Schlagwort: Schwindel

  • Hilfe bei Kieferknacken – CMD

    Hilfe bei Kieferknacken – CMD

    Das für viele Betroffene lästige Kieferknacken oder auch Zähneknirschen können erste Anzeichen auf CMD sein. Das Vorliegen einer CMD – Cranio Mandibuläre Dysfunktion – kommt immer dann in Frage, wenn Patienten gehäuft unter Kieferknacken, Problemen beim Kauen oder Kopfschmerzen leiden. Unter der Bezeichnung CMD werden in der Zahnmedizin unterschiedliche Fehlstellungen im Bereich des Kiefers und sämtlicher hieran beteiligter Knochen und Muskeln erfasst.

    Symptome für Kieferknacken und CMD

    Charakteristisch für Schmerzen im Kiefer, dem nicht zu überhörenden Kieferknacken am Morgen, Knirschen mit den Zähnen oder Problemen beim Öffnen des Mundes ist die so genannte CMD. Hierunter fassen Zahnärzte Funktionsstörungen im Kieferbereich zusammen. Die häufigsten Symptome für Kieferknacken und somit CMD sind Dysfunktionen sowie Schmerzen. Während sich die Dysfunktionen hauptsächlich auf die Bewegungsfähigkeit des Kiefers und dessen Gelenke bezieht, treffen die Schmerzen vielfach die Zähne.

    Aus dieser Symptomatik heraus entwickeln sich Beschwerden verschieden starker Ausprägung. Während eine Patientengruppe zum überwiegenden Teil unter stetigen Zahn- und Kieferschmerzen leidet, belastet andere betroffene Personen das ständig auftretende Kieferknacken und Zähneknirschen. Eine weitere Gruppe wird sich durch starke Schmerzen gestört fühlen, die während des Kauens auftreten.

    Nicht selten äußert sich eine CMD mit lästigem Kieferknacken auch in starken Gesichtsschmerzen, die bis in

    • den Nacken
    • die Schultern
    • den Kopf
    • den Rückenbereich

    ausstrahlen können. Darüber hinaus können sich weitere Symptome, wie beispielsweise

    • Einschränkungen beim Sehen
    • Probleme beim Schlucken
    • Ohrenschmerzen
    • Schwindelgefühle
    • Tinnitus

    sowie Bruststechen, auf Grund von Rückenverspannungen, hinzu gesellen.

    Bei Kieferknacken Arzt aufsuchen

    Rund 28 % der Gesamtbevölkerung ist von Anzeichen einer CMD betroffen. Dies ergab die durchgeführte SHIP-Studie, welche an der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Aus dieser Studie ging ferner hervor, dass nicht zwingend jede von CMD betroffene Person unter Schmerzen leiden muss. Vielmehr würde das auftretende Kieferknacken eher als lästig empfunden, als das überhaupt stärkere Beschwerden auftreten. Einzig 3 % aller von CMD Betroffenen würden eine ärztliche Behandlung benötigen.

    Treten im Zusammenhang mit Kieferknacken Schmerzen auf oder kann der Unterkiefer nicht mehr ohne Einschränkungen bewegt werden, empfiehlt es sich, einen Zahnarzt aufzusuchen. Schließt dieser klassische Erkrankungen, wie zum Beispiel Zahnfleisch- oder Wurzelentzündungen oder auch Karies aus, werden unterschiedliche Tests durchgeführt. Diese helfen bei der Diagnosefindung, ob der Verdacht auf CMD besteht und bestätigt werden kann.

    Hilfe bei Kieferknacken und CMD

    In den meisten Fällen haben sich Aufbiss Schienen zur Behandlung von Kieferknacken sehr gut bewährt. Von CMD betroffene Personen können sich ergänzend durch eigene Maßnahmen Linderung verschaffen. Bedingt durch die CMD treten bei einer Vielzahl der Patienten Verspannungen im Bereich des Kausystems und Zähneknirschen auf. Behandelt werden können diese zusätzlichen Symptome durch eine bewusste Wahrnehmung und Durchführung bestimmter Übungen zum Abbau derselben.

