Schlagwort: Sport

  • Auszubildende leben ungesund

    Auszubildende leben ungesund

    Eine neue Studie, die von der AOK in Auftrag gegeben wurde, kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis, denn die Mehrzeit der Auszubildenden in Deutschland lebt ungesund. Zu wenig Schlaf und eine falsche Ernährung sind dafür verantwortlich, dass es besonders unter den Lehrlingen zu immer mehr Fehlzeiten kommt. 57 % der für die Studie befragten Auszubildenden klagen über häufige körperliche Beschwerden und jeder Zweite gibt an, seelische Probleme zu haben.

    Schmerzen und Verspannungen

    Schmerzen in Kopf und Rücken hat nach eigenen Aussagen jeder vierte Auszubildende und auch Verspannungen sind keine Seltenheit. Jeder Dritte ist permanent müde und erschöpft, jeder Zehnte der Befragten leidet unter Schlaflosigkeit. Mehr als die Hälfte, immerhin 54 %, lebt allerdings sehr gesundheitsbewusst und hat kaum oder keine Beschwerden. Das Defizit liegt nach Meinung der Mediziner vor allem in der mangelnden Bewegung, aber auch eine ungesunde Ernährung, wenig Schlaf, Suchtmittel aller Art und die digitalen Medien sind schuld am schlechten Gesundheitszustand der jungen Leute, die sich in der Ausbildung befinden.

    Kein Sport, aber viel Fast Food

    26 % der Auszubildenden, die für die AOK Studie befragt wurden, treiben wenig oder gar keinen Sport, 27 % verzichten auf ein Frühstück. Knapp 16 % nehmen kein Mittagessen zu sich und 17 % essen mehr als einmal in der Woche Fast Food. Mehr als die Hälfte gab an, statt einer gesunden Mahlzeit lieber Süßigkeiten zu essen, und an Werktagen bekommt ein Drittel der männlichen und jede Vierte der weiblichen Auszubildenden weniger als sieben Stunden Schlaf. Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich mehr als zwölf Prozent ständig müde und leistungsunfähig fühlen.

    Viele haben ein Suchtproblem

    Was besonders beunruhigend ist, ist die Tatsache, dass mehr als jeder Dritte der Auszubildenden raucht und jeder Fünfte nach eigenen Angaben zu viel Alkohol trinkt. Viele bezeichnen sich selbst auch als internetsüchtig und gaben an, ihre gesamte freie Zeit vor dem PC zu verbringen. Jeder fünfte Auszubildende ist gesundheitlich gefährdet und die Studie besagt, dass jeder Zehnte sogar einen riskanten Lebensstil hat, der langfristig sowohl zu körperlichen als auch zu mentalen Beschwerden führen kann.

    Die Arbeit wird negativ wahrgenommen

    Die Auszubildenden, die einen riskanten und ungesunden Lebensstil führen, nehmen die Arbeit an ihrem Ausbildungsplatz als negativ wahr, während sich nur 14,7 % angemessen gefordert und gefördert fühlen. Bei den Jugendlichen, die gesundheitsbewusst leben, liegt diese Zahl nur bei 5,7 %. Jeder Vierte, der sich im Job nicht wohlfühlt und eine ungesunde Lebensweise hat, sieht seine berufliche Entwicklung sehr pessimistisch, bei den verantwortungsvollen Auszubildenden sehen das nur 12 % so.

    Die Studie sieht nicht nur die Eltern und die Betriebe in der Pflicht, auch die Auszubildenden sind gefordert, ihr Leben anders zu gestalten. Nach Ansicht von Experten sollten Jugendliche zwischen 17 und 22 Jahren in der Lage sein, ein gesundes Leben zu führen.

    Bild: © Depositphotos.com / AntonioGuillemF

  • Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Jeder hat schon einmal Rückenschmerzen gehabt, besonders wer dauerhaft einer sitzenden Tätigkeit nachgeht, weiß, dass der Rücken große Probleme bereiten kann. Es gibt unendliche viele Tipps, die den Rückenschmerzen den Kampf ansagen sollen, aber nicht jeder dieser Tipps ist auch der Richtige, um die Schmerzen im Rücken loszuwerden. Welche Maßnahmen sollten auf jeden Fall vermieden werden, weil sie den Rücken noch mehr belasten?

    Sitzbälle sind Gift

    Wer Rückenschmerzen hat, der sollte starres Sitzen vermeiden, sondern sich stattdessen auf einem Sitzball den ganzen Tag bewegen. Das stärkt die Rückenmuskulatur, sagten die Mediziner ihren ahnungslosen Patienten. Jetzt steht fest, dass ein Ball so gar geeignet ist, um darauf den ganzen Tag zu sitzen. Höchstens eine halbe Stunde am Tag erträgt die Muskulatur des Rückens diese Tortur, die nicht zur Stärkung, sondern nur zu noch mehr Rückenschmerzen führt.

