst im ersten Lebensjahr. Einer der Gründe liegt im Gehirn, das jetzt noch sehr viel Platz zum Wachsen braucht, ein anderer Grund ist, dass eine natürliche Geburt überhaupt nicht möglich wäre, wenn die Struktur des Schädels nicht flexibel ist. In der 13. SSW verknöchern aber bereits die empfindlichen Gehörknöchelchen des Kindes und das macht es möglich, dass das Baby zum ersten Mal Geräusche wahrnehmen kann. Selbst wenn die Augen jetzt noch geschlossen sind und sich erst in der 26. Schwangerschaftswoche öffnen, kann das Baby schon hell von dunkel unterscheiden. Die Helligkeit nimmt das Kind allerdings nur gedämpft und wie durch einen roten Schleier wahr.

    Wie sieht das Baby in der 13. SSW aus?

    Viele Eltern wollen möglichst früh wissen, ob es ein Sohn oder eine Tochter wird. Ist in der 13. SSW ein Junge oder ein Mädchen unterwegs? Mit ein bisschen Glück ist auf dem Ultraschall ein Mädchen in der 13. SSW zu erkennen. Wenn das Baby gerade in diesem Moment richtig liegt, dann ist entweder eine Klitoris oder aber ein Penis sichtbar. Bei einem Mädchen sind in der 13. SSW schon zwei Millionen Eizellen in den Eierstöcken zu finden, wenn das kleine Mädchen auf die Welt kommt, dann wird sich diese Zahl aber halbiert haben. Ist das Mädchen 17 Jahre alt, dann wird sie nur noch 200.000 Eizellen haben. In der 13. SSW entwickeln sich die Stimmbänder und über der Oberlippe und den Augenbrauen wachsen kleine feine Härchen.

    Noch bedeckt die sogenannte Lanugobehaarung den ganzen Körper des Kindes und in den Talgdrüsen wird die Käseschmiere produziert, die die Haut des Kindes davor schützt, im Fruchtwasser aufzuweichen. Unmittelbar nach der Geburt stößt der Körper die Behaarung wie auch die Augenbrauen und die Kopfbehaarung vollständig ab, bei einigen Kindern bleibt aber meist auf dem Rücken ein weicher Flaum zurück, der in den ersten Lebenstagen jedoch wieder verschwindet.

    Das Baby hat in der 13. SSW schon Rillen in den Fingerkuppen, es kann jetzt schon gähnen, die Stirn runzeln und auch am Finger saugen. Auf einen sanften Stupser reagiert es mit dem sogenannten Root-Reflex, den es später noch einmal benutzen wird, um nach der Brust der Mutter und damit nach der Nahrungsquelle zu suchen.

    Wie fühlt sich die werdende Mutter in der 13. SSW?

    Bei schlanken Frauen macht sich die Schwangerschaft in der 13. Woche auch äußerlich bemerkbar, denn die Gebärmutter wächst zu diesem Zeitpunkt aus dem Becken in den Bauch. Diese Entwicklung hat auch einen positiven Effekt, denn der ständige Harndrang lässt etwas nach. Nicht selten diagnostiziert der Arzt in der 13. SSW eine tief liegende Plazenta, das ist allerdings kein Grund zur Sorge, denn bei einigen Frauen bewegt sich die Plazenta erst während es vierten Monats in die perfekte Lage.

    Die Brüste beginnen in der 13. SSW die Vormilch, das Kolostrum zu produzieren, die nach der Entbindung die erste Nahrung darstellt, bevor die eigentliche Muttermilch einschießt. Am Bauch und an den Beinen können sich jetzt auch die ersten Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen zeigen und in der 13. SSW ist auch die Linea Negra, eine dünne Linie zwischen dem Nabel und dem Schambein bei vielen Frauen schon sichtbar. Dehnungsstreifen lassen sich leider nicht vermeiden, aber mit Zupfmassage und milden Massageölen bleibt die Haut elastisch und die Streifen sind nicht allzu stark.

    Die Gewichtszunahme hält sich in der 13. SSW in Grenzen, die meisten Frauen nehmen nur zwischen anderthalb und zwei Kilo in dieser Woche zu. Der Kalorienbedarf liegt in der 13. SSW bei rund 2.200 Kalorien, er wird aber zum Ende der Schwangerschaft auf 2.500 Kalorien täglich anwachsen. Viel Obst sollte jetzt auf dem Speiseplan stehen, aber auch frisches Gemüse, Fisch und knackige Salate bekommen dem Baby sehr gut. Wenn der Heißhunger kommt, dann darf die werdende Mutter auch mal nachgeben und Schokolade, Kuchen oder ein Eis mit Sahne essen.

