Schlagwort: Beschwerden

  • Kältetherapie bei Schmerzen – ja oder nein?

    Kältetherapie bei Schmerzen – ja oder nein?

    Bei Schmerzen tut man fast alles, damit diese so schnell wie möglich wieder nachlassen beziehungsweise verschwinden. Medikamente, Spritzen oder Wärme, die Optionen sind vielseitig. Derzeit macht jedoch ein neuer Trend die Runde, welcher sich auf die Kälte bezieht. Das Konzept dahinter ist aber nicht neu, schon seit Tausenden von Jahren werden die kühlen Temperaturen für therapeutische Zwecke genutzt. In Russland sind zum Beispiel Eisbäder ganz oben, unter einer Kneipp-Kur versteht man hingegen Kaltwasser-Treten. Die Kältekammern machen derzeit im Wellness-Bereich und im Leistungssport große Schlagzeilen, die Heilerfolge sollen dabei besonders hoch sein. Doch stimmt das überhaupt und wie verläuft so ein Prozess überhaupt?

    Minus 100 Grad

    Die Ganzkörper-Kältetherapie ist nichts für schwache Nerven. Wer sich dafür entscheidet, der wird für bis zu drei Minuten in eine Kryo-Sauna oder Kältekammer gebeten. Die Lufttemperatur liegt bei rund minus 100 Grad. Für die Hautoberfläche eine ordentliche Abkühlung, nahezu unverändert soll jedoch die Kerntemperatur des Körpers bleiben. Mit dem Frostschock sollen unter anderem Hautkrankheiten, chronische Schmerzen und Rheuma der Vergangenheit angehören (oder zumindest eine deutliche Verbesserung eintreten). Sportler profitieren von mehr Leistung und einer Verhinderung von Muskelkater. So gut die Gesundheits-Wunder in der Theorie auch sein sollen, viele Menschen wollen Fakten und Ergebnisse als Beweis haben.

    Wunderwirkungen sind fraglich

    Es mag sein, dass die Ganzkörper-Kältetherapie hilft, doch Beweise gibt es bislang nicht. Aus medizinischer Sicht ist es also durchaus ein Risiko, wenn man sich dafür entscheidet. Des Weiteren fehlen auch sicherheitsrelevante Informationen/Fakten, die gesundheitliche Schäden ausschließen. Natürlich werden zuvor empfindliche Körperstellen (wie die Brustwarzen, die Ohren und die Zehen) geschützt, eine Garantie für nicht auftretende Nebenwirkungen ist das aber nicht.

    Ganz im Gegenteil, es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Unterkühlung, Atemnot, Schwindel, Blutdruckanstieg oder Erfrierungen, die Liste ist lang. Außerdem raten viele Hersteller von Kältekammern ab, wenn bestimmte Beschwerden und Krankheiten vorliegen.

    Doch was heißt das jetzt genau? Die Kältetherapie ist bislang nicht erprobt, deshalb sollte man diese höchstens mit einem gesunden Körper machen. Niemand kennt die Gefahren und Risiken, Nebenwirkungen sind nicht auszuschließen. Selbstverständlich kann es durchaus positive Effekte für die Gesundheit haben, aber ohne handfeste Beweise sind die Vor- und Nachteile nicht präzise abzuwiegen. Wer es trotzdem wagen möchte, der tut dies auf eigene Gefahr.

     

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  • Legales Cannabis – was hat sich seit der Einführung getan?

    Legales Cannabis – was hat sich seit der Einführung getan?

    Patienten, denen ausschließlich Cannabis hilft, mussten bislang eine große Hürde nehmen. Das betraf nicht nur bürokratische Wege, auch finanziell stand ihnen keine Unterstützung zu. Berücksichtigt man Kosten von rund 1.800 Euro im Monat, dann kann man völlig zurecht von einem belastbaren Polster sprechen. Es verwundert auch nicht, dass bislang „nur“ 1.000 Patienten eine entsprechende Ausnahmegenehmigung bekommen haben. Seit März 2017 ist es aber anders, die Droge ist für medizinische Zwecke legal. Das Ganze darf man allerdings nicht mit einem Freifahrtsschein für Cannabis verwechseln, man darf es wirklich nur gegen die Schmerzen einsetzen. Weniger übersichtlich ist das Krankheitsbild, es fehlen nämlich genaue Definitionen. Für Borreliose oder Epilepsie gab es zum Beispiel schon Ausnahmegenehmigungen. Was aber hat sich seit diesem Tag genau geändert?