    Immer schön gerade sitzen

    Schon Kindern wird beigebracht, dass sie gerade sitzen sollen, denn wenn die Wirbelsäule zu arg gekrümmt wird, dann sorgt das für Rückenschmerzen. Auch das ist falsch, denn wer sich permanent gerade hält, der versteift seinen Rücken, die Muskeln verkrampfen und das führt dann zu quälenden Rückenschmerzen. Besser ist es, eine gerade Haltung mit einer leicht gebeugten Haltung abzuwechseln.

    Wer sportlich ist, hat keine Rückenschmerzen

    Sport ist und bleibt gesund, aber nicht jede Sportart ist auch eine Wohltat für den Rücken. Tennis und auch Gymnastik mit vielen Streckbewegungen sind nicht gesund, sie provozieren vielmehr Rückenschmerzen, und auch das klassische Brustschwimmen ist für den Rücken nicht geeignet und fördert das sogenannte Hohlkreuz. Sinnvoller ist es, auf dem Rücken zu schwimmen oder zu kraulen.

    Eine harte Matratze ist gesund

    Optimal für den Rücken ist es, wenn er gestützt und seine Muskulatur entlastet wird, und das möglichst auch im Schlaf. Für Verkäufer in den meisten Matratzengeschäften heißt das, sie empfehlen ihren Kunden eine möglichst harte Matratze. Wer sich für diese harte Matratze entscheidet, der sollte sich nicht über Rückenschmerzen wundern, denn die harte Unterlage im Bett sorgt dafür, dass die Wirbel in einem Hohlraum liegen und die Muskeln angespannt werden. Besser ist eine mittelharte Matratze, auf der die Wirbelsäule gerade liegt.

    Hilft Paracetamol gegen Rückenschmerzen?

    Viele, die unter Rückenschmerzen leiden, kaufen in der Apotheke Paracetamol oder bekommen den Wirkstoff von ihrem Arzt verschrieben. Mittlerweile ist Paracetamol das am meisten verkaufte Schmerzmittel überhaupt, aber eine aktuelle Studie zeigt, dass der Wirkstoff gegen Rückenschmerzen wenig ausrichten kann. Bei Versuchen mit Probanden stellte sich nämlich heraus, dass Paracetamol mehr oder weniger einen Placebo-Effekt hat. Ein anderer Wirkstoff hat sich allerdings gegen Rückenschmerzen bewährt, und zwar Diclofenac. Patienten, die im Rahmen der Studie Diclofenac bekamen, waren innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums komplett schmerzfrei. Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte also Diclofenac nehmen, aber nur nach Absprache mit dem Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia

  • Warum eine Reha für Herzpatienten so wichtig ist

    Warum eine Reha für Herzpatienten so wichtig ist

    Die Zahl der Herzerkrankungen steigt stetig weiter an und damit auch die Zahl der Reha-Maßnahmen. Aber auch wenn die Zahl steigt, nicht alle Herzpatienten wollen in eine Reha, viele halten diese Maßnahme für vergeudete Zeit. Allein schon die Aussicht auf schmale Kost und sportliche Übungen schreckt viele Herzpatienten ab, dabei ist eine Reha ungemein wichtig, denn eine Behandlung, die sich an den Aufenthalt im Krankenhaus anschließt, kann hilfreich sein, um länger zu leben.

    Eine neue Studie

    Wie wichtig und effektiv eine Reha für alle ist, die mit einer Herzerkrankung in der Klinik liegen, das hat jetzt eine Studie herausgefunden. Durchgeführt wurde diese Studie von der Paracelsus-Klinik Bad Suderode in Quedlinburg, und die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die Studie befasste sich mit 1.900 Herzpatienten aus ganz Sachsen-Anhalt, die im Durchschnitt vor elf Jahren am Herzen erkrankt waren. Die Ärzte analysierten die Daten der Patienten um festzustellen, wie viele an einer Reha teilgenommen und welche Patienten an ihrem Herzleiden gestorben sind. Das Ergebnis zeigt, dass im Zeitraum von elf Jahren nur ein Patient von 44, die an einer Reha teilgenommen haben, an seinem Herzleiden gestorben ist. Ohne Rhea starben siebenmal so viele, fanden die Mediziner heraus.