    Für die gesunde Entwicklung des Babys ist Folsäure sehr wichtig und eine ausgewogene Ernährung versorgt das Baby auch mit der ausreichenden Menge. Sollte die Menge aber nicht ausreichen, dann wird der Arzt ein Folsäurepräparat verordnen, das die Mutter in Form von Nahrungsergänzungsmittel einnehmen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / chesterf

  • Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Das Baby ist in der 14. SSW zwölf Wochen alt und die Mutter befindet sich im ersten Trimester der Schwangerschaft. Die unterschiedlichen Zeitangaben ergeben sich aus den verschiedenen Berechnungen im Bezug auf die Dauer der Schwangerschaft. Gerechnet wird einmal ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung, zum anderen aber auch ab dem Zeitpunkt des Eisprungs etwa zwei Wochen später. Für die meisten Frauen beginnt in der 14. SSW die vielleicht schönste Zeit der Schwangerschaft. Gesundheitliche Beschwerden oder gravierende Beeinträchtigungen gibt es noch nicht, der Babybauch in der 14. SSW lässt sich nur erahnen und der kräftige Schub an Schwangerschaftshormonen sorgt bei den werdenden Müttern für einen rosigen Teint, dichtes glänzendes Haar und eine gesunde Haut. Aber das Baby ist in der 14. SSW nicht untätig, im Gegenteil, es macht große Fortschritte.

    Was macht das Baby in der 14. SSW?

    Die Gewichtszunahme in der 14. SSW kann sich sehen lassen, denn das Baby wiegt jetzt zwischen 25 und 30 Gramm und misst sieben bis acht Zentimeter. In der 14. SSW spielt die Größe aber eine eher untergeordnete Rolle, denn der Fötus konzentriert sich mehr auf andere Aufgaben. Wenn die Eltern von ihrem Baby Ultraschallbilder in der 14. Woche sehen, dann können sie ganz deutlich das Gesicht erkennen. Kopf und Nacken sind in dieser Phase der Schwangerschaft schon sehr deutlich abgegrenzt, das Baby hat bereits Augen, Lippen und eine Nase, auch das Kinn ist auf den Bildern zu sehen. Das Baby kann jetzt seine Stirn runzeln, allerlei Grimassen schneiden und es trainiert seinen Saugreflex, in dem es am Daumen nuckelt.

    Greifen ist in der 14. SSW auch kein Problem mehr und das erste Spielzeug, nach dem das Baby greift, ist die Nabelschnur, die es auf direktem Weg mit der Mutter verbindet. Eltern die wissen möchten, ob sie einen Sohn oder eine Tochter erwarten, können das in der 14. SSW erfahren, denn das Geschlecht ist deutlich sichtbar. Das Baby ist in der 14. SSW noch behaart und mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt. Durch die Käseschmiere und die Lanugobehaarung wird der kleine Körper vor der Aufweichung durch das Fruchtwasser, aber auch vor Vibrationen, Druck und Schall geschützt.

    In der 14. SSW wird das Fruchtwasser durch die Mutter alle drei Stunden einmal komplett ausgetauscht, denn das Baby trinkt das Fruchtwasser und scheidet es dann auch wieder aus. In diesem Stadium stehen dem Kind nur 100 Milliliter zur Verfügung, wenn sich die Schwangerschaft ihrem Ende zuneigt, dann wird es ein Liter sein. Noch schlägt das Herz des Babys doppelt so schnell wie das Herz der Mutter, was sich beim Ultraschall immer ein wenig wie ein galoppierendes Pferd anhört.

    Wie geht es der Mutter in der 14. SSW?

    Ab der 14. SSW fühlt sich die Mehrzahl der Frauen zufrieden und wohl, aber zu Beschwerden kann es trotzdem kommen. Der Körper bekommt in der 14. Schwangerschaftswoche einen deutlich höheren Östrogenspiegel und das kann innere Unruhe, schlaflose Nächte und Reizbarkeit zur Folge haben. Die hormonelle Umstellung macht auch dem Immunsystem zu schaffen und damit wächst die Gefahr, an einer Erkältung oder einer Blasenentzündung zu erkranken. Der Hormonschub wird jedoch in der Regel schnell bewältigt und im großen und ganzen fühlen sich die meisten Frauen in der 14. SSW sehr gut.

    Die 14. SSW ist für die werdenden Eltern der optimale Zeitpunkt um eine Reise zu unternehmen, denn noch sind auch lange Flüge kein Problem. Wer eine längere Flugreise plant, sollte sich aber im Vorfeld beim Arzt über die möglichen Risiken einer Thrombose informieren. Frauen, die in der 14. SSW nach Australien oder in die USA fliegen wollen, sollten sich während des Flugs immer mal wieder bewegen und auch Kompressionsstrümpfe sind eine gute Wahl. Reiseziele mit unzureichenden oder schlechten hygienischen Verhältnissen sollten allerdings nicht besucht werden und auch Länder, die keine gesicherte medizinische Infrastruktur haben, sollten von der Liste der Traumziele gestrichen werden.

    Worauf sollten Mütter in der 14. SSW achten?

    Mundhygiene sollte zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ein Thema sein, aber besonders in der 14. SSW ist sie sehr wichtig. Der Körper des Kindes braucht für das Wachstum der Knochen dringend Kalzium und da der größte Teil des Kalziums, das die Mutter durch die Nahrung zu sich nimmt, vom Baby beansprucht wird, leiden die Zähne der Schwangeren. Besonders gefährlich sind Entzündungen des Zahnfleisches und wenn eine Entzündung nicht rechtzeitig und gründlich behandelt wird, dann ist in der 14. SSW das Risiko einer Fehlgeburt sehr groß.

