Schlagwort: Test

  • Im Winter sind warme Bäder mit Vorsicht zu genießen

    Im Winter sind warme Bäder mit Vorsicht zu genießen

    Im Winter ist man ständig auf der Suche nach Wärme. Zu den beliebtesten Lösungen zählen warme Bäder und Thermalbäder, sie sind in der kalten Jahreszeit eine Wohltat und man möchte am liebsten Stunden darin verbringen. Ist das Wasser zusätzlich mit Radon, Schwefel oder Sole ausgestattet, dann spricht man sogar von einer heilenden Wirkung. Leider sind die Wünsche unseres Körpers aber nicht immer richtig, zu lange sollte man nämlich nicht im warmen Wasser sein. Zwar ist der Wille da, doch im Fall der Fälle kann es das Herz überfordern. Die meisten Menschen zieht es in die Becken, weil die Schwerkraft weniger wirkt und es zu einer Erwärmung der Gelenke kommt (sie werden beweglicher). Außerdem geht der Blutdruck nach unten und das Gefühl an sich ist einfach wunderbar. Trotzdem sollte man sich davon nicht verleiten lassen und den Rat von Medizinern befolgen.

    Ein Chefarzt spricht

    Die Anforderungen für den Körper sind höher als man denkt. Prof. Andreas Michalsen (Chefarzt im Immanuel Krankenhaus in Berlin) vergleicht es mit einem Fahrradergometer, welches auf 75 Watt eingestellt ist. Ein weiterer Hinweis auf die „Gefahr“ sind Schilder, die es in den meisten Thermalbädern gibt. Sie weisen darauf hin, dass man nicht zu lange im Becken sein sollte. Aus medizinischer Sicht sind zwischen 20 und 30 Minuten gesunde Richtwerte. Personen mit einer Herzschwäche müssen sogar noch vorsichtiger sein, Wärme und Druck (beides kommt vom Wasser) haben nämlich Einflüsse auf die Blutgefäße. Das heißt, dass es dadurch zu einer zusätzlichen Belastung des Herzens kommt. Wer sich unsicher ist und grundsätzlich Schwierigkeiten mit seinem Herz-Kreislauf-System hat, der geht vor dem Besuchsantritt in einer Therme zu seinem Arzt des Vertrauens.

    Zertifizierte Heilbäder

    Es ist von Bad zu Bad unterschiedlich, welche Versprechen diese ausgeben. Viele geben zum Beispiel gesundheitliche Effekte aus, dies ist allerdings nicht für alle Quellen bewiesen. Auf der sicheren Seite ist man nur dann, wenn das Wasser Radon, Schwefel oder Sole enthält. Die Eigenschaften dieser ist freilich nicht immer gleich, so hilft Schwefel beispielsweise bei Arthritis oder Rheuma. Bei Gelenkschmerzen wiederum ist Radon sehr effektiv. Des Weiteren sind viele Heilbäder zertifiziert, dessen Wirkung ist also bestätigt. Bei einem Aufenthalt sollte man wenn möglich solch ein Bad bevorzugen.

    Unterm Strich sind Thermalbäder im Winter nicht schlecht, man darf lediglich die Zeit nicht übersehen. Maximal 30 Minuten sind gesund, im Zweifel ist medizinischer Rat einzuholen.

  • Neue Wunderpille gegen Grippe in Anmarsch

    Neue Wunderpille gegen Grippe in Anmarsch

    Viele starten ein neues Jahr mit einer Grippe. Sie hat in dieser Zeit Hochsaison und macht vor niemandem Halt. Egal, ob jung oder alt. Freiwillig tut sich freilich niemand die Sache mit den Viren an, schließlich ist man dadurch für längere Zeit ans Bett gefesselt und muss sich außerdem mit den Begleiterscheinungen auseinandersetzen. Dazu zählen in erster Linie Husten, Gelenkschmerzen und Schüttelfrost. Hausmittel oder Medikamente aus der Apotheke können die Auswirkungen zwar lindern, doch ein Freifahrtschein für einen „normalen“ Alltag sind auch sie nicht. Man muss sich trotzdem ausruhen und viel trinken. Viele Pillen muss man außerdem mehrmals einnehmen, zumindest bis jetzt. Es gibt nämlich in Japan ein Pharmaunternehmen, welches eine Art Wunderpille verspricht. Sie soll aber nicht nur binnen 24 Stunden helfen, sondern es soll auch die Einnahme einer einzigen Dosis ausreichen.

