Kategorie: Medizin

Medizin im Gesundheits-Magazin.net

Die Medizin begleitet uns ein ganzes Leben lang. Wir erblicken mit medizinischer Hilfe das Licht der Welt und für viele endet das Leben auch in einem Krankenhaus. In der heutigen Zeit ist die Medizin sehr vielseitig, denn neben der klassischen Medizin spielt auch die alternative Medizin eine immer größere Rolle. Viele Menschen wollen sich nämlich nicht mehr hochmoderner Gerätemedizin anvertrauen und auch keine Medikamente aus dem Chemielabor mehr schlucken, sie wollen stattdessen eine sanfte gut verträgliche medizinische Betreuung und sie möchten Medikamente nehmen, die pflanzlichen Ursprungs sind. Das ist ein Grund, warum immer mehr Ärzte auch Naturheilkunde anbieten und auch wenn diese Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, die Patienten sind gerne bereit, dafür selbst aufzukommen.

Kaum jemand geht gerne zum Arzt, aber wenn es unumgänglich ist, dann sollte man die moderne Medizin in Anspruch nehmen, denn sie kann heute viel bewirken. Noch nie waren Menschen medizinisch so gut versorgt wie heute und für fast jede Krankheit gibt es die passende Behandlung, Impfungen, Therapien oder die entsprechenden Medikamente. Leider ist die medizinische Versorgung nicht überall so gut wie in Deutschland, denn noch immer gibt es Länder, in denen die Menschen vom medizinischen Fortschritt nicht profitieren können. Die jüngste Ebola Epidemie hat einmal mehr gezeigt, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO noch sehr viel tun muss, um auch den Menschen in der Dritten Welt, in den Entwicklungs- und Schwellenländern auf Dauer medizinisch helfen zu können. In einer modernen und hoch technisierten Welt sollte es möglich sein, dass alle Menschen überall auf der Welt Zugang zur modernen Medizin haben.

  • Fentanyl – ein Medikament, das töten kann

    Fentanyl – ein Medikament, das töten kann

    Als am 21. April der Rockstar Prince tot auf seinem Anwesen in Minnesota gefunden wurde, rätselten seine Fans, was den Star umgebracht haben könnte. Jetzt haben die Pathologen die Todesursache veröffentlicht: Prince starb an der Überdosis eines Medikaments, das hochwirksam, aber zugleich auch hochgefährlich ist – Fentanyl.

    Gefährlicher als Heroin

    Fentanyl hat sich als starkes Schmerzmittel einen Namen gemacht. Es gehört zur Gruppe der synthetischen Opiate und die Wirkung von Fentanyl ist 50-mal stärker als bei Heroin. Wie Oxycodon und Buprenorphin ist auch Fentanyl ein Verwandter von Morphium, allerdings mit dem Unterschied, dass Fentanyl sehr viel stärker wirkt. Was das Mittel aber so gefährlich macht, ist die Gefahr der Überdosierung, denn es reicht schon eine sehr kleine Menge aus und Fentanyl wirkt tödlich.

    Narkose und Sterbehilfe

    Das hochgefährliche Medikament wird vor allem bei Narkosen verwendet und soll Krebskranken helfen, die starken Tumorschmerzen zu ertragen. Fentanyl wird hauptsächlich bei Todkranken eingesetzt, die es in Form von Schmerzpflastern bekommen, in der Schweiz verwenden es die Ärzte aber auch in der Sterbehilfe. Für gesunde Menschen kann schon eine kleine Menge gefährlich werden, denn die Wirkstoffe in Fentanyl lähmen die Atemwege, die Atmung wird immer flacher und langsamer. Je nach Dosierung kann der Tod sehr schnell oder aber erst nach einigen Stunden eintreten.

    Der Gegenspieler: Adrenalin

    Nicht nur für Schmerzpatienten, auch für Drogenabhängige ist Fentanyl interessant, aber anders als Menschen, die unter unerträglichen Schmerzen leiden, können Drogenabhängige das Mittel auch in höheren Dosen vertragen. Der Grund für diese Besonderheit ist das Stresshormon Adrenalin, das im Körper praktisch wie ein Gegenspieler zu den Opioiden auftritt. Trotzdem bleibt die Dosis, bei der es kritisch wird, immer individuell. Einige können nur zehn Milligramm am Tag vertragen, anderen brauchen 1000 Milligramm, um eine Wirkung zu erzielen. Menschen, die Fentanyl bekommen, müssen daher immer unter genauer ärztlicher Beobachtung stehen.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

    Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

    Kaum ein anderer Arzt ist so unbeliebt wie der Zahnarzt, schon der Gedanke an den Bohrer verursacht bei den meisten Menschen ein mehr als unbehagliches Gefühl. Wer eine regelrechte Dentalphobie hat, für den wird es besonders schlimm, wenn ein Zahn schmerzt. Meist bleibt es dann bei nur einem Termin, die Folgetermine werden überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Wie gut oder weniger gut ein Besuch beim Zahnarzt in Erinnerung bleibt, das hängt auch vom jeweiligen Zahnarzt ab, denn ein erfahrener und umsichtiger Zahnarzt kann seinen Patienten viel von ihrer Angst abnehmen.

    Eine schwierige Suche

    Zahnärzte gibt es viele und das macht es nicht einfach, den persönlich passenden Arzt zu finden. Das Internet spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige, aber zuweilen auch eine etwas verwirrende Rolle, denn die meisten Zahnärzte haben heute eine eigene Homepage und stellen sich mit all ihren Vorzügen bei den Patienten vor. Oft hält die Behandlung leider nicht, was die Hochglanzseite im Netz verspricht, manche Zahnärzte sind schlicht und einfach Blender und Aufschneider, aber sie sind für den Laien schwer als solche auszumachen. Eine moderne Praxis sollte nicht alles sein, was der Zahnarzt zu bieten hat, es gibt noch andere Faktoren, die bei der Wahl des Zahnarztes sehr wichtig sind.

    Worauf sollten Patienten achten?

    Woran erkennt man einen wirklich guten und seriösen Zahnarzt?

    • Die Praxis ist sauber, aufgeräumt und gepflegt
    • Der Arzt legt viel Wert auf vorbeugende und zahnerhaltende Behandlungen
    • Transparente Kostenpläne sind eine Selbstverständlichkeit
    • Der Arzt lässt seinen Patienten Zeit, um die geplante Therapie zu überdenken
    • Es gibt auch die Möglichkeit, eine preiswerte Behandlung zu wählen
    • Riskante Eingriffe werden ausführlich besprochen

    Hier finden Sie noch weitere Tipps.

    Vorsicht vor zu vielen Titeln

    In vielen Zahnarztpraxen sind die Wände mit Urkunden und Titeln geschmückt, was aber hinter diesen Auszeichnungen steckt, das wissen nur die wenigsten Patienten. Natürlich können sich Zahnärzte fortbilden, jedoch der Grad, ob es sich bei dieser Fortbildung um eine tatsächliche Qualifikation oder nur um Angeberei handelt, ist sehr schmal. Wenn der Arzt beispielsweise einen Tätigkeitsschwerpunkt angibt, dann muss er auch Nachweise über die Anzahl der Fortbildungsstunden und genaue Fallzahlen nennen können. Hat er an einem sogenannten Curriculum teilgenommen, dann sagt das nichts über eine genaue Qualifikation aus, denn die Auswahl reicht von einem Wochenendseminar über Umweltmedizin bis zu einer Fortbildung, die mehrere Monate gedauert hat und bei der sich der Zahnarzt über die Möglichkeiten der Hypnose in der Zahnmedizin informiert hat.

    Doktor oder doch nicht?

    Die meisten Menschen sprechen einen Arzt automatisch mit einem Doktortitel an, aber in der heutigen Zeit ist dieser wohlklingende Titel auch bei Zahnärzten keine Pflicht mehr. Manche Zahnärzte haben auf dem Praxisschild die seltsame Abkürzung M. Sc. stehen und sie stellen ihre Patienten damit vor ein Rätsel. Die Abkürzung steht für „Master of Science“ und besagt nichts anderes, als dass der Arzt an einer Fortbildung an der Universität teilgenommen hat. Ein Zeichen für ein langjähriges Studium mit anschließender Habilitation ist der „Meister der Wissenschaft“ allerdings nicht. Auch der Zusatz Spezialist, zum Beispiel für Implantate, gibt keine sichere Auskunft, denn Begriffe wie Implantologe sind nicht gesetzlich geschützt, jeder Zahnarzt darf sich so nennen.