    Aus ärztlicher Sicht sollte die Menge an Kalzium täglich zwischen 1.000 und 1.300 Milligramm liegen, eine Menge, die mit der Nahrung abgedeckt werden kann. Die werdende Mutter sollte vor allem Milch trinken und Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark in die Nahrung einbauen. Wichtig ist auch das Zähneputzen, am besten nach jedem Essen sowie die tägliche Reinigung der Zähne mit Zahnseide, denn auf diese Weise kann Schwangerschaftskaries optimal vorgebeugt werden. Sollte es zu Zahnfleischbluten kommen, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung, denn auch das Zahnfleisch wird in der Schwangerschaft besser als sonst durchblutet.

    Vorsorgeuntersuchungen in der 14. SSW

    Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt oder auch wenn die Mutter eine späte Erstgebärende ist, die das 35. Lebensjahr schon überschritten hat, dann sollte zwischen der elften und der 14. Schwangerschaftswoche ein sogenanntes Erst-Trimester-Screening gemacht werden. Bei dieser speziellen Untersuchungen sucht der Arzt gezielt nach Fehlbildungen oder genetisch bedingten Mutationen, wie etwa dem Down-Syndrom.

    Die Nackenfalte des Kindes wird mit einem Ultraschallgerät untersucht, es werden Bluttests gemacht und auch eine Chorionzottenbiopsie ist möglich. Bei dieser Untersuchung werden entweder aus der Scheide oder aus der Bauchdecke der Mutter Plazentazellen entnommen, in denen eine Veränderung der Chromosomen erkennbar ist. Die 14. SSW ist der letzte Termin während der Schwangerschaft, wo dieses Screening möglich ist.

    Der Triple-Test und auch die Vermessung der Nackenfalte sind Suchtests. Das heißt, der Arzt kann nur über die Wahrscheinlichkeit einer genetischen Schädigung oder einer Missbildung eine Auskunft geben. Eltern, die Sicherheit möchten, müssen eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Auf jeden Fall ist es wichtig, mit Arzt über diese Tests und ihre möglichen negativen Ergebnisse ausführlich zu sprechen.

    Bild: © Depositphotos.com / Yaruta

  • Die 15. SSW – die Schwangerschaft wird realistisch

    Die 15. SSW – die Schwangerschaft wird realistisch

    Die 15. SSW ist für die meisten Frauen eine sehr ruhige Woche, denn körperliche Veränderungen gibt es kaum. Für Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, wird die Schwangerschaft in der 15. SSW realistisch, denn in der 15. SSW können sie ihr Baby spüren. Die Schwangerschaft ist jetzt auch äußerlich sichtbar und das trägt dazu bei, zu realisieren, dass da ein kleiner Mensch heranwächst, der alle Liebe und Fürsorge benötigt. Das Baby konzentriert auf sein Wachsen, es trainiert seine Bewegungsfähigkeit und seine Reflexe, während an den Organen die Feinarbeiten beginnen. Wenn der Arzt einen Ultraschall in der 15. SSW macht, dann kann er auch das Geschlecht des Kindes bestimmen.

    So entwickelt sich das Baby in der 15. SSW

    Auch wenn in der 15. SSW Kindsbewegungen spürbar sind, streng genommen ist das Baby in dieser Phase der Schwangerschaft kein Kind, sondern ein Fötus. Der Fötus ist jetzt knapp acht Zentimeter groß und wiegt rund 50 Gramm. Um die Größe des Kindes zu bestimmen, orientiert sich der Arzt nicht an den Abmessungen vom Steiß bis zum Scheitel, er misst den sogenannten Biparietalen Durchmesser, einen Querdurchschnitt des Kopfes. Dieser BPD sollte in der 15. SSW rund 30 Millimeter betragen.

    Wird aus dem Fötus ein kleiner Junge, dann ist in der 15. SSW schon sehr deutlich der Penis sichtbar, die Hoden liegen bis kurz vor der Geburt noch in der Bauchhöhle. Bei einigen Jungen wandern die Hoden erst nach der Geburt an den vorgesehenen Platz in den Hodensack. Bei kleinen Mädchen ist auf dem Ultraschallbild in der 15. SSW bereits die Klitoris zu sehen, die Schamlippen, die noch nicht vollständig entwickelt sind, werden erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar.

    Das Herz des Babys hat schon am 22. Tag der Schwangerschaft seine Tätigkeit aufgenommen. Allerdings beschränkt sich diese Herztätigkeit bis zur 15. SSW nur auf elektrische Impulse der Muskelzellen, die von einem Herzmuskelschlauch ausgelöst werden. In der 15. Schwangerschaftswoche ist das Herz bereits komplett entwickelt, es hat Herzkammern, Klappen und auch Herzvorhöfe. Bis kurz vor der Geburt befindet sich zwischen den Vorhöfen noch eine kleine Öffnung, das sogenannte Foramen ovale.

    Durch diese ovale Öffnung fließt das Blut direkt in den Körper des Babys, denn zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bekommt das Baby seinen Sauerstoff über die Nabelschnur, da die Lungen bei der Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff noch keine relevante Rolle spielen. Das Foramen ovale schließt sich nicht bei allen Babys kurz bevor sie geboren werden, sondern erst innerhalb des ersten Lebensjahres. Negative Folgen für die Gesundheit des Kindes entstehen aber nicht. In der 15. SSW werden pro Tag ungefähr 28 Liter Blut durch den Körper des Babys gepumpt, wenn das Kind auf der Welt ist, dann werden es ca. 350 Liter sein, die jeden Tag durch den Organismus fließen.