    Cannabis als Rezept

    Seit dem neuen Gesetz kann man sich die Droge per Rezept verschreiben lassen. Das heißt, man geht zum Arzt und schildert zunächst seine Beschwerden. Dieser wird anschließend alternative Therapien vorschlagen, die in der Regel gemacht werden müssen. Dies soll verhindern, dass „falsche“ Menschen Cannabis verschrieben bekommen. Hilft jedoch tatsächlich nichts davon, dann kann der Mediziner seinen Rezeptblock nehmen und die Droge verschreiben. Der Patient geht danach in die Apotheke und holt sich diese ab. Kein umständlicher Weg und keine komplizierten Schritte, es läuft wie bei einem handelsüblichen Rezept ab. Eine nicht so schöne Sache gibt es aber dann doch noch und wird vor allem Datenschützern ein Dorn im Auge sein.

    Pflichtteilnahme an Studie

    Bevor wir zu diesem Thema kommen: Vor dem März 2017 haben nicht nur Betroffene einen Beschluss und eine Ausnahmegenehmigung benötigt, auch die entsprechenden Apotheken wurden dazu verdonnert. Außerdem musste man sich registrieren lassen. Nun aber zur Sache mit der Studie: Damit eine Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss der Patient seine Daten zu anonymisierten Forschungszwecken freigeben. Kritiker sagen, dass es gegen das Gesetz verstößt. Die Idee dahinter ist aber nachvollziehbar, denn so sollen bessere Erkenntnisse von Cannabis in Bezug auf Krankheitsbilder entstehen. Eine Ausweichmöglichkeit besteht derzeit nicht, wer die Droge haben möchte, der muss seine Daten zur Auswertung preisgeben.

     

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  • Mücken – was hilft wirklich gegen die kleinen Plagegeister?

    Mücken – was hilft wirklich gegen die kleinen Plagegeister?

    Im Sommer, wenn wir wieder gern im Freien sitzen und die lauen Abendstunden genießen, sind auch die Mücken nicht fern. Wie können wir uns optimal vor ihnen schützen?

    Was wirklich gegen Mücken hilft

    Duftkerzen, ein Moskitonetz oder Mückenspray. Wir probieren viel aus, um die lästigen Insekten fernzuhalten. Nicht nur in freier Natur, auch nachts rauben uns die Mücken oftmals den sprichwörtlichen letzten Nerv. Das Mückensummen lässt so manchen in der Nacht nicht zur Ruhe kommen. Zahlreiche Menschen beginnen sogar mit einer regelrechten Jagd auf die Moskitos. Dabei ist das Ganze durchaus verständlich. Denn die oftmals stark juckenden und zudem angeschwollenen Einstichkanäle sind für viele Menschen äußerst unangenehm. Meistens stechen ausschließlich die Weibchen. Denn diese benötigen für ihre Eier die Nährstoffe aus dem menschlichen Blut.

     

    Effektiver Schutz vor Stechmücken

    Wie Professor Burkhard Schricker – Insektenexperte des Instituts für Zoologie der Freien Universität Berlin – weiß, ziehen der Schweißgeruch des Menschen sowie das durch die Haut abgegebene CO2 die lästigen Insekten an. Am besten schützen Sie sich vor Steckmücken mithilfe von Duftkerzen. Denn die Düfte von Geranien und Zitronenmelisse können Mücken nicht vertragen und halten diese auf Abstand. Aber auch die echten Pflanzen bringen den gleichen positiven Effekt.

     

    Ferner haben sich verschiedene ätherische Öle im Kampf gegen die Plagegeister bewährt. Um von unserem Schweißgeruch abzulenken, geben Sie einfach in ein Schälchen Wasser das Öl hinzu. Am besten eignen sich Düfte wie Eukalyptus, Zitrusfrüchte und Zedernholz. Auch das Eincremen der Haut mit einer Bodylotion in diesen Duftkreationen kann hilfreich sein. Apotheken halten unterschiedliche Lotionen und Sprays zur effektiven Mückenabwehr bereit.

     

    Professor Schricker betont, dass ein Moskitonetz zwar vor normalen Mücken einen zuverlässigen Schutz bietet. Allerdings können hier die winzigen Kriebelmücken hindurchschlüpfen und weiterhin für Beschwerden sorgen. Bestenfalls tragen Sie zum Schutz vor Stechmücken und Co. lange Kleidung in hellen Farbtönen. Helle Baumwollkleidung ist bei Moskitos weniger beliebt. Ferner hält der Handel so genannte Mückenpiepser bereit. Der ausgesandte hochfrequente Ton soll die Insekten verscheuchen. Für Menschen ist der Ton kaum hörbar.

