Kategorie: Medizin

Medizin im Gesundheits-Magazin.net

Die Medizin begleitet uns ein ganzes Leben lang. Wir erblicken mit medizinischer Hilfe das Licht der Welt und für viele endet das Leben auch in einem Krankenhaus. In der heutigen Zeit ist die Medizin sehr vielseitig, denn neben der klassischen Medizin spielt auch die alternative Medizin eine immer größere Rolle. Viele Menschen wollen sich nämlich nicht mehr hochmoderner Gerätemedizin anvertrauen und auch keine Medikamente aus dem Chemielabor mehr schlucken, sie wollen stattdessen eine sanfte gut verträgliche medizinische Betreuung und sie möchten Medikamente nehmen, die pflanzlichen Ursprungs sind. Das ist ein Grund, warum immer mehr Ärzte auch Naturheilkunde anbieten und auch wenn diese Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, die Patienten sind gerne bereit, dafür selbst aufzukommen.

Kaum jemand geht gerne zum Arzt, aber wenn es unumgänglich ist, dann sollte man die moderne Medizin in Anspruch nehmen, denn sie kann heute viel bewirken. Noch nie waren Menschen medizinisch so gut versorgt wie heute und für fast jede Krankheit gibt es die passende Behandlung, Impfungen, Therapien oder die entsprechenden Medikamente. Leider ist die medizinische Versorgung nicht überall so gut wie in Deutschland, denn noch immer gibt es Länder, in denen die Menschen vom medizinischen Fortschritt nicht profitieren können. Die jüngste Ebola Epidemie hat einmal mehr gezeigt, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO noch sehr viel tun muss, um auch den Menschen in der Dritten Welt, in den Entwicklungs- und Schwellenländern auf Dauer medizinisch helfen zu können. In einer modernen und hoch technisierten Welt sollte es möglich sein, dass alle Menschen überall auf der Welt Zugang zur modernen Medizin haben.

  • Gesundheitsmittel aus der Natur – eine interessante Alternative

    Gesundheitsmittel aus der Natur – eine interessante Alternative

    Die Pharmaunternehmen bieten einen großen bunten Strauß an Tabletten, Pillen und Kapseln aller Art für beinahe jedes Leiden. Aber nicht jeder kann sich mit dem Gedanken abfinden, Mittel einzunehmen, die in einem Chemielabor entstanden sind. Es sind vielmehr die Mittel mit natürlichen Inhaltsstoffen, die mehr und mehr im Trend sind, sie gelten als gesund, da sie wenige oder gar keine Nebenwirkungen haben und zudem frei verkäuflich sind. Was spricht für die Gesundheitsmittel aus der Natur und wie wirksam sind sie tatsächlich? Können sie die klassischen Medikamente ersetzen oder haben sie nur eine unterstützende Wirkung?

    Das Herz unterstützen

    Das Herz ist so etwas wie ein Motor, der wenn er immer gut gepflegt wird, stets rund läuft. Kommt der Motor des Körpers ins Stocken, dann kann das sehr schnell sehr gefährlich werden, daher sollte man alles tun, um das Herz gesund zu erhalten. So gehören zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren zu den Dingen, die das Herz braucht, um immer zuverlässig zu funktionieren, aber nicht jeder kann oder möchte regelmäßig Fische wie Lachs und Makrele essen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Hoch konzentriertes Fischöl erhält die Membranen der Zellen elastisch und das Blut kann ohne Probleme durch den Körper fließen, was wiederum dem Herzen zu Gute kommt. Gesundheitsmittel für das Herz sind aber nur ein Beispiel, es gibt noch mehr Möglichkeiten, um den Körper natürlich gesund zu erhalten.

    Weg mit dem Fett

    Wer an Gewicht verlieren will, der kann entweder eine Diät machen oder versuchen, die Pfunde mit natürlichen Gesundheitsmitteln schmelzen zu lassen. Viele sogenannte Schlankheitsmittel sind zu Recht in der Kritik, denn sie versprechen eine sehr hohe Gewichtsabnahme in einem sehr kurzen Zeitraum und das ist nie gesund. Sogenannte Crash-Diäten schaden dem Körper, besser ist es, die Fettzellen auf sanfte Art anzugreifen. Mit natürlichen Pflanzenfasern wird es möglich, dass sich die Fettmoleküle im Körper nicht mehr spalten können, nur die „guten“ Fette werden nicht gebunden und verbleiben im Körper. So wird es möglich, auf einfache Art an Gewicht zu verlieren, ohne dass der Körper darunter leiden muss.