    So arbeitet das Medikament

    Derzeit erhältliche Grippemittel können lediglich verhindern, dass das Grippevirus nicht mehr aus den bereits eingenommenen Zellen ausbrechen kann. Die noch nicht erhältliche japanische Pille hingegen geht die Sache wesentlich effektiver an, so verhindert das Mittel, dass die Bakterien gesunde Zellen erst gar nicht einnehmen können. Dies wiederum hat zur Folge, dass das Zellsystem des Körpers nicht angegriffen werden kann.

    24 Stunden und nur eine Dosis

    Der Virus im Körper soll durch die neue Wunderpille in nur 24 Stunden eliminiert werden. Dies wäre eine echte Revolution, denn bislang ist der Zeitraum ca. dreimal länger. Außerdem reduziert sich die Einnahme auf eine einzige Dosis, auch dies ist derzeit mit zwei Dosen an fünf Tagen noch etwas anders. Die neue Medizin wäre also unterm Strich nicht nur effektiver, sondern sie würde auch schneller wirken.

    Dem Marktstart steht nichts im Wege

    Laut vorliegenden Informationen ist das Medikament im Moment in der Testphase. Es gibt allerdings so viele positive Ergebnisse, dass das Pharmaunternehmen noch im März 2018 mit einer Zulassung in Japan rechnet. In den USA hingegen könnte es erst 2019 so weit sein, ein Start in Deutschland ist ebenfalls wahrscheinlich, aber derzeit noch völlig ungewiss (vom Zeitrahmen her). Am Ende ist es also nur eine Frage der Zeit, wann der Endverbraucher Zugriff auf die Wunderpille hat.

  • Schützt ein spezielles Nasenspray vor einer Erkältung?

    Schützt ein spezielles Nasenspray vor einer Erkältung?

    An einer Erkältung zu erkranken ist zwar harmlos, doch die typischen Beschwerden (wie Schnupfen, Halsschmerzen und Husten) sind für viele eine echte Belastung. Wie gesagt, nach ein paar Tagen geht alles wieder von alleine weg, doch trotzdem möchte man auch die Folgen nicht unbedingt haben. Sie nehmen einem Kraft und der Tag ist wesentlich schwieriger zu meistern. Das Problem ist, dass es bislang keine effektiven Mittel zur Vorbeugung gibt. Man kann es lediglich mit Hausmitteln probieren, welche eine Linderung hervorrufen. Um in Zukunft besser gerüstet zu sein, vertreibt man im Internet und über Apotheken ein neues Nasenspray. Es soll diese Lücke schließen und die Schleimhaut schützen. Hauptverantwortlich dafür ist das sogenannte Carrageen, ein Schleimstoff aus der Rotalge.

    So sieht die Theorie aus

    Normalerweise kommt der Stoff in der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel zum Einsatz. Im Nasenspray soll es nach der Anwendung zu einem schützenden Film kommen, der sich auf der Schleimhaut niederlegt. Dadurch wiederum verhindert man, dass Erkältungsviren einen Weg in den Körper finden. Das Resultat: Die typischen Beschwerden bei einer Erkältung bleiben aus beziehungsweise fallen bedeutend geringer aus.

    Soweit klingt alles super, aber was sagt die Realität? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, hat man mit 600 Personen (Kinder und Erwachsene) einen Test gemacht. Sie waren allesamt frisch erkältet und haben entweder das besagte Nasenspray oder nur ein Scheinmedikament (auch Placebo genannt) bekommen.

    Das Ergebnis lässt zu Wünschen übrig

    Leider verspricht die Theorie mehr als die Praxis. Zwar kam es bei manchen Probanden tatsächlich zu einem positiven Effekt, doch die Anzahl dieser war verschwindend gering. Man weiß also derzeit nicht, ob es wirklich einen so fühlbaren Unterschied im Alltag gibt. Außerdem weisen viele Nasenspray-Studien methodische Mängel auf. Im Moment ist es eher so, dass ein Spray mit Rotalgen-Carrageen keinen großen Nutzen hat, um Erkältungsbeschwerden zu lindern. Es muss zudem erst untersucht werden, ob ein Erkältungsspray dieser Art auch eine Erkältung im vollen Umfang verhindern kann.