    Nicht immer einfach

    Nach wie vor gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu den führenden Todesursachen in Deutschland, aber da die Medizin immer größere Fortschritte macht, ist es zum Beispiel heute eher schwierig, bei einer stabilen Angina pectoris von der Krankenkassen eine Reha genehmigt zu bekommen. Die Herzpatienten von heute haben immer bessere Prognosen und die Sterblichkeit wird immer geringer, trotzdem ist eine Reha immer noch notwendig, um den Patienten beispielsweise nach einem Herzinfarkt weiter zu stabilisieren. Mediziner raten allen, nach einer Herzerkrankung bei der Krankenkasse unbedingt eine Reha zu beantragen. Wird dieser Antrag abgelehnt, dann sollte zur Not auch geklagt werden. Ob eine Reha abgelehnt wird oder nicht, das wird nach dem Sozialgesetzbuch geregelt. Leider sind die Gesetze nicht ganz eindeutig und die Krankenkassen haben viel Spielraum, wenn es um die Genehmigung einer Reha-Maßnahme geht. Ein Anwalt für Sozialrecht kann den Patienten weiterhelfen und sie genau darüber informieren, ob es sich lohnt, die Reha einzuklagen oder nicht.

    Eine Reha lohnt sich

    Dass sich eine Reha auf jeden Fall lohnt, das macht die aktuelle Studie noch einmal mehr als deutlich. Herzpatienten, die länger leben wollen, sollten eine Reha machen, denn in einer Reha-Klinik werden die Patienten auf ein Leben nach dem Infarkt vorbereitet. In den Kliniken fehlen Zeit und Fachpersonal, um die Patienten optimal zu betreuen, das kann nur in einer Reha geschehen. Hier lernen die Betroffenen, wie sie sich zum Beispiel in Zukunft richtig ernähren, welchen Sport sie treiben sollten und wie sie ihr Leben nach der akuten Erkrankung einrichten müssen.

    Bild: © Depositphotos.com / alexmillos

  • Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Jeder kennt das Gefühl, wenn die Hand „eingeschlafen“ ist und kaum jemand misst dem Kribbeln und dem Taubheitsgefühl Bedeutung bei. In den allermeisten Fällen ist dieses Gefühl auch harmlos, aber es kann auch ein Zeichen für das sogenannte Karpaltunnelsyndrom sein. Vor allem wenn das Kribbeln und das Gefühl die Hand sei taub, wiederholt und auch nachts auftritt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich tatsächlich um ein Karpaltunnelsyndrom handelt. Wenn das der Fall ist, dann muss dieses Syndrom auch behandelt werden, passiert das nicht, dann droht im schlimmsten Fall Muskelschwund.

    Was genau ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Genau genommen ist der Karpaltunnel kein Tunnel, sondern eine Art Kanal im Handgelenk, durch den die Nerven, Sehnen und Bänder verlaufen. Wenn es besonders in der Nacht zu einem Kribbeln oder zu einem tauben Gefühl in der Hand kommt, dann ist in der Regel der Mittelarmnerv eingeklemmt, der Nervus medianus. So kommt es zu Gefühlsstörungen, die sich vor allem am Daumen, aber auch am Mittel- und Zeigefinger bemerkbar machen. Ein Karpaltunnelsyndrom wird im frühen Stadium kaum wahrgenommen, aber wenn die Gefühlsstörungen in regelmäßigen Abständen auftreten, dann ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Zu den Symptomen eines Karpaltunnelsyndroms gehören:

    • Kribbeln in den Fingern, das in den Arm ausstrahlt
    • Bewegungsschmerzen in der Hand, die an einen elektrischen Schlag erinnern
    • Gefühllosigkeit im Daumen sowie im Zeige- und Mittelfinger
    • Die Feinmotorik der Hand ist eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden
    • Der Daumenballen bildet sich zurück

    Welche Ursachen hat das Karpaltunnelsyndrom?