    Wie gut funktionieren die Organe in der 15. SSW?

    Die 15. SSW ist für die Entwicklung des Babys eine wichtige Zeit. Die Leber ist schon in der Lage Gallenflüssigkeit zu produzieren, die in der Zukunft für die Verwertung des Fettes von Bedeutung ist. Die Bauchspeicheldrüse hat schon vor rund zwei Wochen ihre Tätigkeit aufgenommen und damit begonnen, Insulin zu produzieren. Da jetzt das so wichtige Hormon erzeugt werden kann, reguliert sich auch der Blutzuckerspiegel des Kindes. Auch der Hals des Kindes ist in der 15. SSW fertig, und es kann den Kopf nach links oder rechts drehen und auch nicken ist jetzt möglich.

    Auf der Zunge sprießen die ersten Geschmacksknospen, allerdings werden noch mehr dazukommen, wenn das Kind geboren wird, und als Kleinkind wird das Geschmacksempfinden noch deutlich besser als im späteren Erwachsenenalter sein. In der 15. SSW reagiert das Kind bereits auf Geräusche, es kann Musik hören, wenn auch nur sehr gedämpft.

    Die Mutter in der 15. SSW

    Die Gewichtszunahme in der 15. SSW ist für die Mutter noch nicht allzu sehr spürbar und Umstandsmode wird noch nicht unbedingt gebraucht. Für die meisten Frauen verläuft die 15. SSW sehr ruhig, sie fühlen sich wohl und da die Schwangerschaftshormone für eine gut durchblutete Haut und für schönes Haar sorgen, empfinden die werdenden Mütter diese Zeit als sehr angenehm. In der 15. SSW steigt aber auch der Östrogenspiegel im Blut und das führt bei einigen Frauen zu einem Phänomen, das als Schwangerschaftsdemenz bekannt ist.

    Diese besondere Form der Demenz sorgt für Vergesslichkeit. Die Wissenschaft hat dafür eine logische Erklärung: Die Mutter konzentriert sich jetzt mehr und mehr auf das Baby und scheinbar unwichtige Fragen werden einfach ausgeblendet oder eben vergessen. Die Schwangerschaftsdemenz hat keine bleibenden Folgen, nach der Geburt verschwindet sie von ganz alleine wieder.

    Der Arzt oder die Hebamme überprüfen bei der Vorsorgeuntersuchung in der 15. SSW neben dem Gewicht und dem Blutdruck der Mutter auch den Muttermund. Sollte sich der Muttermund zu diesem Zeitpunkt schon geöffnet haben, dann kann der Arzt eine Gebärmutterschlinge, eine sogenannte Cerclage legen, um eine Fehlgeburt in der 15. SSW zu verhindern. Diese Methode ist heute allerdings umstritten, da diese Cerclage ein erhöhtes Risiko für Infektionen darstellt.

    Zur Vorsorgeuntersuchung gehört auch eine Überprüfung des Fundusstandes. Gemeint ist damit der Abstand zwischen dem Schambein und dem Rand der Gebärmutter, der manuell ertastet werden kann. In der 15. Schwangerschaftswoche sollte dieser Abstand zwischen zwölf und 13 cm liegen. Frauen, die in der 15. SSW ein Ziehen im Bauch verspüren, sollten zwar den Arzt aufsuchen, aber nicht in Panik geraten. Der Grund für Schmerzen können die Harnwege sein, und der Arztbesuch ist wichtig, um ausschließen zu können, dass es sich nicht um eine Infektion handelt.

    Hebamme oder Klinik?

    Die 15. SSW ist welcher Monat? Es ist der vierte Monat und die werdende Mutter sollte sich langsam aber sicher Gedanken darüber machen, wer ihrem Kind auf die Welt helfen soll. Für die Geburt in einem Geburtshaus mit einer Hebamme spricht die persönliche Betreuung und die intime Atmosphäre, die eine Klinik so nicht bieten kann. Für die Entbindung in einer Klinik spricht die bestmögliche medizinische Versorgung für Mutter und Kind. Moderne Kliniken haben eine Intensivstation für Säuglinge und die Mediziner dort sind Fachärzte, die sich auch auf Frühgeburten und die Behandlung der Frühchen spezialisiert haben.

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  • Die 16. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Die 16. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    In der 16. SSW wird der Bauch sichtbar und die Schwangerschaft wird für alle Außenstehenden sichtbar. Die Figur der meisten Frauen verändert sich deutlich, die Brüste werden größer, denn am Ende des vierten Schwangerschaftsmonats beginnt die Produktion der sogenannten Vormilch. Die Beschwerden und Anstrengungen in der frühen Phase der Schwangerschaft sind vergessen und die Mehrzahl der werdenden Mütter fühlt sich in der 16. SSW sehr wohl und zufrieden. Die Gewichtszunahme ist in der 16. SSW noch kein großes Thema, denn das Wachstum des Kindes und die Größe der Gebärmutter in der 16. SSW machen sich noch nicht bemerkbar.

    Welche Fortschritte macht das Baby in der 16. SSW?

