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  • Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW ist welcher Monat? In der 19. SSW beginnt die zweite Hälfte des fünften Monats, und sowohl für die Mutter als auch für das Kind ist diese Woche ein kleiner Meilenstein. Aus dem Embryo wird in dieser Phase der Schwangerschaft ein Baby, und die Mutter muss mit einem neuen vermehrten Schub an Schwangerschaftshormonen leben. Die Eltern können in der 19. SSW die Entwicklung anhand von Fotos plastisch sehen, denn das Baby bekommt in der 19. SSW Gesichtszüge, die es individuell machen. Mit ein wenig Glück „winkt“ das Baby seinen Eltern auf dem Ultraschallbild zu und die Eltern können sehen, wie ihr Kind sich sehr aktiv bewegt, wie es spielt und an seinen Reflexen trainiert.

    Wie sieht das Baby in der 19. SSW aus?

    Der Arzt wird in der 19. SSW die Gewichtszunahme anhand einer Tabelle vergleichen und wenn alles in Ordnung ist, dann wiegt das Baby zwischen 200 und 240 Gramm. Gemessen wird das Baby ab der 19. SSW nicht mehr vom Scheitel bis zum Steißbein, sondern vielmehr vom Scheitel bis zur Ferse, und in der 19. SSW misst das Kind rund 24 cm. Der ganze Körper des Babys ist jetzt noch mit dem feinen sogenannten Lanugohaar und einer dicken Schicht Käseschmiere bedeckt. Die Hautschichten bilden sich ganz allmählich aus, aber noch ist die Haut durchscheinend und transparent.

    Zum ersten Mal in der Schwangerschaft spielen die Geschlechtsorgane eine Rolle. Wenn es ein Mädchen wird, dann sind in der 19. SSW schon rund sechs Millionen sehr primitive Eizellen vorhanden. Bis zur Geburt wird sich die Zahl dieser Zellen aber um rund eine Million verringern. Wenn es ein kleiner Junge wird, dann wird in der 19. SSW in den Hoden bereits das Hormon Testosteron produziert, und während in der 15. Schwangerschaftswoche schon der Penis ausgebildet ist, kommt in der 19. SSW auch der Hodensack dazu. Die Hoden selbst werden aber erst kurz vor dem errechneten Geburtstermin verlagert.

    In der 19. SSW machen die Organe, aber vor allen die Sinneswahrnehmungen einen großen Sprung nach vorn. Die Gehirnregionen, die für das Schmecken, das Riechen, das Sehen, Hören und für das Fühlen zuständig sind, arbeiten jetzt auf Hochtouren und an den Organen werden weitere Feinarbeiten vorgenommen. Die Milz und die Leber nehmen ihre Arbeit auf und es werden zum ersten Mal Gallenflüssigkeit und weiße Blutkörperchen produziert. Die Zahnleisten sind in der 19. SSW auf dem Ultraschallbild schon sehr gut zu sehen und das Immunsystem bildet sich langsam aber sicher aus. Zu voller Stärke werden die körpereigenen Abwehrkräfte aber erst nach der Geburt auflaufen.

    Wie das Baby in der 19. SSW trainiert

    Das Baby nutzt die Zeit jetzt immer häufiger für ein intensives Training. Also wenn die Mutter in der 19. SSW starke Kindsbewegungen spürt, dann ist das beste Zeichen dafür, dass mit dem Nachwuchs alles in bester Ordnung ist. Noch hat das Baby reichlich Platz zur Verfügung, um zu turnen, besonders aktiv ist es immer dann, wenn die Mutter gerne schlafen möchte. Da die Nervenbindungen immer komplexer werden, ist das Gehör schon sehr gut ausgebildet. Das Baby kann erstmals Geräusche außerhalb des Mutterleibs wahrnehmen und hört die gedämpften Stimmen der Eltern ebenso wie Musik, auch der Tastsinn macht große Fortschritte und das Baby berührt mit den Händen die Wände der Gebärmutter.

    Das Kind trainiert in der 19. SSW auch das Schlucken des Fruchtwassers und bereitet damit den Verdauungstrakt auf seine Aufgabe vor. Im Darm werden zum ersten Mal Stoffwechselprodukte abgelegt, die nach der Geburt als sogenanntes Kindspech in der Windel zu finden sind. Die Nieren, die Blase und das komplette Harnsystem sind bereits sehr kompakt und arbeiten.

    So fühlt sich die Mutter in der 19. SSW

    Vor allem bei schlanken Frauen zeichnet sich in 19. SSW deutlich ein Bäuchlein ab, und der obere Teil der Gebärmutter ist jetzt auf der Höhe des Nabels tastbar. Ab der 19. SSW wird die Gebärmutter in jeder Woche um rund einen Zentimeter wachsen, und mit diesem rasanten Wachstum verspürt die Mutter einen immer stärker werdenden Druck auf ihre inneren Organe. Der Stoffwechsel arbeitet in der 19. SSW auf Hochtouren, und das mit einer stetig steigenden Tendenz. Die Körpertemperatur ist ab der 19. SSW immer leicht erhöht und es beginnt die Zeit der Heißhungerattacken. In der 19. SSW ständig Hunger zu haben, ist nichts Ungewöhnliches, aber die werdende Mutter sollte nicht jeder Attacke nachgeben und auch in der 19. SSW auf die Gewichtszunahme achten, denn Schwangerschaftspfunde sind Pfunde, die später mühsam wieder abtrainiert werden müssen.