    Tipp 1: Kleine Erinnerungszettel können helfen

    Im Allgemeinen berühren sich die Zähne im Ruhezustand nicht. Im stressigen Alltag bemerken jedoch die Wenigstens, dass sie ihre Zähne fest zusammenbeißen. Aus diesem Grunde können kleine Erinnerungszettel, beispielsweise am Bildschirm angebracht, dabei helfen, sich der Kieferstellung tagsüber des Öfteren bewusst zu werden. Liegen in einem solchen Moment die Zähne fest aufeinander, empfiehlt es sich, einmal kurz Luft zu holen. Durch das anschließende lockere Schließen der Lippen erfolgt in der Regel von selbst eine entspannte Haltung des Kiefers, so dass einem lästigen Kieferknacken erfolgreich entgegen gewirkt wird.

    Tipp 2: Verspannungen lösen dank Physiotherapie

    Einer CMD kann ferner durch kurze Massagen im Wangen- oder Schläfenbereich vorgebeugt werden. Verspannungen werden hierdurch gelöst, ein Kieferknacken wird verhindert.

    Sofern es jedoch Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes gibt, sollten Verfahren der Physiotherapie, wie beispielsweise

    • Dehnübungen
    • Krankengymnastik
    • Wärmetherapie

    zum Einsatz kommen. Liegen Entzündungen im Bereich des Kiefergelenks vor, haben sich entzündungshemmende Medikamente und Spülungen der Gelenke bewährt. In wenigen Fällen machen sich auch kieferorthopädische Behandlungen oder ein Überkronen der Zähne erforderlich.

    Bild: © Depositphotos.com / kantver

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  • Das WPW-Syndrom – wenn das Herz aus dem Takt gerät

    Das WPW-Syndrom – wenn das Herz aus dem Takt gerät

    Das WPW-Syndrom ist eine spezielle Form von Herzrhythmusstörungen, die wie aus heiterem Himmel auftreten und genauso schnell wieder verschwinden. Die Betroffenen registrieren zwar das plötzliche Herzrasen, aber die wenigsten machen sich deshalb auch Sorgen. Das kann ein gefährlicher Fehler sein, denn wenn das Syndrom nicht behandelt wird, kann es zu einem plötzlichen Herztod führen. Schuld am WPW-Syndrom ist ein zusätzliches Bündel an Leitungen im Herzen, das alle elektrischen Impulse zwischen dem Herzvorhof und den Herzkammern überträgt und so ein Herzrasen auslöst.

    Welche Anzeichen für ein WPW-Syndrom gibt es?

    Der vollständige Namen des WPW-Syndroms lautet Wolff-Parkinson-White-Syndrom und es beschreibt streng genommen eine Anomalie. Im Bereich des Vorhofs gibt es zusätzlich zum normalen Reizleitungssystem eine weitere Reizleitung und diese Leitung kann für Probleme sorgen. Ein typisches Zeichen für das WPW-Syndrom ist plötzlich auftretendes Herzrasen, das auch ohne körperliche Aktivitäten auftreten kann. Die Betroffenen haben das Gefühl, als würde ihnen das Herz buchstäblich im Hals klopfen und der Herzschlag steigt auf bis zu 240 Schläge pro Minute. Viele fühlen sich dabei unwohl, sie verspüren eine leichte Übelkeit oder Schwindel, in selten Fällen kommt es auch zu einer kurzzeitigen Ohnmacht. Ein weiteres typisches Anzeichen eines WPW-Syndroms ist, wie bei vielen anderen Herzrhythmusstörungen auch, ein starker Harndrang.

    Wie wird die Diagnose gestellt?