    Die Größe des Fötus liegt in der 16. SSW bei rund zehn Zentimetern und das Baby wiegt ca. 90 Gramm. Die Proportionen sind jetzt weitgehend stimmig und in der 16. SSW wird das Kind seinen Körper weiter strecken. In den kommenden Wochen wird es einen richtigen Wachstumsschub bekommen und sein Gewicht mehr als verdoppeln. Die Organe sind fast fertig, und um seine Lungen- und Atemfunktion zu verbessern, wird es ab jetzt immer wieder Fruchtwasser einatmen und wieder ausspucken. Der Fötus ist sehr beweglich, er dreht sich von links nach rechts, macht auch gerne mal einen Salto und übt sich im Greifen. Hochauflösende Ultraschallbilder in der 16. SSW zeigen diese Aktivitäten sehr deutlich. Wenn in der 16. SSW Bilder gemacht werden, dann können die Eltern sehen, wie ihr Baby die Nabelschnur fest umklammert und bei diesem Training kräftig ins Schwitzen kommt, denn die Schweißdrüsen arbeiten bereits.

    Das Harnsystem und auch der Kreislauf haben in der 16. SSW ebenfalls ihre Tätigkeit aufgenommen, und auch die Schilddrüse wird in dieser Woche aktiv und beginnt damit, die ersten Hormone zu produzieren. In der 16. SSW ist sichtbar, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, denn das Geschlecht ist klar zu erkennen. An den Kuppen der Finger zeigen sich die ersten Rillen, und das Baby hat damit es etwas Einzigartiges, nämlich seinen Fingerabdruck. Die Jodversorgung spielt in dieser Phase der Schwangerschaft eine sehr wichtige Rolle, deshalb sollte die Mutter über eine ausgewogene Ernährung so viel wie möglich Jod zu sich nehmen.

    Was kann das Baby in der 16. SSW noch?

    Wenn das Baby sein „Sportprogramm“ absolviert, dann trainiert es besonders die Muskulatur des Rückens und des Nackens und das aus gutem Grund. Mit gezielten Bewegungen bereitet sich das Kind auf den aufrechten Gang vor und übt schon mal wie es ist, später zu laufen. Die Augen sind in der 16. SSW noch geschlossen und da das Gesicht noch sehr klein und schmal ist, wirken die Augen besonders groß. Die Mimik ist schon ausgeprägt und mit ein wenig Glück können die Eltern bei der Ultraschalluntersuchung sehen, wie ihr Kind Grimassen schneidet.

    Die Fähigkeit zu hören entwickelt sich in der 16. SSW weiter, allerdings kann vom Hören im eigentlichen Sinn noch keine Rede sein. Das Baby kann aber Geräusche aus seiner unmittelbaren Nähe hören, wie den Herzschlag oder die Magen- und Darmgeräusche der Mutter. Vor allem der regelmäßige Herzschlag vermittelt dem Baby ein sicheres Gefühl von Geborgenheit.

    So fühlt sich die Mutter in der 16. SSW

    Viele Frauen führen über ihre Schwangerschaft ein Tagebuch und fragen sich in der 16. SSW, welcher Monat bislang der angenehmste war. Sie werden feststellen, dass es der vierte Monat ist. Im vierten Monat, also in der 16. SSW fühlen sich die meisten Frauen rundherum wohl, sie sehen gesund aus, die vermehrte Durchblutung sorgt für einen rosigen Teint, kraftvolles glänzendes Haar und eine straffe Haut. Die Gebärmutter ist in der 16. SSW ungefähr so groß wie ein Handball und hat jetzt eine feste Konsistenz angenommen, damit das Baby optimal geschützt werden kann. Bei schlanken Frauen zeichnet sich jetzt zunehmend eine kleine Kugel ab, bei Frauen, die ein wenig mehr auf die Waage bringen, ist die Schwangerschaft noch nicht so deutlich zu sehen.

    Da die Gebärmutter stetig wächst, sind leicht ziehende Schmerzen im Unterleib nichts Besorgniserregendes. Die Mutterbänder, die mehr und mehr belastet werden, machen sich auf diese Weise bemerkbar. Wenn die Schmerzen sich jedoch verstärken oder über einen Zeitraum von mehreren Tagen anhalten, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt oder eine Hebamme aufgesucht werden, um mögliche Komplikationen ausschließen zu können.

    In der 16. Woche der Schwangerschaft entsteht ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen und das macht Frauen anfälliger für Probleme mit den Zähnen und dem Zahnfleisch. Die alte Hebammenweisheit, jede Schwangerschaft kostet die Mutter einen Zahn, ist zwar theoretisch immer noch richtig, aber eine gute Zahnprofilaxe kann heute Probleme mit den Zähnen und dem Zahnfleisch verhindern. Vor allem Entzündungen des Zahnfleisches sollte die werdende Mutter nicht ignorieren, denn diese Entzündungen können böse Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar zu einer Fehlgeburt führen.

    Vorsorge und Schmetterlinge im Bauch

    Auch wenn die 16. SSW so manche Beschwerden mit sich bringt, zum Beispiel im Magen- und Darmtrakt, für die meisten Frauen ist es eine unbeschwerte Zeit. Frauen, die nicht zum ersten Mal schwanger sind, fühlen zum ersten Mal, wie ihr Kind sich bewegt, Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, nehmen die Kindsbewegungen eher wie Schmetterlinge im Bauch wahr.