    Viele Frauen verspüren neben ständigem Hunger auch großen Durst und diesem Verlangen sollten sie auch nachgeben. Ideal ist eine Menge von zwei bis drei Litern am Tag. Die besten Durstlöscher sind stilles Mineralwasser, erfrischende Schorlen mit Fruchtsaft und auch Kräutertees, wie zum Beispiel Kamille oder Fenchel. Der hohe Flüssigkeitsbedarf ist gesund, denn er hält den Körper in Balance und versorgt Mutter und Kind mit vielen wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.

    Welche Beschwerden können in der 19. SSW auftreten?

    Die vermehrte Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen macht vielen Frauen in der 19. SSW immer mehr zu schaffen. Die Schnupfennase gehört in der 19. SSW zu den Beschwerden, die als unangenehm empfunden wird, die aber viele Frauen bis zum Ende der Schwangerschaft begleiten wird. Das Gefühl erkältet zu sein, ist aber keine Infektion mit Erkältungsviren, vielmehr werden die Nasenschleimhäute durch die Schwangerschaftshormone aufgelockert und ein größeres Blutvolumen lässt die Schleimhaut anschwellen.

    Um dieses Symptom zu bekämpfen, ist ein Nasenspray mit Meersalz eine gute Idee, denn das lässt die Nasenschleimhaut schnell wieder abschwellen. Normale Nasensprays, wie sie bei einer echten Erkältung zum Einsatz kommen, und auch Medikamente sind nicht zu empfehlen.

    Die 19. SSW macht Frauen schöner

    Die meisten Frauen fühlen die Schwangerschaftshormone besonders in der 19. SSW sehr intensiv. Sie haben zunehmend dichteres und wunderschön glänzendes Haar, die Haut ist straff und der Teint rosig. Viele Frauen fühlen sich in der Phase der Schwangerschaft sehr weiblich und sie erleben ihren Körper bewusster als früher. Die Hormone durchbluten die Haut besser und Frauen, die vielleicht mit Hautunreinheiten zu kämpfen hatten, können sich jetzt über eine schöne Haut freuen.

    Bild: © Depositphotos.com / nejron

  • Die 20. SSW – die Schwangerschaft geht in die Halbzeit

    Die 20. SSW – die Schwangerschaft geht in die Halbzeit

    Wäre die Schwangerschaft ein Fußballspiel, dann wäre die 20. SSW die Halbzeit. Am Ende der 20. SSW ist der fünfte Monat vorbei und in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wird für die werdenden Mütter Umstandskleidung ein Muss. Die Gewichtszunahme in der 20. SSW gilt für Mutter und Kind, aber vor allem das Baby legt ab jetzt richtig zu. In der 20. SSW werden die Bewegungen des Kindes stärker, es macht sich durch Tritte und kräftige Boxhiebe immer mehr bemerkbar und die Mutter kann diese Bewegungen durch die Bauchdecke spüren. In der 20. SSW ist ein harter Bauch nicht ungewöhnlich oder besorgniserregend, denn der Bauch wird immer dann härter, wenn das Kind ganz besonders viel turnt.

    So entwickelt sich das Baby in der 20. SSW

    Wenn die Eltern sich Ultraschallbilder in der 20. SSW anschauen, dann sehen sie ihr Kind, wie es mit gekreuzten Beinen sitzt, sich ausgiebig streckt oder mit ein bisschen Glück, wie es gerade einen Purzelbaum schlägt. In der 20. SSW ist die zweite große Vorsorge beim Arzt an der Reihe, und die Krankenkassen übernehmen im Rahmen dieser Vorsorge auch die ersten Ultraschallbilder. Wenn die Eltern in der 20. SSW noch mehr Bauchbilder haben möchten, dann müssen sie die Kosten selbst übernehmen.

    Das Gewicht des Babys in der 20. SSW liegt bei ca. 300 Gramm und es misst jetzt zwischen 25 und 28 cm. Wenn das Kind wach ist, dann nuckelt es am Daumen, es bewegt die Arme hin und her, strampelt mit den Beinen oder spielt auch mal mit der Nabelschnur. Diese Aktivitäten macht das Baby nicht nur zum Spaß, es folgt vielmehr einem Reflex aus der Urzeit. Mit den Bewegungen trainiert das Baby, damit es nach der Geburt vom Bauch der Mutter zur Brust und damit zur Nahrungsquelle kriechen kann. Heute legen der Arzt oder die Hebamme das Baby in den Arm, aber der Reflex ist noch immer da und er spielt bei einigen Naturvölkern nach wie vor eine wichtige Rolle.

    Die Organe sind in der 20. SSW schon weit entwickelt, die Nervenzellen werden in der 20. SSW vervollständigt und erreichen eine Zahl zwischen zwölf und 14 Millionen. Das Gehirn entwickelt sich weiter und die Sinneswahrnehmungen sind bereits gut ausgeprägt. Das Baby kann in der 20. SSW riechen, fühlen, es kann schmecken, sehen und hören, wenn auch nur gedämpft. Die ersten Ansätze für die Augenbrauen sind jetzt schon zu erkennen und das Baby beginnt, kleine Mengen des Fruchtwassers zu trinken. Da der Stoffwechsel bereits funktioniert, geht ein Teil des Fruchtwassers in die Blase und ein anderer Teil in den Darm.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 20. SSW?