    Patienten, die mit einem WPW-Syndrom zum Arzt gehen oder in ein Krankenhaus eingeliefert werden, müssen zunächst an ein EKG angeschlossen werden. Das Elektrokardiogramm ist die wichtigste Untersuchung, denn so wird die elektrische Erregung durch Kurven sichtbar gemacht. Während eines Anfalls ist das EKG besonders aussagekräftig und um diese Messungen möglichst exakt festzustellen, müssen die Betroffenen ein Langzeit-EKG machen lassen. Eine weitere Möglichkeit, den Umfang eines WPW-Syndroms besser einschätzen zu können, ist die sogenannte elektrophysiologische Untersuchung. Der Arzt führt dabei eine Sonde durch die Vene, zum Beispiel in der Leiste ein und schiebt diese dann bis zum Herzen. Auf diese Weise gibt es sehr genaue Messdaten.

    Wie wird das Syndrom behandelt?

    Das Ziel jeder Behandlung ist es, zum einen das starke Herzrasen zu unterbrechen und zum anderen einen weiteren Anfall zu verhindern. Kommt es zu einem akuten Herzrasen, dann kann das Trinken von kaltem Wasser eine effektive Sofortmaßnahme sein. Auf diese Weise wird der Ruhenerv, der sogenannte Parasympathikus stimuliert und das kann unter Umständen das schnelle Schlagen des Herzens beenden. Beim Arzt oder im Krankenhaus wird dem Patienten ein Medikament gespritzt, zudem wird das Herz mit einer laufenden EKG-Kontrolle untersucht. Wer schon einmal unter einer anderen Form von Herzrhythmusstörungen gelitten hat und dem Medikamente wie Digitalis oder Verapamil verschrieben wurden, sollte diese Präparate während eines Anfalls mit dem WPW-Syndrom nicht einnehmen, denn das kann zu schwerwiegenden Problemen führen.

    Ist eine Katheterablation sinnvoll?

    Ein sehr effektives Mittel, um weitere Anfälle zu vermeiden, ist eine Katheterablation. Ähnlich wie bei einer elektrophysiologischen Untersuchung wird vom Arzt eine Art Schleuse mittels eines Plastikschlauchs durch die Vene in der Leiste gelegt. Durch den Schlauch werden dann verschiedene Sonden in den rechten Herzvorhof geschoben. Das Ziel dieser Behandlung ist es, das zusätzliche Leitungsbündel im linken Vorhof des Herzens, das die Anfälle auslöst, zu veröden. Um vom rechten in den linken Vorhof zu gelangen, durchbricht der Arzt die dazwischen liegende Scheidewand mit einer dünnen Nadel. Liegt die Sonde dann an der richtigen Stelle, beginnt die Verödung, die nur wenige Minuten dauert. Der Patient bekommt eine örtliche Betäubung und kann das Krankenhaus meist schon nach wenigen Tagen wieder verlassen. Das Risiko dieser Behandlung ist gering und die Beschwerden, die das WPW-Syndrom verursacht, verschwinden dauerhaft. Vor allem Patienten, die häufig unter den Anfällen des WPW-Syndroms leiden, können von dieser modernen Behandlungsmethode profitieren und wieder ein normales Leben führen.

    Bild: © Depositphotos.com / Serp77

  • Die Infektionskrankheit Tetanus und ihre Gefahren

    Die Infektionskrankheit Tetanus und ihre Gefahren

    Etwa eine Million Menschen weltweit infiziert sich jedes Jahr mit Tetanus, einer Krankheit, die viele unter ihrem deutschen Namen Wundstarrkrampf kennen. Die Infektionskrankheit Tetanus tritt in Deutschland allerdings relativ selten auf, denn viele Deutsche sind geimpft und auch die hygienischen Verhältnisse sind hierzulande so gut, dass der Erreger kaum eine Chance hat. Clostridium tetani – so heißt der Erreger, der die Infektionskrankheit Tetanus auslöst und wenn dieser Erreger in die Muskeln des Körpers eindringt, dann verkrampft sich die Muskelmasse dermaßen, dass es zu Lähmungserscheinungen kommt.

    Welche Ursachen hat die Infektionskrankheit Tetanus?