    Fitness für den Geist

    Die heutige Zeit ist eine hektische und stressige Zeit, die allen viel abverlangt. Nicht nur die körperliche Erschöpfung ist hier ein Thema, immer mehr Menschen leiden auch unter einer seelischen Erschöpfung, die nicht selten in Depressionen endet. Das muss nicht sein, denn auch für einen gesunden Geist gibt es natürliche Gesundheitsmittel. So gehört die Ginkgo Pflanze seit Jahrhunderten zu den Mitteln, die unter anderem die Konzentration verbessern kann und auch ein Extrakt aus der Sonnenblume ist ein bewährtes Mittel, um im Kopf fit zu bleiben. Es ist ein Irrtum, anzunehmen, dass nur ältere Menschen etwas für ihre geistige Gesundheit zu sich nehmen müssen, auch jüngere Menschen profitieren von den Mitteln aus der Natur, um sich zum Beispiel auf wichtige Prüfungen vorzubereiten.

    Auf Qualität achten

    Der Markt für Gesundheits- und Nahrungsergänzungsmittel ist mehr als groß und praktisch jeden Tag kommen neue vermeintliche „Wundermittel“ dazu. So fällt es sehr schwer, den Überblick zu behalten und die Mittel, die tatsächlich effektiv sind, von den Mitteln zu unterscheiden, die mehr versprechen als sie im Endeffekt halten können. Aber gerade bei frei verkäuflichen Gesundheitsmitteln ist es besonders wichtig, auf Qualität zu achten, denn sonst kann es sehr schnell passieren, dass ein Mittel genau das Gegenteil erreicht und der Gesundheit nicht nützt, sondern schadet. Renommierte Unternehmen wie zum Beispiel Dr. Hittich, bieten ein breit gefächertes Sortiment an Gesundheitsmitteln und verbürgen sich für eine einwandfreie Qualität. Wer auf die Seite geht, der wird dort ausgesuchte Gesundheitsmittel für Herz und Kreislauf finden, ebenso wie Mittel für mehr Energie und Schönheit, sowie auch Präparate für den Kopf und den Geist.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Programmierte Bakterien können Krebszellen bekämpfen

    Programmierte Bakterien können Krebszellen bekämpfen

    Wer sich mit Salmonellen infiziert hat, der wird kaum darüber nachdenken, dass diese Bakterien auch ihre guten Seiten haben, denn eine Salmonelleninfektion ist alles andere als angenehm. Forscher aus den USA sind aber von der positiven Seite der Bakterien überzeugt und wollen sie in naher Zukunft sogar als Waffen gegen Krebszellen einsetzen.

    Gentechnisch verändert

    Für Wissenschaftler stellen Bakterien, wie zum Beispiel Salmonellen, eine wirksame Waffe gegen den Krebs dar. In den USA wurden bereits Salmonellen gentechnisch verändert, sodass sie einen Anti-Krebs Wirkstoff produzieren, der dann ganz gezielt im Tumor wieder freigesetzt werden kann. Nachdem das geschehen ist, lösen sich die Bakterien von selbst wieder auf. Die Tests, die Forscher der University of California in San Diego mit Mäusen durchgeführt haben, waren bereits sehr erfolgreich.

    Keine Schäden

    Eine klassische Chemotherapie hinterlässt ihre Spuren und auch eine Strahlentherapie ist für den Patienten mehr als anstrengend. Das alles kann mit der neuen Methode endlich der Vergangenheit angehören, denn die Bakterien fügen dem Körper nur wenig Schaden zu. Salmonellen sind besonders gefragt, denn sie haben in ihrem Erbgut eine Substanz, die einen Selbstzerstörungsmechanismus auslöst. Hat die Bakterie ihre Aufgabe erfüllt, dann verschwindet sie wieder.