    In der 16. SSW stehen eine Reihe von pränatalen Untersuchungen und Tests an, wie zum Beispiel der Triple-Test. Mit diesem Test stellt der Arzt die Konzentration von drei unterschiedlichen Proteinen sowie die Anzahl der Hormone im Blut der Mutter fest. Diese Tests geben Auskunft darüber, ob das Kind mit einer Störung der Chromosomen und damit mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Frauen, die zu den sogenannten Risikoschwangeren gehören, sollten in der 16. SSW eine Amniozentese, eine Untersuchung des Fruchtwassers machen lassen. Die Untersuchung des Fruchtwassers liefert deutliche Hinweise, ob das Kind eine genetische Störung hat, und auch das Down-Syndrom kann mit dieser Vorsorgeuntersuchung mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 % nachgewiesen werden.

    Die Fruchtwasseruntersuchung ist vor allem Frauen zu empfehlen, die mit 40 Jahren oder älter schwanger werden. Auch wenn es in der Familie Erbkrankheiten gibt, dann bietet die Untersuchung des Fruchtwassers genaue Ergebnisse, ob das Kind gesund zu Welt kommen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / julief514

  • 17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    Frauen, die noch kein Kind geboren haben, fragen sich in der 17. SSW vielleicht, welcher Monat jetzt angebrochen ist. Die Antwort lautet: Die 17. SSW ist der Beginn des fünften Monats. Die Mehrzahl der Frauen hat sich zu diesem Zeitpunkt mit der Schwangerschaft arrangiert und auf die körperlichen Veränderungen eingestellt. Da in der 17. SSW der Bauch noch nicht allzu rund ist, sind die meisten Frauen noch sehr aktiv, sie arbeiten, treiben Sport und haben Spaß am gesellschaftlichen Leben. Auch das Kind empfindet diese Zeit als ruhig und sehr erholsam, es fängt an seine Fettschichten aufzubauen und kann jetzt zum ersten Mal seine Bewegungen gut koordinieren.

    Das Baby in der 17. SSW

    In der 17. SSW beobachtet der Arzt das Baby sehr genau, und nicht selten wird bei der Untersuchung der bisher errechnete Geburtstermin noch einmal korrigiert. Der Arzt berechnet die Größe in der 17. SSW und wenn alles nach Plan verläuft, dann misst das Baby jetzt zwischen elf und 13 Zentimetern. Da das Baby in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hat, wiegt es nun zwischen 100 und 140 Gramm. Auch der Umfang der Brust und des Kopfes, aber auch die Länge des Oberschenkels spielt jetzt eine wichtige Rolle, denn sie geben verlässliche Informationen über den Stand der Schwangerschaft.

    Auf die Eltern wartet in dieser Woche der Schwangerschaft erstmals ein besonders schönes Erlebnis, denn sie können durch das Ultraschallgerät die Herztöne des Babys hören, auch die Ultraschallbilder in der 17. SSW machen den Eltern klar, dass sie in Zukunft nicht mehr nur zu zweit, sondern zu dritt sein werden. Das Baby beschäftigt sich derweil mit seinem Wachstum, denn in der 17. SSW wächst das Baby nicht nur in der Länge, aus einer knorpelartigen Substanz bilden sich in dieser Phase der Schwangerschaft auch langsam die Skelettknochen. Auch die Nägel an den Fingern und Zehen prägen sich nun aus und um das Rückenmark und die Nervenzellen legt sich eine schützende Hülle.

    Die Reizleitungen, die sich durch die Nervenbahnen ziehen, nehmen jetzt Gestalt an, und in der 17. SSW wird das sogenannte Myelin gebildet, was in der Zukunft wichtige Aufgaben übernimmt. Besonders spannend ist aber, dass sich in der 17. SSW die Gesichtszüge des Kindes bilden. Die Augen sind jetzt nicht mehr an der Seite, sondern vorne und auch die Ohren haben ihre Position gefunden. Wenn in der 17. SSW die Bewegungen des Kindes sehr lebhaft sind, dann ist das vollkommen in Ordnung, denn das Baby freut sich über seine Beweglichkeit und trainiert seine Reflexe und auch seine Muskeln. Die immer besser funktionierende Koordination der Bewegungen zeigt deutlich, dass das Gehirn und die Nervenbahnen jetzt schon aktiv arbeiten.

    Gut ausgeprägt ist in der 17. SSW bereits das Gehör, wenn es zum Beispiel zu einem lauten Geräusch wie einem plötzlichen Knall kommt, dann zuckt das Baby zusammen. Es kann jetzt auch Berührungen wahrnehmen und freut sich, wenn die Mutter den Bauch sanft streichelt. Dieses Streicheln beruhigt das Baby und es trainiert gleichzeitig auch seinen Gleichgewichtssinn. Die Mutter sollte daher jeden Tag mit ihrem Kind eine kleine Kuschelstunde einlegen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 17. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in dieser Schwangerschaftswoche sehr wohl. Frauen, die schon ein Baby geboren haben, fühlen in der 17. SSW die ersten Bewegungen und da die Gebärmutter kontinuierlich an Größe zunimmt, machen sich die Mutterbänder erstmals bemerkbar. Schwanger in der 17. Woche heißt aber auch, dass sich jetzt äußerlich ebenfalls einiges verändert. So färben sich die Brustwarzen und die Warzenhöfe dunkelbraun und auf der Mitte des Bauches zeigt sich die sogenannte Linea Negra, eine dunkle schmale Linie, die ungefähr vom Nabel bis hin zum Schambein reicht. Auch an anderen Stellen des Körpers sind Pigmentierungen zu erkennen, die aber nach der Entbindung immer blasser werden und dann irgendwann ganz verschwinden werden.