    Für die werdende Mutter beginnt in der 20. SSW eine aufregende Zeit, denn sie kann ihr Kind deutlicher fühlen als in den Wochen zuvor und es wird langsam Zeit, sich nach schicker Umstandsmode umzusehen. Die Feindiagnostik in der 20. SSW gehört zur zweiten umfassenden Vorsorgeuntersuchung und der Arzt wird einige Tests machen. So wird unter anderem der Urin auf Zucker, Eiweiß und vor allem auf mögliche Keime untersucht. Um eine Hb-Messung durchführen zu können, wird der Mutter Blut abgenommen, und auch ein großes Blutbild kann zu den Routinetests gehören, um den Sauerstoffgehalt im Blut messen zu können. Der Arzt achtet aber auch darauf, dass Mutter und Kind keine Mangelerscheinungen bei den Vitaminen und den Spurenelementen haben.

    Der Arzt testet die Mutter in der 20. SSW auch auf Diabetes und ob die Gefahr einer Präeklampsie besteht. Der Diabetes-Test ist besonders bei sehr jungen und bei älteren Frauen von Bedeutung, weil hier öfter die Gefahr besteht, dass es zu Schwangerschaftszucker kommt. Natürlich untersucht der Arzt auch das Baby in der 20. SSW sehr genau. Er überprüft das Wachstum an der Länge des kindlichen Oberarms, zudem wird der Umfang des kindlichen Kopfes vermessen und der Arzt schaut in der 20. SSW sehr genau nach, ob es sich vielleicht um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt.

    Wenn die Eltern vor der Geburt des Kindes noch einmal verreisen wollen, dann bietet die 20. SSW dazu die beste Gelegenheit. Vor der 20. SSW haben viele Frauen noch mit morgendlicher Übelkeit zu kämpfen und nach der 20. SSW rundet sich der Bauch immer mehr, die werdende Mutter muss mehr und mehr mit den Problemen und Beschwerden der Schwangerschaft leben.

    Für den Vater und auch für die Geschwister ist die 20. SSW eine spannende Zeit, denn sie können das Baby durch seine Bewegungen plastisch sehen und den Kontakt zum Kind intensivieren.

    Geburten in der 20. SSW

    Von 1.000 Schwangerschaften kommt es zu ungefähr vier sogenannten stillen Geburten. So nennen Hebammen und Ärzte Geburten, bei denen das Kind entweder tot zur Welt kommt, oder kurze Zeit nach der Geburt stirbt. Ein Kind, das in der 20. SSW geboren wird, ist aus medizinische Sicht keine Frühgeburt, sondern eine Fehlgeburt. Wenn in der 20. SSW keine Bewegungen mehr zu spüren sind, dann werden der Arzt oder die Hebamme zunächst einen Weckruf starten. Am Bauch der Mutter wird ein Geräusch erzeugt, zum Beispiel ein Klingeln, immer in der Hoffnung, dass das Baby nur schläft und durch das Geräusch aufwacht. Ist das nicht der Fall, dann muss man davon ausgehen, dass das Kind gestorben ist.

    Auch wenn das Kind im Mutterleib gestorben ist, muss es zur Welt kommen, und deshalb wird in der Klinik die Geburt eingeleitet. Im Krankenhaus wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung gemacht und wenn aus der Vermutung traurige Gewissheit wird, dann bekommt die Mutter einen Tropf mit einem Medikament, das die Wehen forciert. Außerdem bekommt sie in regelmäßigen Abständen ein Zäpfchen, das den Muttermund öffnen soll. Bei einer Geburt in der 20. SSW muss der Muttermund nicht vollständig geöffnet sein, meist reichen fünf bis sechs Zentimeter, da der Kopfumfang des Kindes noch sehr klein ist.

    In vielen Kliniken und Geburtshäusern wird eine angenehme Atmosphäre mit gedämpftem Licht und Kerzen geschaffen und wenn das Kind dann geboren wird, dann betten es die Hebammen in ein sogenanntes Moseskörbchen. Die Eltern und auf Wunsch auch die Großeltern und die Geschwister haben dann Zeit, um in aller Ruhe Abschied zu nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / Alekuwka

  • Die 21. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Die 21. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Viele Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, wissen nicht, wenn sie in der 21. SSW sind, welcher Monat das eigentlich ist. Die 21. SSW ist so etwas wie ein Übergang in die zweite Hälfte der Schwangerschaft und für die Ärzte beginnt mit der 21. SSW die sogenannte Konkretisierungsphase. Die werdende Mutter ist jetzt am Anfang des sechsten Monats und in der 21. SSW wird das Baby sehr aktiv. Es hat jetzt noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, um zu turnen. Deshalb sind die Kindsbewegungen besonders in der 21. SSW sehr deutlich spürbar. Für die meisten Frauen wird die Schwangerschaft in dieser Phase sehr plastisch, denn aus dem anfänglichen Bäuchlein wird langsam aber sicher ein Schwangerschaftsbauch.

    Wie geht es dem Baby in der 21. SSW?

    26 bis 27 cm groß ist das Baby in der 22. Schwangerschaftswoche und im Durchschnitt hat das Kind in der 21. SSW ein Gewicht von 350 Gramm. Es ist sehr aktiv und kann seine Bewegungen jetzt auch schon recht gut koordinieren. Der Schlaf-Wachrhythmus ist schon gut ausgeprägt, allerdings stimmt er nicht immer mit dem Rhythmus der Mutter überein. Wird in der 21. SSW ein Ultraschall gemacht, dann kann die Mutter die bevorzugte Schlafhaltung ihres Babys erkennen. Einige Kinder ziehen ihr Kinn während des Schlafes auf die Brust, einige lassen den Kopf entspannt nach hinten fallen und wieder andere falten die Hände unter dem Kinn.