    Der Krebs hat keine Chance

    Die Wissenschaftler an der Universität von San Diego führten eine Reihe von unterschiedlichen Tests mit den Salmonellen durch. Unter anderem wurden die genetisch veränderten Bakterien in einer Nährlösung getestet, denn dort konnte sehr gut beobachtet werden, wie die Zyklen sichtbar werden, wie eine Kolonie Bakterien wächst und wie sie sich später fast vollständig wieder auflöst. Anhand von Licht, das die Tumorzellen beleuchtet, konnten die Forscher sehen, wie die Bakterie in der Zelle arbeitet. Schon bei Versuchen mit Nährlösungen wurde schnell klar, dass mehrere Tausend Salmonellen in der Lage sind, eine Krebszelle komplett zu zerstören, der Krebs hatte keine Chance mehr zu überleben.

    Bild: © Depositphotos.com / ktsdesign

  • Grüner Star – Wechselstrom-Therapie kann helfen

    Grüner Star – Wechselstrom-Therapie kann helfen

    Erscheinen plötzlich Gegenstände oder Personen im Gesichtsfeld eines Menschen wie ausradiert, steckt gegebenenfalls Grüner Star dahinter. Ist das Stadium bereits weit fortgeschritten, kann meist nur noch wenig getan werden. Allerdings gibt es jetzt Hoffnung, dass mit der Wechselstrom-Therapie wenigstens ein Teil der Sehbehinderung rückgängig gemacht werden kann.

    Wie entsteht Grüner Star?

    Zwischen der Hornhaut und der Linse zirkuliert Kammerwasser im Auge des Menschen. Dieses trägt zur Versorgung der Zellen mit den benötigten Nährstoffen und Sauerstoff bei. Beim Glaukom – so der Fachbegriff für Grünen Star – kann dieses Kammerwasser nicht richtig abfließen. Daraus resultiert ein steigender Innendruck im Auge. Dieser wiederum trägt zur Abschnürung der Blutgefäße bei, welche die Nervenzellen des Sehnervs versorgen. Sofern dieser Zustand für einen längeren Zeitraum anhält, kommt es zum Absterben der Nerven. Die Folge ist das Abnehmen der Sehfähigkeit des Menschen.

    Ein Wiederbeleben der defekten Nervenzellen ist nicht möglich. Jedoch die übrigen noch gesunden oder bislang nur leicht beschädigten Nervenzellen können unter Umständen mithilfe der Wechselstrom-Therapie wieder aktiviert werden. Dies erklärte Herr Professor Bernhard Sabel, Universität Magdeburg.

    Was steckt hinter der Wechselstrom-Therapie?

    Hinter dieser Therapie-Form steckt ein simples Prinzip. Im menschlichen Hirn befinden sich Milliarden Nervenzellen, welche sämtlich miteinander verbunden sind. Diese kommunizieren miteinander. Dies geschieht durch die Weiterleitung elektrischer Signale an die sich in der Nachbarschaft befindliche Nervenzelle. Sprechen zwei Nervenzellen sehr viel miteinander, ist mit einer verstärkten Verbindung zu rechnen.

    An dieses Prinzip knüpft die Wechselstrom-Therapie an. Die Stromimpulse sorgen beim Grünen Star dafür, dass eine vermehrte Kommunikation zwischen den einzelnen Nervenzellen stattfindet. Die Zellen werden aktiviert und leiten künftig auch schwächere Signale an die Nachbarzelle weiter. Darüber hinaus weckt die Stromzufuhr die leicht geschädigten Zellen auf.

    Nervenjogging beim Grünen Star

    Betroffene Personen, die unter dem Grünen Star leiden, können zusätzlich ihre Nervenzellen des Sehzentrums aktiv trainieren. Dies funktioniert durch ein Sehtraining. Da dies aber insbesondere für die ältere Generation kaum machbar ist, da zu anstrengend, kann hier die Wechselstrom-Therapie eine hilfreiche Alternative darstellen.

    Als zusätzlichen positiven Effekt bietet die Wechselstrom-Therapie für Patienten mit dem Grünen Star eine Koordinationshilfe der Hirnströme im Sehzentrum. Vorstellbar ist dies als Wellenform. Wenn ein Berg von Wellen auf ein Wellental trifft, kommt es zum gegenseitigen Auslöschen. Durch den ausgelösten Stromimpuls laufen die Berge der Wellen gleichmäßiger, sie nehmen an Kraft zu. Durch diesen Effekt kann ein Patient mit dem Grünen Star ein schwaches Licht wahrnehmen, welches er bislang nicht mehr sehen konnte.