    Der Name Wundstarrkrampf verrät es bereits, die Ursachen für Tetanus sind in den offenen Wunden zu finden, durch der Erreger in den Körper eindringen kann. Das Bakterium hat die Form eines Stäbchens und kann sich nur dann vermehren, wenn die Umgebung arm an Sauerstoff ist, was bei offenen Wunden besonders dann zutrifft, wenn sie stark ausgefranste Ränder haben. Einmal in die Wunde eingedrungen, bilden die Bakterien Sporen und damit eine dauerhafte Form des Erregers, und wenn die Bedingungen besonders ungünstig sind, dann können sie sehr lange überleben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Erreger zum einen widerstandsfähig gegen Hitze, Austrocknung und Desinfektionsmittel ist und zum anderen in der Umwelt praktisch überall vorkommt. Die meisten Tetanus-Erreger finden sich im Erdreich, in tierischen Ausscheidungen, aber auch auf der Haut von Tieren und in ihrer Darmflora.

    Der Tetanus Infektionsweg

    Es ist nicht der Erreger selbst, der in die Wunde gelangt, es sind vielmehr die Sporen, die auch ohne Sauerstoff leben können. Meist reicht schon eine kleine Verletzung, die verschmutzt wird und schon wandern die Sporen in den menschlichen Körper. Das kann zum Beispiel bei der Gartenarbeit passieren, aber auch bei Verkehrsunfällen und Unfällen in der Landwirtschaft ist die Infektionskrankheit Tetanus präsent. Ist der Erreger einmal in der Wunde, dann vermehrt er sich dort und gibt das Gift Tetanustoxin in die Blutbahn ab. Der Giftstoff gerät dann über den Blutkreislauf in das zentrale Nervensystem ins Gehirn und auch ins Rückenmark. Dort angekommen, werden bestimmte Nervenzellen deaktiviert und alle Nervenimpulse, die normalerweise die Muskeln entspannen sollen, können nicht mehr weitergeleitet werden, was schließlich zu den für Tetanus typischen Verkrampfungen führt.

    Die Tetanus Symptome

    Für die Infektionskrankheit Tetanus gibt es klassische Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schmerzen in den Muskeln, eine allgemeine Mattigkeit und auch starke Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf kann eine sogenannte Kieferklemme dazu kommen, die Betroffenen haben einen grinsenden Gesichtsausdruck, da sich die Zungen- und Gesichtsmuskulatur verkrampft, auch die Beine, die Arme, der Nacken und die Bauchmuskulatur werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Muskelkrämpfe sind schmerzhaft und dauern bis zu zwei Minuten an, sie werden noch verstärkt durch optische Reize wie helles Licht, akustische Reize, laute Geräusche und mechanische Reize, wie leichte Berührungen. Die Infektionskrankheit Tetanus führt auch zu einem erhöhten Stoffwechsel, was hohes Fieber auslösen kann und wenn sich die Kehlkopfmuskulatur verkrampft, dann kommt es zu Atemnot, die Betroffenen drohen zu ersticken.

    Wie wird Tetanus behandelt?

    Gegen die Infektionskrankheit Tetanus gibt es kein direktes Gegenmittel, alles, was die Ärzte in einem akuten Fall tun können, ist die Symptome zu lindern und die Vermehrung des Krankheitserregers zu vermindern. Zunächst muss die Wunde gründlich gereinigt und dann breit geöffnet werden. Durch die offene Wundbehandlung kommt Sauerstoff in den Wundbereich und das ist hilfreich, damit sich die Bakterien nicht weiter vermehren. Zusätzlich werden Antibiotika gegeben, die das Tetanustoxin vor allem im Gehirn und im Rückenmark neutralisieren sollen. Der effektivste Schutz gegen die gefährliche Infektionskrankheit Tetanus ist aber eine Impfung, denn sie setzt eine aktive Immunisierung in Gang, der Körper ist in der Lage, Antikörper zu bilden und sich so vor dem Erreger dauerhaft zu schützen.