    Das Verhalten der Mutter im Bezug auf Geräusche, helles Licht und auch ihre Essgewohnheiten haben jetzt verstärkt Einfluss darauf, wie gut das Kind schläft. Wenn der Arzt in der 21. Schwangerschaftswoche Bilder macht, dann kann die Mutter schon sehr gut das Gesicht und die Mimik ihres Kindes sehen und auch die Wimpern und die Augenbrauen sind bereits sichtbar. Die Zehen und Fingernägel sind ausgebildet und müssen in den kommenden Wochen und Monaten nur noch härter werden. Das Verdauungssystem arbeitet schon und die Därme werden in der 21. SSW zum ersten Mal in der Lage sein, dass Fruchtwasser richtig zu verdauen.

    In der 21. SSW stehen aber auch das Wachstum des Gehirns und die sensorischen Fähigkeiten im Fokus. Die ersten Furchen im Gehirn sind nun sichtbar und auch die ersten Anlagen für die Wahrnehmung von Geruch und Geschmack werden in der 21. SSW gebildet.

    Die 21. SSW – die Sinne bilden sich aus

    Was die Sinneswahrnehmungen angeht, so macht das Baby in der 21. SSW einen wahren Quantensprung. Es atmet Fruchtwasser ein und kann herausschmecken, was die Mutter gegessen hat. Diese Eindrücke bleiben übrigens in der Erinnerung des Kindes gespeichert und die kulinarischen Vorlieben sind auch nach der Geburt noch präsent. Auch in der Muttermilch kann das Baby später erkennen, was die Mutter isst und ob ihm diese Speisen schmecken oder nicht.

    Das Gehör ist in der 21. SSW schon bestens entwickelt. Das Baby hört die Stimmen der Eltern und Geschwister und nimmt sie als angenehm, als beruhigend oder auch als vertraut wahr. Die Mutter sollte in dieser Phase der Schwangerschaft ihrem Kind wann immer es geht, etwas vorlesen, mit ihm sprechen oder auch Musik auflegen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder nach der Geburt besser und intensiver trinken, wenn sie dabei Musik oder Geschichten hören, die ihnen noch aus dem Mutterleib bekannt sind. Väter machen später die faszinierende Feststellung, dass sich das Baby sofort beruhigt, wenn sie es in den Arm nehmen und mit ihm sprechen.

    Der Blutkreislauf und auch das Herz des Kindes arbeiten in der 21. SSW schon sehr gut, und das Herz schlägt zwischen 110 und 150 mal in der Minute. Damit hat das Baby einen doppelt so schnellen Herzschlag wie ein Erwachsener und bei der Vorsorgeuntersuchung klingt das Herz eines Babys wie galoppierende Pferdehufe.

    Für die Mutter beginnt in der 21. SSW die Kugelzeit

    In der 21. SSW steht der obere Rand der Gebärmutter ungefähr einen Zentimeter über dem Nabel und der Bauch der werdenden Mutter nimmt jetzt immer mehr die Form einer Kugel an. Da sich in der 21. SSW die Gewichtszunahme des Babys erstmals richtig bemerkbar macht, fällt vielen Frauen langes Gehen und Stehen zunehmend schwerer. Das Baby belastet den Rücken und auch den Beckenboden immer stärker und um für eine Erleichterung zu sorgen, sollte die Mutter sich in der 21. SSW zur Beckenbodengymnastik bei einer Hebamme anmelden.

    Die Muskulatur des Beckenbodens besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Muskelringen, die vom Schambein bis zum Ende der Wirbelsäule reichen. Die Beckenbodenmuskeln helfen effektiv dabei, die Blase, den Enddarm und auch die Gebärmutter zu kontrollieren und da eine Schwangerschaft die Muskeln besonders beansprucht, ist eine Beckenbodengymnastik immer hilfreich, auch wenn es um die Geburt geht. Vor allem bei der Vermeidung von Dammrissen kann eine gezielte Gymnastik der Beckenbodenmuskeln helfen.

    Bequeme Schuhe und lockere Kleidung sind in der 21. SSW angesagt und wenn sich jetzt zunehmend die ersten Fettpölsterchen zeigen, dann ist das nicht weiter schlimm, denn diese Polster werden nach der Geburt von ganz alleine wieder verschwinden. Nach der Entbindung hat der Körper mit den leeren Fettdepots zu kämpfen, denn die Nährstoffe wurden verbraucht und so lange keinen neuen Depots angelegt werden, behält die Mutter ihre schlanke Figur. Wichtig ist es aber, in der 21. SSW gesund und ausgewogen zu essen, denn ab der 21. SSW werden 500 Kalorien mehr verbraucht als in nicht schwangeren Zeiten.

    Kann das Baby eine Geburt in der 21. SSW überleben?

    Eine Frühgeburt in der 21. SSW ist in den meisten Fällen eine stille Geburt, denn das Kind kommt nicht lebensfähig auf die Welt. Hebammen und Ärzte nennen diese viel zu früh geborenen Kinder auch Sternenkinder, und in den Geburtshäusern, aber auch in den Kliniken bekommen die Eltern Zeit, sich von ihren Kindern zu verabschieden. Wer möchte, der kann sein Baby noch taufen lassen, denn Sternenkinder sind keine Totgeburten, diese Kinder leben bei der Geburt, aber trotz großer medizinischer Möglichkeiten, ist das Geburtsgewicht der Kinder und auch die Ausbildung der lebenswichtigen Organe zu gering, um zu überleben.