    Der Ischias-Nerv, der genau unter der Gebärmutter verläuft, kann sich in der 17. SSW schmerzhaft bemerkbar machen. Vor allem bei einseitigen Bewegungen kommt es nicht selten zu sehr heftigen Schmerzen, daher sollten langes Stehen und Laufen nach Möglichkeit vermieden werden. Um nachts besser und erholsamer schlafen zu können, ist es eine gute Idee, ein Stillkissen mit ins Bett zu nehmen, denn dieses speziell geformte Kissen sorgt für eine spürbare Entlastung.

    Die meisten Frauen verzeichnen in der 17. SSW keine große Gewichtszunahme, aber sie kommen deutlich schneller ins Schwitzen als sonst. Das liegt an der permanent größer werdenden Blutmenge, die die Körpertemperatur nach oben steigen lässt. Eine gesunde und vor allem ausgewogene, vollwertige Ernährung ist ab jetzt ein Muss für die Mutter, denn das Baby braucht vor allem reichlich Jod, Eisen und Kalzium. Frisches Blattgemüse wie beispielsweise Spinat, aber auch Fleisch, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte sollten in der 17. SSW auf dem Speiseplan stehen. Wenn die Versorgung mit Eisen durch die Ernährung nicht ausreichen sollte, dann wird der Arzt ein entsprechendes Präparat verschreiben.

    So wichtig ist die Pflege der Venen in der 17. SSW

    Da die Gebärmutter und das Kind tüchtig wachsen, muss der Kreislauf der Mutter in den kommenden Wochen und Monaten wahre Höchstleistungen vollbringen. Das führt wiederum zu einem verstärkten Druck auf die Venen und rund die Hälfte der Schwangeren leidet unter Varizen, einer Erweiterung der Venen. Vor allem Frauen, die Zwillinge erwarten oder die vielleicht durch ihren Beruf bedingt, lange stehen müssen, die können Krampfadern oder Hämorrhoiden bekommen. Auch Krampfadern im Schambereich sind möglich, die aber nach der Entbindung recht schnell wieder verschwunden sind. Bilden sich in den Beinen Krampfadern, dann haben die betroffenen Frauen leider noch länger damit zu tun. Eine Erweiterung der Venen kann unangenehm und auch schmerzhaft sein, eine regelmäßige Pflege der Venen ist daher unerlässlich.

    Sport ist eine gute Möglichkeit, um das Venenleiden zu bekämpfen, aber es sollte sich um einen sanften Sport handeln. Vitamin C hat die Fähigkeit, die Venen elastisch zu erhalten und auch Beckenbodengymnastik stärkt die Venen und bereitet zudem den Körper auf die kommenden Belastungen durch die Schwangerschaft optimal vor. Salben auf Kräuterbasis sind perfekt für die Pflege der Venen, und auch Stützstrümpfe leisten in der Schwangerschaft gute Dienste.

    Bild: © Depositphotos.com / photography33

  • Die 18. SSW – die ersten Kindsbewegungen sind spürbar

    Die 18. SSW – die ersten Kindsbewegungen sind spürbar

    Die 18. SSW ist eine aufregende Woche für Mutter und Kind. Das Baby ist recht munter und die Mutter spürt zum ersten Mal, wie aktiv ihr Kind ist. Vor allem Frauen, die schon ein Kind geboren haben, spüren, wie ausgelassen das Baby in ihrem Bauch turnt und boxt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, nehmen in der 18. Schwangerschaftswoche die Entwicklung des Babys meist nur wie ein leichtes Flattern wahr. Das Baby wächst in der 18. SSW nicht so schnell wie in den vergangenen Wochen, dafür prägen sich seine Fähigkeit zu hören, seine Reflexe und seine Koordination bei der Bewegung immer stärker aus.

    Wie sieht das Baby in der 18. SSW aus?

    Wenn der Arzt in der 18. SSW Bilder des Babys macht, dann wird er es auch vermessen und sein Gewicht ermitteln. Die Gewichtszunahme in der 18. SSW ist gut vorangekommen und das Baby wiegt jetzt zwischen 125 und 190 Gramm. Erstmals in der Schwangerschaft ist das Baby jetzt ebenso groß oder sogar größer als die Gebärmutter und es misst vom Scheitel bis zum Steißbein 13 bis 14 cm. Die 18. SSW ist auch die Woche, in der sich die Konsistenz der Nabelschnur verändert, denn sie wird immer länger, fester und auch dicker. Von der richtigen Beschaffenheit der Nabelschnur hängt alles ab, denn sie ist so etwas wie die Versorgungsleitung von der Mutter zum Kind.

    Das Wachstum des Babys ist in der 18. SSW vor allem auf die Extremitäten ausgerichtet. Langsam aber sicher bekommt das Kind Proportionen und auch die Fettreserven werden in dieser Phase der Schwangerschaft weiter ausgebaut. Die Ohrknöchelchen sind schon angelegt und auch die Geschlechtsorgane sind bereits vollständig entwickelt. Kleine Mädchen haben eine Gebärmutter und auch die Vagina sowie die Eierstöcke befinden sich schon am richtigen Platz.