    Im Moment ist das Geld für solch ein Produkt aus dem Fenster geworfen, mit Hausmitteln ist man eindeutig besser dran. Vielleicht sieht es in Zukunft anders aus, schließlich stehen die Forschungen nicht still. Die Aussage bezieht sich somit nur auf den aktuellen Stand der Dinge.

     

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  • Oxytocin – Studien beweisen: Mit Kuscheln lassen sich psychische Störungen heilen

    Oxytocin – Studien beweisen: Mit Kuscheln lassen sich psychische Störungen heilen

    Oxytocin kann unterstützend bei der Behandlung ganz unterschiedlicher psychischer Störungen seine Wirkung entfalten.

     

    Psychische Erkrankungen lassen sich nicht selten äußerst schwierig therapieren. Dabei könnte künftig das als Kuschelhormon bezeichnete Oxytocin eine wesentliche Besserung herbeiführen. Hierzu erläutert Prof. Dr. Dr. med. René Hurlemann, Universitätsklinikum Bonn, in einer Pressemitteilung, dass das Hormon unterschiedliche psychische Störungen lindern kann. Somit bestehen gute Chancen für Menschen, die an Angst-, Borderline- oder autistischen Störungen leiden.

     

    Angststörungen sehr weit verbreitet

    Im gesamten europäischen Raum zählen Angststörungen zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. hin. Im Allgemeinen erfolgt die Therapie mittels kognitiver Verhaltenstherapie. Zusätzlich können auch Medikamente zum Einsatz kommen. Da die Behandlung mit Medikamenten in der letzten Zeit jedoch stagniert, setzen Experten jetzt auf Oxytocin.

     

    Oxytocin kann sozialen Stress mindern

    Bereits früheren Studien zufolge wissen Forscher von der lindernden Wirkung des Hormons Oxytocin. Es kann unter anderem soziale Kompetenzen und Vertrauen aufbauen. Wenn zum Beispiel eine Mutter Probleme hat, eine Bindung zu ihrem Baby aufzubauen, kann das Hormon hierbei behilflich sein. Aber auch durchgeführte Untersuchungen bei Tieren ergaben eine angstreduzierende Wirkung. Neu entdeckt wurde indes die therapeutische Nützlichkeit in der Behandlung psychischer Störungen beim Menschen.

    Ferner trägt das Hormon zur Reduzierung des so genannten Mandelkernkomplexes bei. Dieser zeichnet für Wut und Angst verantwortlich. Das Hormon stellt der eigene Organismus her. Beispielsweise in Form von Nasenspray kann dies das Gehirn erreichen und hier die Furcht mindern. So die Überlegungen von Prof. Dr. Dr. med. Hurlemann.

     

    Hormon eignet sich allerdings nur als Therapieergänzung

    Jedoch kann Oxytocin ausschließlich ergänzend zu einer Behandlung seinen Einsatz finden. Somit ist das Hormon nur für eine unterstützende Therapie zu einer Psychotherapie für Patienten mit psychischen Erkrankungen geeignet. Professor Dr. med. Matthias M. Weber von der DGE – Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie – rät ebenfalls zu einer kombinierten Therapie des Hormons.

  • Lungenkrebs durch Bluttest früher erkennen

    Lungenkrebs durch Bluttest früher erkennen

    Eine chronische Entzündung der Atemwege, die man auch COPD nennt (eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung), geht in den meisten Fällen von Rauchern aus. Wer also zur Zigarette greift, der hat ein erhöhtes Risiko daran zu erkranken. Der negative Effekt daran: Der nächste Schritt zum Lungenkrebs ist nicht mehr weit. Sollte jedoch diese Situation eintreten, dann wird es meist sehr spät erkannt und die Chance auf Heilung sinkt. Das liegt aber nicht am Willen der Ärzte, es gibt bislang kein bewährtes Verfahren, welches genau und zuverlässig arbeitet. Das größte Problem sind Fehldiagnosen, sie würden beim Patienten Angst und Schrecken auslösen. Aus diesem Grund machen sich Homburger Forscher daran, dass sie eine Früherkennung auf Basis eines Bluttests entwickeln. Dieser soll zeigen, ob ein Betroffener bereits einen Tumor hat oder nicht.