    Die meisten Kinder, die in der 21. SSW geboren werden, überleben nur wenige Stunden, und in Absprache mit den Eltern werden keine Maßnahmen für eine Wiederbelebung unternommen.

    Bild: © Depositphotos.com / d.aniel

  • Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Wenn die Mutter Ultraschallbilder in der 22. SSW sieht, dann wird sie feststellen, dass ihr Baby fast schon wie ein neugeborenes Kind aussieht, allerdings fehlen noch die so wichtigen Fettreserven. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass das Baby die Gewichtszunahme in der 22. SSW weiter forcieren wird. Wenn die Mutter sich vielleicht fragt: Die 22. SSW ist welcher Monat? – Es ist die Mitte des sechsten Monats und das zweite Trimester der Schwangerschaft. Viele Frauen entwickeln in dieser Phase einen großen Appetit und ihr Gewicht wird in regelmäßigen Abständen immer weiter zunehmen.

    Die 22. SSW – das Baby trainiert

    Der Arzt wird im sechsten Monat die zweite große Ultraschalluntersuchung machen und feststellen, dass das Baby jetzt 28 cm groß ist. In der 22. SSW ist das Baby wie schwer? Es wiegt jetzt rund 475 Gramm und für das Baby gilt ab der 22. SSW: Gewicht geht vor Wachstum. In der 22. SSW hat das Baby bereits fertig geformte Lippen und auch die Augen und Augenlider sind schon fertig entwickelt. Das Baby hat Haare, Augenbrauen und Wimpern, die aber ebenso wie die Iris der Augen, noch keine Farbpigmente haben, sondern wie ein sehr feiner, weicher weißer Flaum aussehen.

    Das Baby beginnt in der 22. SSW damit, seinen Tastsinn zu trainieren, es kann seine Hände falten und spielt mit seinen Füßen oder mit der Nabelschnur. Außerdem entdeckt es jetzt sein Gesicht und seinen Körper und es fängt an, intensiv Gymnastik zu treiben. Auch die Proportionen stimmen jetzt überein, denn Arme und Beine passen, was die Größe angeht, zum Körper.

    Auch die einzelnen Hautschichten sind in der 22. SSW schon fertig ausgebildet, aber die Haut wirkt noch recht runzelig, da die Fettpolster fehlen. Der Anteil an Körperfett liegt zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bei rund einem Prozent. Mit dem Aufbau der so wichtigen Fettschicht geht es jetzt sehr schnell voran. Das Baby hat in der 22. SSW eine sogenannte braune Fettschicht, die dem Körperfett sehr ähnlich sieht und die auch in Energie umgewandelt werden kann. In ersten Ansätzen ist das Kind jetzt bereits in der Lage, seinen Wärmehaushalt selbst zu regulieren.

    Die Organe wachsen

    Die Organe des Babys wachsen in der 22. SSW kontinuierlich weiter und das gilt auch für die Bauchspeicheldrüse. Seine Arbeit hat das wichtige Organ schon vor einiger Zeit aufgenommen, jetzt folgen die Feinarbeiten. Der Herzschlag des Babys ist jetzt schon deutlich zu hören, und wenn der werdende Vater sein Ohr auf den Bauch der Mutter legt, dann kann er das Herz des Babys vernehmen. Unter den Zahnleisten sind in der 22. SSW kleine Knospen zu sehen, aus denen sich später die Milchzähne herausbilden werden.

    Zum ersten Mal kann das Kind seine Mutter mit einem Schluckauf überraschen, der sich durch ein rhythmisches Zucken auf der Bauchdecke bemerkbar macht. Der Schluckauf entsteht, weil das Baby damit begonnen hat, das Fruchtwasser ein- und wieder auszuatmen. Dieses vorsichtige Trinken ist wichtig, denn damit trainiert das Baby seine Fähigkeit, zu atmen. Auch nach der Geburt wird das Baby noch öfter einen Schluckauf haben, denn es dauert seine Zeit, bis die Entwicklung des Zwerchfells komplett abgeschlossen ist.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 22. SSW?

    In der 22. Schwangerschaftswoche wölbt sich der Bauch schon sichtbar und es wird Zeit, die enge Jeans gegen bequeme Schwangerschaftsmode zu tauschen. Da das Baby seinen Körper entdeckt, werden in der 22. SSW die Kindsbewegungen stärker und es wird ab jetzt mehr und mehr ein Füßchen oder ein Händchen an der Bauchdecke der Mutter zu sehen sein.

    Ab der 22. SSW hat die Mutter einen erhöhten Bedarf an Magnesium, denn das Spurenelement ist für die Funktionen der Muskeln, des Nervensystems und auch des Immunsystems von großer Bedeutung. In der Regel wird Magnesium mit der normalen Nahrung aufgenommen, aber in der Schwangerschaft braucht das Baby einen großen Teil des Magnesiums. Deshalb sollte die Mutter ihren Speiseplan entsprechend umstellen. Nüsse und grünes Gemüse, viele Vollkornprodukte und vor allem Milch und alles, was aus Milch gemacht wird, ist jetzt wichtig und sollte daher auf dem Speiseplan stehen.