    Das Baby hat einen Atemreflex und atmet in der 18. SSW rhythmisch ein und aus, es trainiert Fruchtwasser zu trinken und stärkt seine Lungen. Wenn es wach ist, dann turnt es durch Mamas Bauch, spielt mit seinen Füßen und Händen oder versucht nach der Nabelschnur zu greifen. Tag und Nacht kann das Baby in der 18. SSW noch nicht unterscheiden und es schläft auch gerne mal 20 Stunden am Stück. Am Tag wirken die Bewegungen der Mutter wie eine Wiege, die sanft geschaukelt wird, und je mehr sich die Mutter bewegt, umso aktiver wird auch das Kind. Der Arzt kann in der 18. SSW sehen und hören, ob sich das Herz des Kindes gut entwickelt, und auch die Mutter kann über das Stethoskop das Herz ihres Kindes schlagen hören. In der 18. SSW ist ein harter Bauch nichts Ungewöhnliches, denn das Kind ist aktiv und dreht sich munter von einer Seite auf die andere oder macht kleine Purzelbäume.

    Erste Belastungen für die Mutter in der 18. SSW

    In der SSW 18 ist der Bauch der Mutter eine kleine Kugel, aber da die Gebärmutter jetzt die Größe einer Melone hat, kann man sie unterhalb des Bauchnabels ertasten. Viele Frauen fragen sich in der 18. SSW, wie viel KG an Gewicht sie wohl zulegen werden, aber die Antwort darauf lässt sich leider nicht pauschalisieren. Im Schnitt ist es ein Kilo pro Woche, aber das ist natürlich individuell, denn nicht jede Frau wird von Heißhungerattacken heimgesucht. Trotzdem nehmen mit dem Gewicht auch die Beschwerden der Schwangerschaft und die Belastungen der Mutterbänder zu.

    In der 18. SSW verändert die Gebärmutter ihre Position und schiebt sich weiter nach vorne. Das kann bei einigen Frauen zu Gleichgewichtsstörungen führen, denn es wird ab jetzt eine stetig steigende Menge Blut benötigt, das durch die Gefäße gepumpt werden muss. Das führt zu Schwankungen des Blutdrucks und sorgt für Schwindelanfälle. In den meisten Fällen ist der Blutdruck zu niedrig, und wenn es zu einem leichten Schwindel kommen sollte, dann verschwinden die Beschwerden nach einer kleinen Ruhepause sehr schnell wieder. Viele werdende Mütter verspüren in der 18. SSW immer mehr das Bedürfnis nach Ruhe und müssen sich vermehrt von den Strapazen des Alltags erholen.

    Sodbrennen wird in der 18. SSW zum ersten Mal zu einem unangenehmen Problem. Schuld am Sodbrennen sind die Schwangerschaftshormone, die das Gewebe im Körper und damit auch die Muskulatur in der Speiseröhre auflockern. Aber auch dass die Gebärmutter die Organe immer weiter nach oben gegen den Magen drückt, sorgt dafür, dass die Magensäure immer häufiger in die Speiseröhre aufsteigt. Da flaches Liegen die Beschwerden verschlimmert, ist es eine gute Idee, den Kopf und den Rücken etwas höher zu lagern als den Rumpf. Mehrere kleine Mahlzeiten, statt drei großer Mahlzeiten zu essen, kann effektiv dabei helfen, den Verdauungstrakt zu entlasten.

    Fehlgeburten in der 18. SSW

    Wenn das Baby in der 18. SSW viel schläft und es sich über einen längeren Zeitraum nicht bemerkbar macht, dann sollte die Mutter ihre Hebamme oder ihren Arzt aufsuchen. Wenn in der 18. SSW keine Kindsbewegungen mehr spürbar sind, deutet vieles daraufhin, dass das Kind nicht mehr lebt. Kommt ein Kind als Fehlgeburt in der 18. SSW auf die Welt, dann bedeutet das für die Eltern ein schweres traumatisches Erlebnis, denn sie haben ihr Kind schon auf dem Ultraschallbild gesehen, seinen Herzschlag gehört und seine Bewegungen gespürt.

    Oft ist ein vorzeitiger Blasensprung eine Ursache für eine Fehlgeburt. Nicht selten lebt das Kind noch, aber die Menge an Fruchtwasser reicht nicht mehr aus, um das Kind zu ernähren. Die Mutter muss das Kind dann auf die Welt bringen, im Krankenhaus bekommt sie deshalb Mittel, die die Wehentätigkeit anregen. Ist der Muttermund drei bis vier Zentimeter geöffnet, dann kann das Kind geboren werden. Auf Wunsch der Eltern kann ein Pfarrer das Kind in der Klinik noch taufen und es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in aller Ruhe von dem kleinen Sternenkind zu verabschieden.

    Wurden in früheren Zeiten nach einer Fehlgeburt die Kinder den Eltern weggenommen, so haben die Eltern heute die Möglichkeit, ihr Kind zu beerdigen und so auf eine würdevolle Weise von ihm Abschied zu nehmen. Viele Friedhöfe bieten mittlerweile eigene Bereiche, in denen die zu früh geborenen Sternenkinder zur letzten Ruhe gebettet werden können.

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