    Biomarker als Basis

    Das Ziel ist ein einfacher Bluttest, der COPD-Patienten Auskunft darüber geben soll, ob Lungenkrebs bereits ausgebrochen ist oder nicht. An der Entwicklung sind das Zentrum für Bioinformatik der Universität des Saarlandes und das Institut für Humangenetik in Homburg beteiligt. Die Hoffnung der Wissenschaftler liegt in Biomarker, die sich im Blut des Betroffenen befinden. Besser gesagt sind es sogenannte mircoRNAs, welche unter anderem beim Verarbeiten von Erbinformationen einen hohen Stellenwert haben. Das Besondere daran: Der molekulare Fingerabdruck zwischen gesunden und krankhaft veränderten Zellen ist unterschiedlich. Die microRNAs sind also verschieden, was theoretisch eine Früherkennung mittels Bluttest möglich macht.

    Noch nicht Serienreif

    Die Hinweise von Biomarker im Blut liefern Merkmale auf bestehende Erkrankungen. Mit den neuesten Forschungen möchte man nun erreichen, dass die microRNAs auch gegen Lungenkrebs helfen. Kann man die Methode etablieren, dann würde ein Bluttest ausreichen, um bei COPD-Patienten einen Tumor nachzuweisen. Die positive Folge: Der Betroffene hat eine wesentlich höhere Heilungschance, da man früher mit der Behandlung beginnen kann. Es gibt allerdings noch einen Wermutstropfen, so schnell wird das System nämlich nicht zur Routinediagnostik. Stattdessen sagt der Studienleiter (Eckart Meese), dass es noch relativ viel Forschungsarbeit verschlingt. Die Aussichten stehen aber ganz klar auf Erfolg, im besten Fall ist es nur mehr eine Frage der Zeit.

  • Frauen schauen auf die Gesundheit der Männer

    Frauen schauen auf die Gesundheit der Männer

    Niemand geht gerne zum Arzt, doch manchmal muss es einfach sein. Mit der Gesundheit sollte man auch nicht spielen, hier ist Vorsicht immer besser als Nachsicht. Während Frauen und Männer in einer Partnerschaft im Durchschnitt zumindest die Pflichtbesuche absolvieren, geht es bei Single-Männern wesentlich schleppender zur Sache. Zu dieser Erkenntnis kam man durch eine Studie, die aus Schottland kommt und sich auf die Vorsorge gegen Darmkrebs spezialisiert. Die Untersuchung beziehungsweise die Auswertung hat man auf einer Konferenz präsentiert, die in Endinburgh stattfand und von der Universität Stirling durchgeführt wurde. Sie zeigt deutlich: Frauen treiben die Männer an, beim weiblichen Geschlecht hingegen gibt es fast keinen Unterschied.

    Das gibt es zur Studie zu sagen

    Zunächst muss man sagen: Wer in Schottland wohnt und zwischen 50 und 74 Jahre alt ist, der kann alle zwei Jahre kostenlos drei Stuhlproben untersuchen lassen kann. Diese landen anschließend bei lokalen Labormedizinern, der Fokus liegt auf verstecktem Blut. Ist dies vorhanden, dann besteht der Verdacht auf Darmkrebs. Für die Studie selbst hat man Daten von 1.000 Menschen hergenommen, darunter finden sich sowohl Frauen als auch Männer.

    Nun kommt der interessanteste Teil, das Ergebnis: Hatten Männer eine Partnerin, dann haben 79,5 Prozent davon den Test machen lassen. Waren die Männer hingegen alleine, dann sank der Wert auf 57,6 Prozent ab. Wesentlich kleiner fällt die Differenz bei den weiblichen Probanden aus: Waren diese in einer Beziehung, dann nahmen 77,8 Prozent davon am Test teil. War kein Partner vorhanden, dann ist ein Rückgang auf lediglich 73,3 Prozent zu verzeichnen.

    Ein nicht zu unterschätzendes Problem

    Im Gesamten betrachtet ist die „Faulheit“ der alleinstehenden Männer ein Problem. Nimmt man nämlich nicht am kostenlosen Darmtest teil, dann kann auch der Darmkrebs nicht frühzeitig erkannt werden. Zu dieser Erkenntnis kommen auch Studien, welche in Österreich gemacht worden sind. Auch hier nehmen es Männer ohne Partnerin nicht so genau. Zukünftig betrachtet sind deshalb Info-Kampagnen wichtig, die genau auf diese Zielgruppe abzielt und die Wichtigkeit dieser Vorsorgeuntersuchung hervorhebt. Man kann nur hoffen, dass diese Wege die erhofften Erfolge erzielen.