    Positive Erfolge bei der Teilnahme an einer Studie in Uniklinik Magdeburg

    An der in der Universitätsklinik Magdeburg stattgefundenen Studie der Wechselstrom-Therapie nahmen 82 Betroffene mit Grünem Star teil. Diese Patienten litten allesamt an einem fortgeschrittenen Stadium des Grünen Stars. Für einen Zeitraum von zehn erhielt diese Patientengruppe die Wechselstrom-Therapie über Elektroden. Diese waren rund um das Auge angesetzt. Die Frequenz betrug acht bis 25 Hertz. Daran anschließend wurde die Sehfähigkeit der Probanden überprüft. Eine weitere Überprüfung erfolgte nach zwei Monaten. Es musste von jeder Person ein Knopf betätigt werden, sowie diese einen Lichtpunkt auf einem grau dargestellten Hintergrund sehen konnte.

    Ein Viertel Verbesserung der Sehfähigkeit dank Wechselstrom-Therapie beim Grünen Star

    Die Erfolge waren vielversprechend. Nahezu konnte eine Verbesserung der Sehfähigkeit von einem Viertel bei allen Patienten, die die Wechselstrom-Therapie erhielten, erreicht werden. Im Gesichtsfeldbereich, der inzwischen schon erheblich vom Grünen Star betroffen war, ist sogar eine Steigerung des Sehvermögens um 59 Prozent festgestellt worden.

    Auch nach weiteren zwei Monaten blieben die Erfolge der Wechselstrom-Therapie beim Grünen Star sichtbar erhalten. Es wird empfohlen, zur Erhaltung der Erfolge, täglich ein individuelles Sehtraining durchzuführen, um recht lange von diesem positiven Erfolg profitieren zu können.

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  • Gibt es bald einen Impfstoff gegen gefährliche Krankenhauskeime?

    Gibt es bald einen Impfstoff gegen gefährliche Krankenhauskeime?

    Immer wieder sind gefährliche Krankenhauskeime in den Schlagzeilen. Alleine in den USA sterben an diesen Keimen jedes Jahr mehr als 15.000 Menschen, in Deutschland sind es pro Jahr rund 800 Patienten, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. In den meisten Fällen ist das Darmbakterium Clostridium difficile daran schuld und nicht selten geht es bei einer Infektion um Leben und Tod. Was das Bakterium so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass es sich ständig verändert, und damit verlieren auch alle bekannten Antibiotika ihre Wirkung.

    Ein bestimmtes Molekül

    Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts haben jetzt ein Molekül entwickelt, das die Patienten in Krankenhäusern effektiv vor dem gefährlichen Bakterium schützen kann. Das Molekül ähnelt dem Zuckerpilz, wie er auf der Oberfläche von Bakterien vorkommt. Dieses Aussehen ruft daher eine sogenannte Immunantwort auf den Plan und regt den Körper dazu an, Antikörper zu produzieren. Am Molekül brachten die Wissenschaftler ein Gerüst aus Aminosäuren an, denn dieses Gerüst regt das Immunsystem zusätzlich an, aktiv zu werden und weitere Antikörper zu bilden. Entsprechende Versuche mit Mäusen waren bisher sehr erfolgreich.

    Auch eine Impfung ist möglich

    Mit dem neuen Molekül ist es möglich einen Antikörper herzustellen, der im Notfall zum Einsatz kommen kann, wenn ein Patient sich in der Klinik mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Die Forscher sehen aber auch in die Zukunft und halten es mittlerweile nicht mehr für unmöglich, auf der Basis des Moleküls einen Impfstoff zu entwickeln. Entsprechende Forschungen laufen bereits in Zusammenarbeit mit der Vaxxilon AG aus der Schweiz. Bislang ist es dreimal gelungen, Impfstoffe zu entwickeln, die auf Zucker basieren. So gibt es heute effektive Schutzimpfungen gegen die bakterielle Lungenentzündung sowie gegen die gefährliche Gehirnhautentzündung, und auch das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b, was für kleine Kinder in den ersten fünf Lebensmonaten lebensgefährlich ist, wird mit einer auf zucker-basierenden Impfung ausgeschaltet.