    Wenn es an Magnesium mangelt, dann führt das zu Muskelschmerzen und Magenkrämpfen. Im schlimmsten Fall kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen und damit auch eine Fehlgeburt in der 22. SSW auslösen. Der Arzt wird in der 22. SSW Blutuntersuchungen machen, um festzustellen, ob die Menge an Magnesium stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss die Mutter die Nahrung umstellen und eventuell auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

    Da die Schleimhäute in der 22. SSW stärker durchblutet werden, kann es zu Nasen- und Zahnfleischblutungen kommen und da die Gebärmutter gegen den Magen der Mutter drückt, macht Sodbrennen der Mutter immer mehr zu schaffen. Bewährte Hausmittel wie das Kauen von Mandeln, ein Glas Milch und auch ein Stück frische Ananas, können das Problem aber schnell beheben.

    Wie gefährlich ist eine Frühgeburt in der 22. SSW?

    Wenn die Mutter in der 22. SSW Wehen bekommt, dann werden Ärzte versuchen, die frühe Geburt zu verhindern. Wenn es nicht gelingt, mit wehenhemmenden Mitteln die Geburt zu stoppen, dann ist das Kind, das geboren wird, nicht lebensfähig. In diesem Fall wird das Baby im Sterben betreut, die Mutter wird das Kind in den Armen halten dürfen, um sich zu verabschieden. In vereinzelten Fällen entschließen sich die Ärzte in Absprache mit den Eltern, den Versuch zu machen, das Kind doch medizinisch zu betreuen. Fällt die Entscheidung für das Leben, dann leiden 20-30% der Kinder später an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

    Die meisten Frühgeburten in der 22. SSW werden durch eine Infektion ausgelöst, aber auch eine Fehlentwicklung des Babys kann dafür sorgen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Geburtswehen einsetzen. Diese Wehen versuchen die Mediziner dann mit der Hilfe von wehenhemmenden Mitteln zu unterdrücken, sogenannten Tokolytika. Zwar können diese Mittel die Ursachen der Wehen nicht behandeln, aber auf diese Weise gelingt es oftmals, wertvolle Zeit zu gewinnen. Durch diese gewonnene Zeit haben die Lungen die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, denn es kommt in dieser Situation auf jeden Tag an, den das Kind im Mutterleib verbleiben kann.

    Bild: © Depositphotos.com / fdgfoto

  • Die 23. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die 23. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die körperliche Entwicklung des Babys ist in der 23. SSW so gut wie abgeschlossen, was noch fehlt, das sind die Feinarbeiten. Die Organe funktionieren immer besser und die Entwicklung ist für die Mutter in der 23. SSW auf dem Ultraschall gut sichtbar. Wird in der 23. SSW ein Bild in 3D gemacht, dann kann die Mutter die Gliedmaßen, aber auch die Ohren und die Augen gut erkennen. Aber nicht nur das Baby erlebt in der 23. SSW eine ruhige Zeit, auch die Mutter kann die 23. SSW nutzen, um sich auszuruhen, denn die Schwangerschaft macht in dieser Phase kaum nennenswerte Probleme.

    Wie geht es dem Baby in der 23. SSW?

    Die 23. SSW wird als welcher Monat in die Geschichte der Schwangerschaft eingehen? Vielleicht als die Woche, in der das Baby kräftig zunimmt. Die SSW 23 spielt bei der Gewichtszunahme des Babys eine wichtige Rolle, denn gegenüber den vergangenen Wochen legt das Kind jetzt richtig zu und bringt im Schnitt 580 Gramm auf die Waage. Auch wenn es um das Wachstum geht, dann hat das Baby einen großen Schritt nach vorne gemacht und misst jetzt vom Scheitel bis zur Sohle zwischen 29 und 30 cm.

    In der 23. SSW sind die Kindsbewegungen gut zu spüren, denn das Baby intensiviert sein Bewegungsprogramm. Es trainiert seine Reflexe und es kann seine Bewegungen immer besser steuern und koordinieren. Wenn sich das Baby in der 23. SSW heftig bewegt, dann ist das für die Mutter nicht nur spürbar, sie kann die Bewegungen auch von außen sehen. Mal ist es ein Fuß, mal eine Hand, die sich auf der Bauchdecke abzeichnet. Das Baby entwickelt sich in der 23. SSW zu einem kleinen Boxer und da die Boxhiebe an Kraft zunehmen, sind diese sportlichen Aktivitäten für die Mutter nicht selten schmerzhaft.

    Das Baby prägt in der 23. SSW seine Fähigkeiten der Wahrnehmung immer weiter aus und seine Gehirnströme sind denen eines neugeborenen Kindes bereits sehr ähnlich. Zum ersten Mal hat das Kind die Fähigkeit sich zu erinnern, und die Stimmen der Eltern werden ebenso wie Musik oder auch Geschichten, die die Mutter vorliest, im Gehirn abgespeichert.

    In der 23. SSW öffnen sich die Nasenlöcher und auch die Entwicklung der Lungen und des Lungenkreislaufs geht zügig voran. Das Baby atmet jetzt immer öfter und auch intensiver Fruchtwasser ein, aber da sich das Zwerchfell erst nach der Geburt vollständig entwickeln wird, bekommt es immer häufiger einen heftigen Schluckauf. Die ersten kleinen Fettpolster bilden sich aus, aber das Baby hat zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft noch nicht die Fähigkeit, seinen Wärmehaushalt eigenständig zu regulieren.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 23. SSW?

    Viele Frauen verspüren in der 23. SSW eine deutliche Gewichtszunahme und da das Baby recht aktiv ist, führen die Bewegungen in der 23. SSW dazu, dass der Bauch oft hart wird. Sodbrennen ist jetzt einer der ständigen Begleiter der Mutter und auch Schmerzen in den Bändern und Rücken machen den meisten Frauen zu schaffen. Mit dem Wachstum und der Gewichtszunahme des Babys steigt auch der Druck auf die Blase und die Mutter muss öfter zur Toilette gehen.