    Für das Karpaltunnelsyndrom gibt es viele verschiedene Ursachen. Eine einseitige Belastung, wie sie bei der Haus- und Gartenarbeit häufig auftritt, kann ein Karpaltunnelsyndrom auslösen, aber auch eine abgeknickte Haltung der Hand bei der Arbeit am PC oder beim Sport kann die Ursache sein. Viele knicken oder klemmen im Schlaf die Hand ein und durch die so entstehende Durchblutungsstörung kann sich ein Karpaltunnelsyndrom bilden. Möglich sind aber auch hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft. Krankheiten wie Rheuma, eine Überfunktion der Schilddrüse, eine Nierenschwäche und Diabetes stehen ebenso im Verdacht, ein Karpaltunnelsyndrom auszulösen. Sehr selten ist auch eine genetische Vererbung möglich, in diesem Fall spricht die Medizin von einer erblichen Disposition.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn die Beschwerden immer wiederkehren und nicht nur in der Nacht, sondern vermehrt auch am Tag auftreten, dann ist es immer sinnvoll einen Arzt aufzusuchen und sich neurologisch behandeln zu lassen. Wird das Karpaltunnelsyndrom früh erkannt und ist noch nicht so stark ausgeprägt, dann kann es helfen, eine Schiene zu tragen. Außerdem kann eine kurzfristige Therapie mit Kortison verhindern, dass der betroffenen Nerv noch weiteren Schaden nimmt. Wenn weder die Schiene noch das Kortison helfen die Beschwerden zu lindern, dann ist eine Operation der letzte Ausweg. Der Eingriff kann in der Regel ambulant und endoskopisch durchgeführt werden. Das Ziel der Operation ist es, dem beschädigten Nerv in der Mittelhand mehr Platz zu verschaffen und den Druck von den Bändern und Sehnen zu nehmen. Nach der OP empfiehlt sich eine Physiotherapie, die individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt wird.

    Was passiert, wenn das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt wird?

    Wer die beschrieben Symptome hat, sie aber auf Dauer ignoriert, der wird starke Schmerzen bekommen und diese Schmerzen beschränken sich eines Tages nicht mehr nur auf die Hand. Sie strahlen vielmehr auf alle Finger, auf den Arm und schließlich in die Schulter- und Nackenregion aus. Wird das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt, dann werden die Muskeln der Hand immer schwächer und der Betroffene kann die Hand immer weniger benutzen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zum Muskelschwund in der Hand, der schließlich chronisch wird und sich auch durch eine Operation nicht mehr beheben lässt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightpoet

  • Was zeichnet einen guten Kinderarzt aus? – Hier sind die wichtigsten Tipps (AUDIO)

    Baierbrunn (ots) –

    Anmoderationsvorschlag: Für Kinderkrankheiten, Vorsorgeuntersuchungen und vieles mehr brauchen Eltern für ihren Nachwuchs einen guten Kinderarzt, aber der ist oft gar nicht so einfach zu finden. Darum hat Max Zimmermann die wichtigsten Tipps zusammengetragen:

    Sprecher: Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste, und da ist der Kinderarzt natürlich Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Gesundheit geht, schreibt das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Welche Kriterien ein guter Kinderarzt erfüllen muss, erklärt uns Chefradakteurin Stefanie Becker:

    O-Ton Stefanie Becker: 20 Sekunden

    In erster Linie sollte der Arzt natürlich auf seine kleinen Patienten eingehen und den Eltern Diagnosen und Therapien verständlich erklären. Ansonsten haben Eltern unterschiedliche Anforderungen an einen Kinder- und Jugendarzt, darum kann man nicht so pauschal von einem guten Doktor sprechen. Die einen Eltern wollen ausführlich beraten werden, die anderen brauchen vielleicht längere Öffnungszeiten.

    Sprecher: Unabhängig von der Qualifikation des Arztes, gibt es für Eltern aber noch weitere wichtige Punkte zu bedenken:

    O-Ton Stefanie Becker: 15 Sekunden

    Eine entscheidende Rolle spielt die Erreichbarkeit der Praxis, ob man zum Beispiel im Ernstfall unproblematisch hinkommt oder auch mit dem Kinderwagen. Auch ist es wichtig, dass das Praxispersonal auf Diskretion und Datenschutz achtet und dass bei einem vereinbarten Termin, die Wartezeit nicht zu lang ist.

    Sprecher: Bei der Suche nach einem guten Kinderarzt kann auch das Internet hilfreich sein, muss aber nicht immer:

    O-Ton Stefanie Becker: 20 Sekunden

    Plattformen, auf denen sich nur einige Eltern austauschen, sind zum Teil sehr subjektiv. Die Bertelsmann-Stiftung hat zum Beispiel ein Arzt-Bewertungsportal entwickelt, dem ein wissenschaftlicher Fragebogen zugrunde liegt. Bei diesem werden die Ärzte nach einzelnen Kriterien bewertet, und erst wenn eine Mindestzahl an Bewertungen erreicht ist, wird diese freigeschaltet.

    Abmoderationsvorschlag: Das Internetportal finden Sie unter www.weisse-liste.de mit dem auch „Baby und Familie“ kooperiert.

    ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3112626
  • Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Der Tod von Philip Mißfelder schockierte nicht nur das politische Berlin, viele Menschen waren vom Tod des jungen Politikers betroffen. Philip Mißfelder starb an einer Lungenembolie, einer Krankheit, die jedes Jahr 40.000 Menschenleben fordert. Eine Lungenembolie ist deshalb so gefährlich, weil sie sich nicht immer ankündigt, die Ursache ist aber in den meisten Fällen ein Blutgerinnsel, das sich meist im Bein bildet und dann über die Blutbahn in die Lunge wandert.

    Was genau ist eine Lungenembolie?

    Wenn von einer Embolie die Rede ist, dann handelt es sich immer um ein Blutgerinnsel, das an verschiedenen Stellen im Körper auftreten kann. Meist entstehen diese Gerinnsel aber in den Beinen oder im Becken, also in den Venen, die das Blut zum Herzen transportieren. Diese Blutgerinnsel, die auch Thrombosen genannt werden, entstehen meist durch Fremdkörper wie Fett, Fruchtwasser und Luft oder auch durch Gewebeteilchen und Zellen. Kommt es zu einer Lungenembolie, dann wird die Lungenarterie verstopft, und durch diese Blockade gelangt kein mit Sauerstoff angereichertes Blut mehr in die Lungen, und das bedeutet den Tod. Ist nur ein kleineres Gefäß betroffen, dann treten gar keine oder nur sehr geringe Beschwerden auf, wird das Blutgefäß aber komplett verschlossen, dann ist es lebensbedrohlich.

    Die Diagnose Lungenembolie

    Eine Lungenembolie macht sich durch Beschwerden beim Atmen bemerkbar und auch Herzrasen kann ein erstes Anzeichen sein. Nicht selten husten die Betroffenen Blut oder werden bewusstlos, auch schon leichte Schmerzen in der Brust können ein Zeichen für eine beginnende Embolie in der Lunge sein. Grundsätzlich gilt aber: Je größer die Blockade in den Venen ist, umso drastischer und gefährlicher sind auch die Symptome. Dramatisch wird eine Lungenembolie aber immer dann, wenn der Patient das Bewusstsein verliert und wenn es zu einem Kreislaufkollaps kommt, denn dann muss alles sehr schnell gehen.

    Die Ursachen einer Lungenembolie

    Für eine Lungenembolie gibt es verschiedene Ursachen. Eine Geburt kann eine sogenannte Fruchtwasserembolie auslösen, und Fettembolien entstehen häufig im Zusammenhang mit Knochenbrüchen oder auch nach Operationen, in denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde. Ein Mangel an Bewegung kann eine Lungenembolie auslösen, auch wer eine lange Flugreise macht und stundenlang mit angewinkelten Beinen sitzt, der riskiert eine Embolie in der Lungenarterie. Übergewicht kann ebenfalls eine Thrombose mit einer anschließenden Lungenembolie auslösen, und bei vielen Menschen gibt es eine familiäre Veranlagung.

    Wie werden Lungenembolien behandelt?

    Besteht der Verdacht auf eine Lungenembolie, dann muss unverzüglich der Notarzt verständigt werden und der Patient sollte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die erste Maßnahme ist es, den Patienten mit Sauerstoff zu versorgen und ihn leicht erhöht zu lagern. Ist der Patient bewusstlos, dann muss der Kreislauf animiert werden und nicht selten wird ein Beatmungsschlauch eingeführt. Ist der Betroffene wach und orientiert, dann wird ein Mittel gespritzt, das den Kreislauf stabilisiert und den Patienten beruhigt. Dann beginnt die Behandlung mit Medikamenten, die das Gerinnsel auflösen und eine weitere Thrombose verhindern sollen. In der Regel wird Heparin gespritzt, ein Mittel, das sich besonders in Fällen von Lungenembolie bewährt hat. Nach der akuten Behandlung erfolgt dann die eigentliche Therapie, bei der der Betroffene sieben bis zehn Tage lang gerinnungshemmende Medikamente bekommt. Je nach Schwere der Embolie muss diese Therapie über Wochen oder sogar Monate fortgeführt werden. Besteht bei einem Patienten die Gefahr, dass sich wieder eine Thrombose bilden kann, dann kann die Therapie sogar mehrere Jahre dauern. Handelt es sich um eine schwere Form der Lungenembolie, dann muss das Blutgerinnsel mit anderen Mitteln aufgelöst werden. Eine sehr wirksame Therapie bei einer schweren Lungenembolie ist eine Katheter-Behandlung, bei der ein Katheter meist durch die Hüfte oder das Bein bis zur betroffenen Stelle geführt wird, und dann den Thrombus mechanisch zerkleinert, ohne dabei wichtige Blutgefäße zu beschädigen.

    Bild: © Depositphotos.com / Elisanth