    Bild: © Depositphotos.com / kalinovsky

  • E-Pillen – die kleinen Helfer der Zukunft

    E-Pillen – die kleinen Helfer der Zukunft

    „Die Reise ins Ich“ lief unter der Rubrik Science-Fiction-Film, aber das, was vor knapp 30 Jahren noch Zukunftsmusik war, wird jetzt Realität. Mithilfe von sogenannten E-Pillen sollten Krankheiten direkt vor Ort im Körper behandelt und geheilt werden. Die digitalen Pillen sollen die Medizin revolutionieren und wenn es nach dem Willen der Wissenschaftler geht, auch kleine Wunder vollbringen.

    Ein Blick ins Innere

    Sie heißen Smart Pills, sie sind mit einer Minikamera ausgestattet und senden über diese Kamera gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers auf die Bildschirme im OP-Saal. In den USA sind diese Pillen schon seit einiger Zeit im Einsatz und macht es leichter, Darmkrebs früher zu erkennen. Aber die neuen E-Pillen können noch viel mehr. Das niederländische Unternehmen Medimetrics hat zusammen mit dem Elektronikkonzern Philips eine sogenannte Intellicap entwickelt, die die Größe einer Vitaminkapsel hat und in der Lage ist, flüssige Wirkstoffe direkt zum erkrankten Organ zu transportieren.

    Gesteuert durch Sensoren

    E-Pillen werden durch Sensoren gesteuert und diese Sensoren sind es auch, die einen bestimmten Wirkstoff freisetzen. Kontrolliert wird das Ganze entweder vom Computer oder vom Smartphone aus, denn die Pillen haben eine Miniaturantenne, die die Daten überträgt. Ebenfalls an Bord ist eine winzige Pumpe, die den Wirkstoff immer präzise freigibt. Die Kapsel wird einfach geschluckt und sie sendet alle Informationen in Echtzeit. Auf diese Weise werden Nebenwirkungen verhindert, wie sie vor allem bei der Behandlung von Magen- und Darmkrankheiten immer wieder auftreten.

    Für viele Krankheiten

    Noch werden die intelligenten Pillen fast ausschließlich für die Früherkennung von Darmkrebs eingesetzt, aber die Wissenschaft ist sich sicher, dass die E-Pillen sehr bald auch gegen andere Krankheiten wie Hepatitis oder Parkinson zum Einsatz kommen können. Selbst eine Behandlung mit Chemotherapeutika ist möglich, denn die Pillen können direkt das befallene Gewebe gezielt behandeln, ohne umliegende Bereiche zu zerstören.

    Bild: © Depositphotos.com / Giovanni_Cancemi

  • Symptome googlen: Ärzte beobachten den Trend kritisch

    Symptome googlen: Ärzte beobachten den Trend kritisch

    Hand aufs Herz, jeder von uns hat es doch schon einmal gemacht: Wenn es hier kneift und dort juckt, ziehen wir gern „Dr. Google“ zur Rate, um Symptome zu googlen. Die semiprofessionelle Online-Recherche trägt schnell Früchte des Erfolgs. Es dauert nie lang, bis die Suchmaschine erste Ergebnisse ausspuckt, die vermuten lassen, unter welcher Krankheit wir eventuell leiden. Doch anstatt uns zu freuen, ist der Schreck groß. Denn Symptome googlen bedeutet allzu oft auch, neue, bis dahin unbekannte, dafür aber umso beängstigendere Krankheiten kennenzulernen. Was von der Mehrheit der Menschen als ungefährliches Informieren wahrgenommen wird, wird von den Ärzten mit immer mehr Argwohn beobachtet. Diese warnen inzwischen auch ausdrücklich davor, Symptome zu googlen.

    Online-Umfrage der Bertelsmann-Stiftung

    Erst vor kurzem veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung eine Online-Umfrage, die sie zum Thema „Symptome googlen“ durchgeführt hat. Demnach gaben 45 % der Ärzte – also fast jeder zweite Arzt – an, von Patienten genervt zu sein, die im Vorfeld eigenmächtig Symptome googlen und sich über mögliche Behandlungsmöglichkeiten schlaumachen.