    Auf der sicheren Seite

    Wer bei der Auswahl des Zahnarztes auf Nummer sicher gehen will, der sollte auf die geschützten Titel achten. Dazu gehört der DGParo-Spezialist für Parodontologie oder auch der Spezialist für Endodontologie der DGET. Ein Beispiel für eine seriöse Zahnarztpraxis im Raum Oldenburg ist die Praxis in Metjendorf. Die Praxis unweit von Oldenburg bietet moderne Technologien, ein professionelles, freundliches Team, aber vor allen Dingen ein breit gefächertes Spektrum an Leistungen in der Zahnmedizin. Kinder werden sich in der Praxis ebenso wohlfühlen wie auch Patienten, die Implantate möchten oder Patienten, die nicht so gerne zum Zahnarzt gehen.

    Bild: © Depositphotos.com / pikselstock

  • iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    Arbeit kann – unter Umständen – krank machen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine neue Erkenntnis, die nun für große Überraschung sorgt. Doch auch wenn dieser Fakt bekannt ist, ist es wichtig, sich immer wieder mit den verschiedenen Auslösern der Erkrankungen auseinanderzusetzen. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) geht da mit gutem Beispiel voraus. Die Organisation, die aus gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen besteht, hat vor kurzem einen neuen Report veröffentlicht. In diesem geht es konkret um das Thema „psychische Belastung am Arbeitsplatz“.

    Psychische Belastung ist nicht gleich psychische Erkrankung

    Hiltraut Paridon, die Hauptautorin vom iga.Report 32 stellt gleich zu Beginn des Schriftstückes klar, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz differenziert betrachtet werden müssen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich ein Fehler in die Denkweise vieler Menschen eingeschlichen. Die psychischen Belastungen werden mit psychischen Erkrankungen gleichgesetzt oder als deren Vorstufe verstanden. Natürlich kann das eine das andere bedingen, doch ist es schlichtweg falsch, psychische Erkrankungen als einzige Folge einer psychischen Belastung zu sehen.

    Laut Paridon handelt es sich bei psychischen Belastungen in der Arbeitswelt um „die Anforderungen, die sich aus einer Arbeitssituation ergeben“. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich Experten inzwischen darauf geeinigt haben, die psychische Belastung in vier Kategorien einzuteilen:

    1. die Arbeitsaufgabe bzw. den Arbeitsinhalt
    2. die Arbeitsorganisation bzw. den Arbeitsablauf
    3. die Arbeitsumgebung und die Arbeitsmittel
    4. die sozialen Beziehungen

    Demgegenüber steht die Definition von psychischen Erkrankungen, die von Hiltraut Paridon folgendermaßen erklärt werden: „Psychische Erkrankungen sind krankhafte Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen.“

    Umfassende Literaturrecherche zum Thema

    Beim iga.Report 32 handelt es sich nicht um eine eigenständige Studie, in der neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Peridon und ihrer Kollegin Mühlberg war mehr daran gelegen, einen umfassenden Überblick über die bisher bestehende Literatur und Forschung zu verschaffen. Um das zu realisieren, wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, bei der im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2014 761 Arbeiten zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gefunden werden konnten. Um eine qualitative Analyse durchzuführen, wurde die Zahl der Studien mehrfach dezimiert, bis schlussendlich 164 übrig blieben.

    Diese 164 Arbeiten wurden schließlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die die Vielseitigkeit der psychischen Belastung am Arbeitsplatz unterstrichen, und eingehender analysiert. Dabei erlangten die beiden Diplom-Psychologinnen Peridon und Mühlberg zahlreiche Erkenntnisse.

    Tipp: Hier können Sie den iga.Report 32 kostenfrei herunterladen und alle Ergebnisse nachlesen.

    Die verschiedenen Facetten der psychischen Belastung am Arbeitsplatz

    Körperliche Erkrankungen und Beschwerden z.B. Bluthochdruck, Schlaganfälle, Diabetes, Frühgeburten und geschwächtes Immunsystem
    Psychische Erkrankungen und Beschwerden z.B. Burnout, Depression, Suizid und Angststörungen
    Motivation und Affekt z.B. Arbeits(un)zufriedenheit, Kündigungsintentionen, Wohlbefinden und Motivation
    Gesundheitsverhalten z.B. Essverhalten, Sport, Raucherverhalten und Schlafqualität
    Berufliche Performanz z.B. Leistung am Arbeitsplatz, Kreativität und Gruppenleistung
    Familie und Freizeit z.B. Konflikte in der Familie, Möglichkeit abzuschalten und Erziehung
    Arbeitsausfall z.B. Abwesenheitszeiten, Frühberentung und Kündigung
    Sicherheit am Arbeitsplatz z.B. Sicherheitsverhalten
    Soziales Verhalten am Arbeitsplatz z.B. Konflikte, Aggressionspotential und Gruppenzusammenhalt

    Die Übersicht zeigt sehr gut, wie vielseitig der Einfluss der psychischen Belastung in der Arbeitswelt auf die einzelne Person ist. Sie macht außerdem klar, wie wichtig es ist, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um mögliche Folgen zu vermeiden. Eine präventive Vorgehensweise ist hierbei das A und O und sollte insbesondere auch von Arbeitgebern ernstgenommen werden.