     

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  • Nach dem Verzehr von Kirschen kein Wasser trinken = Bauchschmerzen – Mythos oder Wahrheit?

    Nach dem Verzehr von Kirschen kein Wasser trinken = Bauchschmerzen – Mythos oder Wahrheit?

    Kirschen sind ein beliebtes Obst im Sommer. Frisch schmecken sie am besten. Doch nach dem anschließenden Trinken von Wasser sollen Bauchschmerzen drohen. Stimmt dies tatsächlich?

     

    Kirschen – kalorienarme Früchte

    Die runden roten Früchte laden zum Naschen ein. Zudem sind sie äußerst gesund. Dies begründet sich in dem Reichtum an Eisen, Magnesium, Folsäure und Kalium. Aber auch die Vitamine C und B sind reichlich in den Früchten vorhanden. Die in Kirschen vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe sollen für die vorbeugende Wirkung gegen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems verantwortlich zeichnen. Allerdings sollten keine zu großen Mengen Kirschen verzehrt werden. Ansonsten drohen Bauchschmerzen.

     

    Kein Wasser trinken nach dem Verzehr von Kirschen?

    Einem alten Kinderspruch zufolge sollte nach dem Kirschenverzehr kein Wasser getrunken werden. Anderenfalls drohten Bauchschmerzen. Seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat dieser Spruch keine Gültigkeit mehr. In der damaligen Zeit befanden sich offenbar Keime im Trinkwasser. Demgemäß waren Bauchschmerzen vorprogrammiert.

    Da in einer Tasse Kirschen eine Menge von bis zu drei Gramm Ballaststoffen enthalten sind, kann jedoch das Trinken von Wasser unmittelbar auf den Verzehr ein schnelleres Rutschen in den Darm verursachen. Denn durch die Bakterien, die das Obst im Dickdarm zerlegen, bildet sich binnen 30 Minuten ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Stickstoffverbindungen. Diese dehnen die Darmwand und rufen Schmerzen hervor.

     

    Bakterien im Dickdarm

    Ferner können Magenschmerzen nach dem Verzehr dieser Früchte auftreten, wenn zu viel davon gegessen werden. Ein Pfund Kirschen verträgt der Magen nicht. Denn auf der Fruchtschale befinden sich Keime. Zwar sind diese im Normalfall für den menschlichen Körper harmlos, da die Magensäure sie abtötet. Doch bei einem großen Genuss dieser Obstsorte ist der Magen schnell überfordert. Die im Magen ablaufenden Gärprozesse führen schnell zu Bauchschmerzen.

     

    Christian Sina – Direktor vom Institut für Ernährungsmedizin von der Universität zu Lübeck – weiß zu berichten, dass Bakterien als natürliche Bewohner des Dickdarms eher für Beschwerden verantwortlich sind als die Magensäure.

  • Sonnenallergie – UV-Lichttherapie kann Abhilfe schaffen

    Sonnenallergie – UV-Lichttherapie kann Abhilfe schaffen

    Für manche Menschen endet das lang herbei gesehnte Sonnenbad mit einer Sonnenallergie. Dabei sorgt Sonne tanken für bessere Stimmung und ist der menschlichen Gesundheit dienlich. Denn die UV-Strahlen helfen uns bei der Bildung des lebensnotwendigen Vitamins D. Ferner stärken sie das Immunsystem und regen den Stoffwechsel an. Darüber hinaus sind die Strahlen in der Lage unseren Hormonhaushalt zu steuern.

     

    Sonnenallergie – wenn das Sonnenbad zur Qual wird

    Doch nicht jeder kann Sonne vertragen. Die Haut reagiert allergisch. Dabei zeigen sich Hautreaktionen wie stark juckende rote Flecken, Blasen, Pickel oder Pusteln. Eine Sonnenallergie kann sich auf vielerlei Arten bemerkbar machen. Meistens ist sie äußerst schmerzhaft. Gesundheitsexperten stellen eine starke Zunahme der Betroffenen fest. Insbesondere Kinder leiden vermehrt unter einer diesem Phänomen.