    Bild: © Depositphotos.com / Zerbor

  • Immer mehr Kinder leiden unter Bluthochdruck

    Immer mehr Kinder leiden unter Bluthochdruck

    Ähnlich wie das Gewicht, so lässt sich auch der Blutdruck optimieren, und das mit sehr einfachen Mitteln. Wer glaubt, dass ein zu hoher Blutdruck nur ältere Menschen betrifft, der irrt sich gewaltig, denn in Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Hypertonie. Schätzungen zufolge sind es aktuell mehr als 650.000 Kinder und Jugendliche, die mit einem viel zu hohen Blutdruck durchs Leben gehen. Geschätzt wird, dass sich mindestens in jeder Schulklasse ein Kind befindet, das unter Bluthochdruck leidet, bei den Kindern, die übergewichtig sind, leiden sogar 26 % unter Hypertonie.

    Viele Ursachen für kindliche Hypertonie

    Warum leiden immer mehr Kinder in Deutschland unter einem viel zu hohen Blutdruck? Zum einen ist es ein eklatanter Mangel an Bewegung, zum anderen ist es die falsche Ernährung, die bei Kindern den Blutdruck permanent nach oben treibt. Auch Medikamente, die die Kinder einnehmen müssen, sind häufig schuld am Bluthochdruck. Eine neue Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) zeigt, dass sich in der Gruppe der Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren rund sieben Prozent jeden Tag von Fast Food ernähren. Weniger als die Hälfte der Kinder bewegt sich regelmäßig und treibt Sport, drei Viertel der Kinder, die an der Studie teilgenommen hat, sitzt stattdessen in der Freizeit lieber stundenlang vor dem Fernseher oder am PC.

    Die Kinder merken nichts

    Was den Bluthochdruck bei Kindern so gefährlich macht, ist, dass die Kinder nichts davon merken, wenn der Druck in ihren Adern immer weiter ansteigt. Erste Anzeichen wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Schlafstörungen oder auch Nasenbluten bleiben vielfach unbeachtet, weil viele Eltern und auch viele Ärzte immer noch davon überzeugt sind, dass Bluthochdruck bei Kindern kein Thema ist. Zwar ist Hypertonie auch bei Kindern keine Krankheit, aber es ist der schlechte Wert, der auf eine ernst zu nehmende gesundheitliche Störung hinweist, die sehr gefährlich werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / khosrork

  • Chronisches Erschöpfungssyndrom – Krankheit und viele Rätsel

    Chronisches Erschöpfungssyndrom – Krankheit und viele Rätsel

    Bleierne Müdigkeit schon am frühen Morgen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Probleme mit der Konzentration, zuweilen sogar Gedächtnislücken – bei diesen Symptomen handelt es sich meist um ein chronisches Erschöpfungssyndrom oder um ein chronisches Fatigue-Syndrom, kurz CFS genannt. CFS ist eine rätselhafte Krankheit, die sich nicht richtig zuordnen lässt, sie kann den Betroffenen aber so sehr zusetzen, dass sie kein normales Leben mehr führen können. Was aber hinter dieser Krankheit steckt, darüber sind sich Mediziner bis heute nicht einig, fest steht bislang nur, dass davon rund eine Viertelmillion Deutsche betroffen sind.

    Chronisches Erschöpfungssyndrom – ist ein Infekt schuld?

    Auch wenn noch nicht restlos geklärt ist, was dieses Syndrom auslöst, es tritt sehr häufig nach einer Infektionskrankheit wie zum Beispiel dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf. Die eigentliche Krankheit geht, was aber bleibt, das ist eine schwere Erschöpfung, die schon leichte Dinge wie das Aufstehen am Morgen, fast unmöglich macht. Die Betroffenen fühlen sich ständig müde und ganz gleich, wie viele Pausen auch eingelegt werden, die Müdigkeit und die Erschöpfung wollen einfach nicht mehr weichen. Dazu kommen noch Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, auch das Gedächtnis lässt nach und viele fühlen undefinierbare Glieder- und Muskelschmerzen, die Lymphdrüsen schwellen an, zudem kommt es zu Appetitlosigkeit und Schwindelanfällen. Nicht selten dauern diese Symptome mehrere Monate an, bei einigen führen sie sogar zu Invalidität.