    Diese Faktoren machen das Arbeiten ungesund

    Im iga.Report 32 wird immer wieder auf Fehlbelastung im Beruf hingewiesen, welche für verschiedene gesundheitliche Schäden verantwortlich ist. Abschließend soll nun noch geklärt werden, welche psychischen Belastungen die Gesundheit besonders stark beeinflussen.

    • hohe Arbeitsintensität
    • geringer Handlungsspielraum
    • Kombination von hoher Arbeitsintensität und geringem Handlungsspielraum („job stain“)
    • Kombination von hohem job strain und geringer sozialer Unterstützung
    • geringe soziale Unterstützung
    • Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung
    • Überstunden
    • Schichtarbeit
    • Rollenstress
    • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz
    • Arbeitsplatzunsicherheit

    Es gibt viele Variablen, die die Gesundheit eines Menschen beeinträchtigen können. Wenn Sie nicht wollen, dass Sie durch Ihre Arbeit krank werden, sollten Sie die oben stehenden Punkte vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / kieferpix

  • Junger Mann stirbt nach Zahn-OP – das war der Grund

    Junger Mann stirbt nach Zahn-OP – das war der Grund

    Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt, viele haben Angst und einige sogar eine regelrechte Panik, wenn sie nur daran denken, auf dem Stuhl Platz nehmen zu müssen. So erging es wohl auch einem jungen Mann, der einen Besuch beim Zahnarzt vor sich hatte und der die Operation bei einem Zahnarzt nicht überlebt hat.

    Lieber Schmerzen als Behandlung

    Die panische Angst vor dem Zahnarztbesuch hat bei den meisten Angsthasen dann ein Ende, wenn die Schmerzen in den Zähnen unerträglich werden. Für eine Weile sind Schmerzmittel eine Lösung, aber auf Dauer lassen sich die Schmerzen nicht betäuben, denn der Körper gewöhnt sich daran und die erhoffte Wirkung lässt mehr und mehr nach. Der junge Mann, der jetzt beim Zahnarzt starb, hat nach den Angaben seiner Mutter so große Panik gehabt, dass er täglich zu verschiedenen Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol gegriffen hat.

    Tod durch Herzversagen

    Laut der Obduktion der Leiche starb der Patient an einem Herzversagen, und nach Ansicht der Pathologen kann dieser plötzliche Herzstillstand durch die tägliche Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten herbeigeführt worden sein. Studien, die sich mit diesem Thema befasst haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass sowohl der Wirkstoff Ibuprofen als auch Diclofenac und Coxiben als Risikofaktoren gelten, wenn es um die Bekämpfung von Schmerzen im Zusammenhang mit operativen Eingriffen geht. Bis zu fünf Tabletten soll der junge Mann Tag für Tag heimlich genommen haben, nur um nicht zum Zahnarzt gehen zu müssen.

    Offene Fragen

    Die Diagnose Herzversagen steht fest, trotzdem gibt es bei der Zahnbehandlung mit tödlichem Ausgang noch viele offene Fragen. Nach den Aussagen der Mutter wurde der hohe Tablettenkonsum ihres Sohnes im Fragebogen, der vor der OP ausgefüllt werden musste, zwar erwähnt, jedoch wurden die Angaben nicht überprüft. Gegen den Zahnarzt wurde jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um festzustellen, ob er seinen Pflichten nachgekommen ist.

    Bild: © Depositphotos.com / pressmaster

  • Kann eine Impfung Alzheimer stoppen?

    Kann eine Impfung Alzheimer stoppen?

    Seit vielen Jahren suchen Forscher fieberhaft nach einem wirksamen Medikament gegen Alzheimer, bisher allerdings ohne Erfolg. Jetzt gibt es offenbar einen neuen Ansatz, denn Antikörper, die biotechnologisch hergestellt werden, sollen Alzheimerpatienten die Erinnerung zurückbringen. Alleine in Deutschland sind 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen, rund 60 % leiden unter Alzheimer, für diese Menschen gibt es jetzt vielleicht eine neue Hoffnung.