     

    Symptome einer Allergie erst Tage später bemerkbar

    Im Allgemeinen zeigen sich die Symptome einer Sonnenallergie erst nach einigen Stunden. Nicht selten machen sich diese aber auch erst Tage später nach dem Sonnenbad bemerkbar. Zwar lassen die Beschwerden im Verlaufe des Sommers wieder nach, jedoch sind sie eine echte Belastung für die betroffenen Personen. Wer von einer solchen Allergie betroffen ist, dem kann nur noch das Tragen von langer Kleidung helfen. Ein anderer Schutz vor dem UV-Licht ist nicht gegeben. Wie genau diese Allergie entsteht ließ sich bislang noch nicht von Experten klären. Die Vermutungen gehen dahin, dass UV-Licht für die Entstehung eines Allergens im Organismus verantwortlich zeichnet.

     

    Neue Hoffnung für Patienten mit Sonnenallergie

    Hautärzte entdeckten eine neue Methode, mit der einer Sonnenallergie vorgebeugt werden kann. So erläutert Christoph Liebich, Hautarzt aus München und Mitglied des Berufsverbands Deutscher Dermatogen, dass eine UV-Lichttherapie Erleichterung schaffen kann. Dabei können Betroffene im Jahr zuvor ihre Haut auf die Sonneneinstrahlung vorbereiten. Da eine Sonnenallergie hauptsächlich durch UV-A-Strahlen hervorgerufen wird, bringt es nichts, sich vorher in einem Sonnenstudio vorzubräunen. Denn Sonnenstudios setzen ebenfalls UV-A-Strahlen ein. Dahingegen kann eine gering dosierte UV-Lichttherapie als vorbeugende Maßnahme Schutz bieten.

     

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  • Täglich Barfußlaufen – darum sollte es jeder tun

    Täglich Barfußlaufen – darum sollte es jeder tun

    Barfußlaufen zeigt positive Wirkungen auf die Gesundheit. So wirkt es vorbeugend gegen diverse Fußfehlstellungen wie Senk-, Spreiz- und Knickfüße. Aber auch zur Schulung unserer Sinne, Stärkung der Muskulatur und Anregung der Durchblutung hat sich das Laufen ohne Schuhe bestens bewährt. Experten raten dazu, des Öfteren einmal die Schuhe daheim zu lassen und barfuß zu laufen. In wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit Barfußlaufen sogar schneller unterwegs sind als in Schuhen.

     

    Mehrheit der Bevölkerung leidet an Fußdeformationen

    Ein Großteil der Bevölkerung leidet unter Fußdeformationen. Experten zufolge hängt dies mit dem fehlenden Barfußlaufen zusammen. Durch das Laufen in Schuhen findet kaum noch ein Training der großen und kleinen Fußmuskeln statt. Demzufolge treten Fehlaufstellungen auf. Mediziner empfehlen den Besuch von Barfußparks. Das Laufen auf Glasscherben, Holz, Kies und Lehm trägt zur Stärkung der Fußmuskulatur bei. Ferner werden die Fußreflexzonen sowie der gesamte Organismus angeregt. Darüber hinaus reguliert sich der Blutdruck.

     

    Kinderschuhe schnell zu klein

    Patrik Reize, Ärztlicher Direktor der orthopädischen Klinik Stuttgart weist darauf hin, dass Kinderschuhe bereits kurz nach dem Kauf schon zu klein sind. Dementsprechend kommt es Stauchung des Fußes. Läuft das Kind barfuß, kann daraus ein effektives Entgegenwirken gegen die Rückbildung von Muskeln, Bändern und Sehnen resultieren. Außerdem fördert dies die gesunde Zehenstellung. Ältere Menschen profitieren vom Barfußlaufen durch die Wiederherstellung des Vorfußgangs. Beispielsweise kann hiermit die Sehnenplatte zwischen dem Vor- und Rückfuß trainiert werden. Die Wirbelsäule erfährt Entlastung und die Achillessehne Unterstützung. Beschwerden im Bereich des Rückens lassen sich somit vermeiden. Bedingt durch die Stimulation der Fußsohlen lassen sich positive Wirkungen auf die inneren Organe erzielen.

     

    Barfußlaufen und Diabetes

    Personen, die schon länger nicht mehr barfuß unterwegs waren, sollten langsam mit dem Barfußlaufen beginnen. Ansonsten drohen Überlastungen. Anfangs kann ein Laufen in Socken bereits Entlastung bringen. Patienten mit Diabetes und Polyneuropathie sollten jedoch vorsichtig sein beim Barfußlaufen. Sie verfügen meist über ein gestörtes Schmerzempfinden. Dadurch können Infektionen auftreten.