    Doch nicht nur der Nerv-Faktor stößt den Medizinern bitter auf. Viele von ihnen beklagen im Rahmen der Befragung auch, dass das selbstständige Recherchieren der Patienten weniger aufklärend, dafür umso verwirrender wirkt. Anstatt auf das Urteil des Arztes zu vertrauen, pochen immer mehr Patienten auf ihre Erkenntnisse, die Sie beim Symptome googlen erlangt haben. De Folge sind nicht nur frustrierte Ärzte und unzufriedene Patienten, sondern auch eine starke Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses zwischen beiden Parteien.

    Symptome googlen ersetzt den Gang zum Arzt (nicht)

    Der Trend hin zum Befragen von „Dr. Google“ hält weiter an und greift sogar noch mehr um sich. Immer mehr Menschen, die unter einer gesundheitlichen Beeinträchtigung leiden, wenden sich zuerst an die Suchmaschine Google, ehe sie einen Arzt aufsuchen. Symptome googlen ist – salopp formuliert – zum neuen Volkssport geworden. Kein Wunder, schließlich erfordert es nur wenig Aufwand und ist kostenlos. Jeder, der unter einem „Wehwechen“ leidet, kann bequem von zuhause aus im Internet nach Antworten suchen, anstatt sich auf den Weg zum Arzt zu machen und dort beispielsweise lange Wartezeiten und unbefriedigende Aussagen in Kauf zu nehmen.

    Die Gefahren vom Symptome googlen

    Dass diese Entwicklung keinesfalls wünschenswert ist, sollte nicht nur Medizinern, sondern auch den Patienten klar sein. Wer sich krank fühlt und seine Symptome googlet, setzt sich gleich mehreren Gefahren aus.

    • Falsche „Diagnosen“ aufgrund von mangelhaften oder falschen Angaben
    • Zwielichte Homepages, die nicht informieren, sondern nur Geld machen wollen
    • Zweifelhafte (Selbst-)Behandlungsvorschläge

    Das steigende Interesse der Patienten an der Erkrankung

    Die Bertelsmann-Stiftung kam allerdings auch zu positiven Ergebnissen. So freuten sich immerhin rund 40 % der befragten Ärzte darüber, dass das Interesse an der eigenen Gesundheit steigt. Wenn eine Krankheit erst einmal eindeutig diagnostiziert wurde, spricht nichts dagegen, sich eigenständig mithilfe des Internets darüber zu informieren – vorausgesetzt, der Patient nutzt hierfür vertrauensvolle Quellen und lässt sich nicht von Falschaussagen in die Irre führen.

    So erkennen Sie eine vertrauensvolle Quelle im Internet

    Wenn Sie sich krank fühlen und Ihre Symptome googlen wollen, ist es unverzichtbar, vertrauensvolle Internetseiten von zwielichtigen unterscheiden zu können. Eine gute Informationsquelle erkennen Sie unter anderem an den folgenden Merkmalen:

    • Krankheiten werden umfassend und facettenreich beschrieben
    • (medizinische) Aussagen werden mit glaubwürdigen Quellen belegt
    • Es wird kein „Allheilmittel“ zur Bekämpfung der Krankheit in den Himmel gelobt (meist handelt es sich hierbei um spezielle Präparate)
    • Auch im Hinblick auf mögliche Therapien gibt es immer mehrere Ansätze und nicht „die eine ultimative“
    • Es gibt einen Verweis, der rät, trotz Online-Recherche immer auch einen Arzt aufzurufen
    • Kommentare anderer Leser werden kompetent und hilfreich beantwortet

    Fazit: Symptome googlen immer mit Vorsicht genießen

    Es ist nichts dabei, wenn Sie sich kurz im Internet zu einer Krankheit oder Beschwerde informieren. Dennoch sollte diese Wissensquelle niemals über die fachliche Kompetenz eines Arztes gestellt werden. Ist das erst einmal geschehen, kommt es zu einem starken Vertrauensverlust und einer Verkomplizierung der nachfolgenden Behandlung.

    Bild: © Depositphotos.com / peogeo