    Ein immer wieder anderes Krankheitsbild

    Demenz hat viele Gesichter, denn die Krankheit verläuft immer wieder anders und immer wieder individuell. Eines haben die unterschiedlichen Formen der Demenz aber gemeinsam: Sie führen zum kompletten Verlust der Leistungsfähigkeit. Handelt es sich um eine sogenannte primäre Demenz, dann sterben im Gehirn wichtige Nervenzellen ab, dieser Prozess ist unaufhaltsam. Je nachdem, welche der Regionen im Gehirn betroffen sind, verlieren die Patienten die Sprache oder ihren Orientierungssinn, sie können auf bestimmte Situationen nicht mehr angemessen reagieren und verlieren am Ende ihr Gedächtnis.

    Ist der Durchbruch gelungen?

    Experten schätzen, dass sich die Zahl der Demenz- und Alzheimerkranken bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Da Frauen älter werden als Männer, werden sie in Zukunft die größere Gruppe an Erkrankten sein, und durch diese Prognose wird auch die Volkswirtschaft schon heute vor große Probleme gestellt. Aber jetzt gibt es vielleicht Grund zur Hoffnung, denn die Wissenschaft steht offenbar vor einem großen Durchbruch, eine Impfung soll Alzheimer bremsen und der Krankheit eventuell sogar ein Ende setzen.

    Das Immunsystem nutzen

    Die Forscher wollen das menschliche Immunsystem nutzen, um das Vergessen auszubremsen, denn als Impfstoff dienen Antikörper, die der Körper mit seinem Immunsystem selber produziert, und zwar immer dann, wenn er sich angegriffen fühlt. Für den Impfstoff werden die Antikörper in einem Labor gezüchtet und dann ins Blut eingeschleust. Durch die Blutbahn kommen die Antikörper dann ins Gehirn und bekämpfen dort die Auslöser von Krankheiten, wie eben Demenz oder Alzheimer.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

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  • Auf der Intensivstation lauert das Grauen

    Auf der Intensivstation lauert das Grauen

    Eine Intensivstation ist kein Ort zum Wohlfühlen, denn Tag und Nacht ist das Licht grell, es ist sehr laut und vor allem auch sehr hektisch. Patienten werden auf einer Intensivstation permanent überwacht und sollen sich eigentlich von einer schweren Krankheit oder einem Unfall erholen, aber ausgerechnet an diesem Ort ist das Gehirn in akuter Gefahr.

    Jeder Fünfte ist gefährdet

    Immer wieder war es auf den Intensivstationen in amerikanischen Krankenhäusern zu erschreckenden Vorfällen gekommen, denn die Patienten erlitten ein Delirium und verloren dabei den Verstand. Mittlerweile ist bekannt, dass es diese Vorfälle auch in deutschen Kliniken gibt. Aus einer aktuellen Studie der Universität in Nashville im Bundesstaat Tennessee geht hervor, dass jeder fünfte Patient, der auf einer Intensivstation liegt, diese Erfahrungen macht. Vor allem die Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, sind gefährdet, hier erleiden rund 80 % ein Delirium.

    Die Begleiterscheinungen

    Patienten, die auf der Intensivstation ein Delirium erleiden, können sich nicht mehr daran erinnern, wie und warum sie ins Krankenhaus gekommen sind. Sie sehen Dinge, die nicht existieren, viele werden lethargisch, andere werden aggressiv. Diese Begleiterscheinungen sind nicht harmlos und auch keine unschönen, aber ungefährlichen Nebenwirkungen, wie sie der Aufenthalt auf einer Intensivstation so mit sich bringt, sie sind sehr gefährlich und können das Leben von Grund auf verändern.

    Sind die Medikamente schuld?

    Viele Patienten, die auf einer Intensivstation liegen, werden mit Medikamenten ruhig gestellt, sie bekommen sogenannte Sedativa, was es dem Pflegepersonal einfacher macht, sie zu versorgen. Diese Patienten stören den Arbeitsablauf nicht, aber wenn es nach dem Leitfaden für Intensivstationen geht, dann müssen die Patienten, wenn es ihr gesundheitlicher Zustand erlaubt, aus dem Dämmerzustand geweckt werden. Nachdem bekannt wurde, was mit vielen Patienten durch die Medikamente und den Stress auf einer Intensivstation passiert, will man jetzt umdenken und die Arbeit auf den Intensivstationen völlig neu strukturieren.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1