    Der obere Rand der Gebärmutter kann in der 23. SSW ungefähr drei Zentimeter über dem Nabel ertastet werden. Der Nabel wölbt sich jetzt auch immer stärker hervor, er nimmt nach der Geburt aber sehr schnell wieder seine ursprüngliche Form an. Der seelische und körperliche Kontakt zwischen der Mutter und ihrem Kind wird in der 23. SSW intensiviert, denn in dieser Phase der Schwangerschaft kann die Mutter ihr Kind sehr stark spüren. Körperlich ist die 23. SSW für die werdende Mutter nicht immer so einfach. Ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks und Schwindelanfälle sind keine Seltenheit, vor allem dann, wenn die Mutter zu schnell aufsteht. Der Kreislauf kann aufgrund des vergrößerten Blutvolumens und durch die Schwangerschaftshormone, die die Gefäße lockern, für Probleme sorgen. Das stetig zunehmende Gewicht des Kindes und der Gebärmutter macht es dem Kreislauf nicht immer leicht, das Blut aus den Gliedmaßen zum Herzen zurück zu pumpen. Hilfreich ist es hier, die Beine, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet, hoch zu legen, denn das entlastet beim Aufstehen den Kreislauf.

    Erste Vorbereitungen werden getroffen

    In der 23. SSW wird es langsam Zeit, schon erste Vorbereitungen für die Geburt zu treffen. Wo soll das Baby zur Welt kommen? In einer Klinik, in einem Geburtshaus oder vielleicht zu Hause? Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, sollten auf Nummer sicher gehen und eine Geburtsklinik wählen, aber auch Frauen, die schon einmal ein Frühchen geboren haben, sind in einer Klinik besser aufgehoben, die eine Intensivstation für Säuglinge hat. Frauen, die schon ein Kind ohne Probleme zur Welt gebracht haben, können ihr Kind zusammen mit einer erfahrenen Hebamme in der heimischen Umgebung oder auch in einem Geburtshaus entbinden.

    In der 23. SSW sollte auch die Frage geklärt werden, ob der Partner bei der Geburt dabei sein soll oder nicht. Viele Männer sind bereit, ihre Frau zum Arzt oder auch zur Schwangerschaftsgymnastik zu begleiten, aber beim Wort Kreißsaal blocken sie ab. Frauen, die möchten, dass ihr Partner sie während der Geburt tatkräftig unterstützt, sollten jetzt mit der Hebamme oder mit dem Arzt ein gemeinsames Gespräch vereinbaren.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 23. SSW?

    Wie hoch ist in der 23. SSW die Überlebenschance für das Baby? Die Chancen stehen bei rund 53 %, dass das Kind eine so frühe Geburt überleben wird. Dank moderner Medizin ist es zwar möglich, das Kind auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zu versorgen, aber die Spätfolgen können gravierend sein. Wenn die Mutter in der 23. SSW Wehen bekommt, dann werden die Ärzte alles unternehmen, um eine Geburt zu verhindern. Wenn das Kind aber auf die Welt drängt, dann muss es intensivmedizinisch betreut werden. Das heißt, ein Frühchen in der 23. SSW muss sowohl künstlich beatmet als auch künstlich ernährt werden. Große Probleme werden das Herz und die Lungen machen, denn vor allem die Lungen sind noch nicht entwickelt, die Lungenflügel sind noch verklebt. Zu den geringen Überlebenschancen kommen neurologische Defizite, die dem Kind später zu schaffen machen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Die 24. SSW – das Baby wird zum Feinschmecker

    Die 24. SSW – das Baby wird zum Feinschmecker

    Die 24. SSW ist welcher Monat? Mutter und Kind befinden sich jetzt im sechsten Schwangerschaftsmonat und nähern sich dem letzten Drittel der Schwangerschaft. Die Mutter spürt in der 24. SSW das Gewicht des Babys jetzt immer deutlicher und die Belastungen der Schwangerschaft machen sich immer mehr bemerkbar. In der 24. SSW wird der Arzt zum zweiten Mal das Blut der Mutter auf eine eventuelle Rhesus-Unverträglichkeit testen und der Mutter empfehlen, eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes zu machen. Das Baby in der SSW24 bekommt einen weiteren Wachstumsschub und seine Lungen bilden sich weiter aus. Ab der 24. SSW erreichen die Aktivitäten im Bauch der Mutter für vier Wochen ihren Höhepunkt, denn danach wird der Platz für die sportlichen Übungen zu eng.

    24. SSW – das Baby macht große Fortschritte

    In der 24. SSW wird die Gewichtszunahme des Babys für die Mutter immer deutlicher, und in der 24. SSW Gewichtszunahme Tabelle steht jetzt 700 Gramm. Das Baby misst zwischen 30 und 31 cm und es legt weiter an Muskelmasse und Fettgewebe zu. In dieser Phase wird das Bewegungstraining und auch das Training der Reflexe weiter ausgebaut, denn das ist für die Entwicklung des Gehirns sehr wichtig.

    Das Baby kann in der 24. SSW bereits auf Stimmen und Geräusche immer besser reagieren. Es prägt sich die Stimme der Mutter ein und Forscher haben nachgewiesen, dass der Klang des ersten Schreis nach der Geburt dem Klang der mütterlichen Stimme sehr ähnlich ist. Wenn die Mutter dem Baby etwas vorliest, ein Lied singt oder einfach nur mit dem Kind spricht, dann wird das Baby aufmerksam zuhören.