    Andere mögliche Auslöser

    Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein chronisches Erschöpfungssyndrom eine Autoimmunerkrankung ist. Bei dieser Art von Erkrankung geht das körpereigene Immunsystem gegen das Körpergewebe vor und versucht, es zu zerstören. Ganz bestimmte Erreger, wie zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, geben dem Körper den Befehl, ständig Krankheitssymptome zu zeigen, wie das bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom der Fall ist. Da jeder, der von CFS betroffen ist, ein anderes Krankheitsbild hat, ist es unmöglich, ein einheitliches Konzept zu finden. Vor allem wenn es keinen eindeutigen organischen Befund gibt, dann liegt häufig die Diagnose Depression nahe, da sich die Symptome ähneln. Um die Diagnose differenzieren zu können, versuchen die Mediziner etwas über den psychischen Antrieb des Patienten zu erfahren, denn anhand des psychischen Antriebs lässt sich die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom ausschließen oder bestätigen. Es besteht aber immer die große Gefahr, dass Patienten, bei denen die Diagnose CFS gestellt wird, auch depressiv werden.

    Wie stellt der Arzt seine Diagnose?

    Ein chronisches Erschöpfungssyndrom wird in der Regel durch eine sogenannte Ausschlussdiagnose festgestellt. Der Arzt muss alle anderen Ursachen ausschließen können, die infrage kommen könnten. Erst wenn das der Fall ist, dann kann die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom gestellt werden. Die Ausschlussdiagnose hat zwei Gründe, denn zum einen wird so verhindert, dass mögliche andere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs, eine Depression oder auch Hepatitis übersehen werden, und zum anderen gibt es bis heute keine Befunde wie beispielsweise Blutwerte, die auf ein chronisches Erschöpfungssyndrom hinweisen. Ärzte, die sich mit der Krankheit befasst haben, können aber die typischen Symptome erkennen.

    Wie wird CFS behandelt?

    Da die genauen Ursachen für ein chronisches Erschöpfungssyndrom nach wie vor noch nicht bekannt sind, gibt es auch keine wirksame Therapie. Was es allerdings gibt, das sind Behandlungsansätze. So werden zum Beispiel einige Patienten mit Immunglobulinen behandelt, aber auch künstliche Antikörper und spezielle Krebsmedikamente sind im Gespräch und werden zum Teil versuchsweise auch schon eingesetzt. Zwar kommt es bei diesen Therapien zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome, einige Medikamente sind jedoch nicht in Deutschland zugelassen, da sie gravierende Nebenwirkungen haben. Was den Betroffenen bleibt, das sind im Grunde nur Verhaltenstherapien wie das Führen eines Tagebuchs, in dem festgehalten wird, wann die Symptome besonders stark sind. Aufgrund dieser Tagebuchaufzeichnungen kann der Arzt dann erkennen, wie und bei welchen Gelegenheiten der Patient mit seinen Kräften besonders schonend umgehen muss.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Elektroschocks – schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Elektroschocks – schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Wenn das Herz rast, das Atmen immer schwerer fällt und der Schwindel den Boden unter den Füßen wegzieht, dann sind das Anzeichen dafür, dass das Herz aus dem Takt geraten ist. Herzrhythmusstörungen lautet die Diagnose, und wenn es um eine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen geht, dann sind Elektroschocks eine effektive Maßnahme. Mit einem Defibrillator wird das Herz wieder in den richtigen Takt gebracht, und da sich diese modernen Geräte sehr einfach bedienen lassen, kann jeder zum Lebensretter werden.

    Nicht immer lebensgefährlich

    Das Herz ist mit einem gut funktionierenden Motor zu vergleichen, der läuft und läuft und läuft. Das Herz macht nie eine Pause, immer wieder zieht es sich zusammen, erschlafft wieder und pumpt auf diese Weise Tag für Tag rund 7000 Liter Blut durch den Körper. Normalerweise schlägt das Herz in einem immer gleichbleibenden Rhythmus mit einer Frequenz von 60 bis 100 Schlägen in der Minute. Wenn das Herz aber aus dem Rhythmus gerät, dann liegt die Zahl entweder unter 60 oder über 100, aber nicht immer ist eine Abweichung der Norm auch gefährlich. Zu schnelle, zu langsame oder zu unregelmäßige Herzschläge werden zwar auch als Herzrhythmusstörungen bezeichnet, aber sie führen nur sehr selten zu einer lebensgefährlichen Situation. Das Gleiche gilt auch, wenn das Herz plötzlich stolpert, denn das ist bis zu einem bestimmten Grad sogar normal.

    Gezielte Stromschläge – die schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Jeder weiß wahrscheinlich, was ein Defibrillator ist, aber kaum jemand weiß, wie dieser Elektroschocker eigentlich funktioniert. Defibrillatoren, die schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen, waren vor ein paar Jahren nur in den Notaufnahmen der Krankenhäuser und in Rettungswagen zu finden. Heute gibt es in jedem großen Einkaufszentrum mindestens einen dieser Elektroschockgeräte, in kleineren Ortschaften sind sie in der Bank oder im Gemeindehaus zu finden. Bei schweren Herzrhythmusstörungen verlieren die Betroffenen meist sofort das Bewusstsein und haben keinen Puls mehr. In dieser Situation kommt es auf jede Minute an, denn innerhalb von nur zehn Minuten sinkt die Chance zu überleben, um 50 %, auch Schädigungen des Gehirns aufgrund des hohen Sauerstoffmangels sind möglich.

    Effektive Erste Hilfe

    Wenn die Betroffenen ohne Bewusstsein sind und schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen gefragt ist, dann sollten die Helfer vor Ort zunächst die Atmung prüfen und dann mit der Herzdruckmassage beginnen. Perfekt sind 100 Druckbewegungen pro Minute, denn nur so kann der Blutfluss durch den Körper aufrechterhalten werden. Wenn das Herz flimmert, dann kann dieses lebensgefährliche Flimmern nur mit einem gezielten Elektroschock unterbrochen werden. Nach dem Stromstoß steht das Herz zwar kurz still, findet aber dann sofort wieder in den richtigen Rhythmus. Moderne Defibrillatoren, diese schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen, sind einfach zu bedienen und haben meist eine akustische Bedienungsanweisung. So wird es auch medizinische Laien möglich, im Ernstfall Leben zu retten.

    Große Hilfe durch kleine Elektroschocks

    Eine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen ist auch der Defibrillator, der in die Brust eingepflanzt wird. Menschen, die häufig mit Rhythmusstörungen zu kämpfen haben, bekommen einen kleinen Defibrillator implantiert. Das kleine Gerät ist mit einem Kabel direkt mit dem Herzen verbunden und ist in der Lage, jeden einzelnen Herzschlag zu analysieren. Kommt es zu einem Herzflimmern, dann sendet diese kleine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen einen elektrischen Impuls und das Herz schlägt sofort wieder im normalen Rhythmus. Wenn die Betroffenen wach sind, dann ist das zwar ein schmerzhafter Vorgang, aber er rettet das Leben. Eine andere Möglichkeit, das Herz wieder im normalen Rhythmus schlagen zu lassen, sind Medikamente, die das Blut verdünnen oder sogenannte Antiarrythmika, wie zum Beispiel Betablocker. Geeignet sind diese Medikamente besonders für Patienten mit nur geringen Beschwerden. Der Herzrhythmus wird auf diese Weise ständig kontrolliert und eine zu hohe oder zu niedrige Herzfrequenz wird vermieden.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1