    In der 24. SSW wird das Baby zu einem kleinen Feinschmecker, denn es kann über das Fruchtwasser verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden. Die Geschmacksknospen auf der Zunge unterscheiden jetzt süß und salzig, sauer und bitter. Der Geschmackssinn in der 24. SSW hat eine prägende Bedeutung, denn wenn zum Beispiel Süßes besonders stark wahrgenommen wird, dann wird das Kind in seinem ersten Lebensjahr gerne etwas essen, das süß ist. Die Mutter hat besonders in der 24. SSW oft Heißhungerattacken und wenn sie dann viele Süßigkeiten wie Kuchen oder Eis isst, dann nimmt auch das Fruchtwasser diesen Geschmack an, das Baby übernimmt praktisch die Vorlieben der Mutter.

    Die Reifung der Lungen schreitet in der 24. SSW weiter fort, und in den Lungenflügeln sind bereits die Blutgefäße und die Luftkanäle vorhanden. Langsam aber sicher wird jetzt auch ein Protein gebildet, das verhindert, dass die Lungenflügel verkleben können. Die Haut des Babys ist in der 24. SSW noch sehr zart und durchsichtig, denn die Ausbildungen der einzelnen Hautschichten ist noch nicht vollkommen abgeschlossen. Die Fingernägel des Kindes reichen jetzt schon bis zu den Fingerkuppen und die Struktur der Augen ist komplett entwickelt.

    Wie gut sind die Überlebenschancen in der 24. SSW?

    Wie sehen die Überlebenschancen in der 24. SSW aus? Babys, die in der 24. SSW zur Welt kommen, sind aufgrund ihrer noch geringen Lungenreifung nur bedingt überlebensfähig. Die Chancen, dass das Baby überlebt, liegen bei 67 %, je nachdem, wie schwer das Baby ist. Ein Gewicht von 700 Gramm ist lediglich ein durchschnittlicher Wert, es gibt auch Frühchen in der 24. SSW, die nur 500 Gramm auf die Waage bringen. Zwar sind in der 24. SSW die wichtigen Organe bereits angelegt, aber sie haben leider noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht.

    Das größte Problem bei einer Frühgeburt in der 24. SSW stellen die Lungen dar. Aber auch das Gehirn, die Blase, der Darm und die blutbildenden Organe wie zum Beispiel die Milz sowie das kindliche Immunsystem haben ihre entscheidenden Entwicklungsschritte noch vor sich. Dazu kommt, dass der Wärmehaushalt des Kindes noch nicht eigenständig reguliert werden kann.

    Kinder, die in der 24. SSW zur Welt kommen, müssen im Inkubator intensiv medizinisch betreut werden, sie werden künstlich durch einen Nasenschlauch beatmet und sie müssen über eine Sonde auch künstlich ernährt werden. Das Risiko dauerhafter gesundheitlicher Schäden ist in der 24. SSW hoch. So kann es zu ernsten Seh- und Hörproblemen kommen und auch spätere Lernschwächen können nicht ganz ausgeschlossen werden. Aber viele Kinder, die vielleicht nach der Geburt in der 24. SSW noch größere gesundheitliche Schwierigkeiten hatten, wachsen später zu ganz gesunden Kindern heran.

    Wenn die Mutter in der 24. SSW echte Wehen bekommt, dann werden die Ärzte alles versuchen, um die Geburt zu stoppen und um dem Baby die Möglichkeit zu geben, sich im Mutterleib weiter entwickeln zu können.

    Wie geht es der Mutter in der 24. SSW?

    Übungswehen sind in der 24. SSW keine Seltenheit, die aber von den echten Wehen, die die Geburt einleiten, zu unterscheiden sind. Die vorzeitigen Wehen sind mit Krämpfen während der Menstruation zu vergleichen, es kann auch zu Schmerzen im unteren Bereich des Rückens kommen. Wenn sich in der 24. SSW ein harter Bauch bemerkbar macht, dann ist das ebenfalls ein Zeichen dafür, dass der Körper für die echten Wehen trainiert. Auch die sogenannten Mutterbänder machen sich in der 24. SSW bemerkbar, sie werden stärker beansprucht und das führt oftmals zu einem schmerzhaften Ziehen im Unterleib. Die Beschwerden klingen meist schnell wieder ab, wenn die Mutter sich hinlegt und sich eine kleine Pause gönnt.

    Sollten die Schmerzen stärker werden oder mehr als dreimal in einer Stunde auftreten, dann muss sofort ein Arzt verständigt werden. Das gilt auch dann, wenn Flüssigkeit in kleinen Tropfen abgeht oder wenn ein Schwall Flüssigkeit aus der Scheide austritt. Das sind Zeichen dafür, dass die Fruchtblase geplatzt ist. Wenn das der Fall ist, dann muss die werdende Mutter sofort in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

    Auffällig sind in der 24. SSW auch die ersten Dehnungsstreifen, die sich am Bauch und auf dem Busen zeigen. Zunächst sind diese Streifen rot-blau gefärbt und erst nach der Entbindung werden sie schmaler und nehmen eine hell-silbrige Farbe an. Zwar verschwinden die Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen nicht vollständig, aber durch eine gute Pflegecreme oder eine Körpermilch wird die Haut elastischer und die Streifen sind nicht so stark ausgeprägt. Auch die Füße öfter mal hochzulegen, ist in der 24. SSW eine gute Idee, denn dann werden der Kreislauf und die Gefäße geschont.

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