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  • Magerquark und die Vorteile für Sportler

    Magerquark und die Vorteile für Sportler

    Magerquark ist nicht nur ein günstiges, sondern auch ein relativ unkompliziertes Eiweißprodukt, welches sich hervorragend für Sportler insbesondere für den Muskelaufbau eignet.

    Nährstoffe von Magerquark

    In 100 g Magerquark sind

    • 0,3 g Fett
    • 3,9 g Kohlenhydrate
    • 12,2 g Eiweiß

    enthalten. Insgesamt ergibt dies 67 Kilokalorien auf 100 g Magerquark. Dank des hohen Gehaltes an Eiweiß bei der geringen Kalorienanzahl ist Magerquark das perfekte Lebensmittel für ein Sixpack.

    Neben diesen Makronährstoffen sind in Magerquark zudem reichhaltige Mengen an nutzbringenden Mikronährstoffen enthalten. So sind in 100 g etwa

    • 0,6 mg Zink
    • 11 mg Magnesium
    • 120 mg Calcium
    • 140 mg Kalium

    verfügbar. Für einen gesunden Körper sind diese Mikronährstoffe nahezu unverzichtbar.

    Hochwertige Proteinquelle für Sportler

    Zusätzlich zum hohen Eiweißgehalt enthält Magerquark auch qualitativ hochwertige Proteine. Deren biologische Wertigkeit liegen bei etwa 86. Dieser Wert zeigt an, wie gut der menschliche Körper Eiweiß verwerten und in den Muskelaufbau umwandeln kann.

    Das im Magerquark enthaltene Eiweiß setzt sich zu rund

    • 20 % aus Whey und
    • 80 % aus Casein

    zusammen. Whey wird relativ schnell verarbeitet und steht somit den Muskel sehr schnell zur Verfügung. Dahingegend kann Casein vom menschlichen Organismus nur verzögert aufgenommen und verarbeitet werden.

    Ein zusätzlicher Grund, weshalb sich Magerquark für den Aufbau eines Sixpacks besonders gut eignet, besteht in der Tatsache, dass im Magerquark der größte Anteil an Glutamin vorhanden ist. Bei Glutamin handelt es sich um eine essentielle Aminosäure, die etwa 20 % aller im menschlichen Organismus vorkommenden Aminosäuren ausmacht.

    Glutamin hat eine besonders hohe Konzentration in den Muskelzellen des Menschen. Hier zeigt es eine ähnliche Wirkung wie Creatin. In den Zellen der Muskulatur speichert Glutamin Wasser. Darüber hinaus trägt Glutamin maßgeblich zur Regeneration des Körpers nach dem erfolgten Training bei.

    Vergleiche von Magerquark mit weiteren Eiweißquellen

    Während direkter Vergleiche von Magerquark mit weiteren Eiweißquellen, wie zum Beispiel Putenfleisch, wird sehr schnell deutlich, dass es sich beim Magerquark um eine sehr hochwertige Eiweißquelle handelt. Die relative langsame Verstoffwechselung von Magerquark beruht auf den hohen Casein-Anteil und den geringeren Molke Protein-Anteil.

    Wird leicht verdauliches Eiweiß vor dem Schlafengehen verzehrt, ist der Körper über mehrere Stunden ausreichend mit Eiweiß versorgt.

    Bedeutsame Aminosäuren von Magerquark

    In Magerquark sind zahlreiche essentielle wie semi-essentielle Aminosäuren enthalten. Die Glutaminsäure schlägt mit gut 2,8 g auf 100 g Magerquark zu Buche. Sie ist die am reichhaltigsten vertretene Aminosäure. Und obwohl sie vom menschlichen Organismus dank verschiedener Stoffwechselvorgänge selbst synthetisierbar ist, trägt sie maßgeblich zur Verbesserung der Regeneration bei.

    Bei einem vorhandenen Mangel an Glutaminsäure, kommt es zur körpereigenen Anregung der Re-Synthese in den Organen der

    • Leber
    • Lunge
    • Nieren

    durch die essentiellen Aminosäuren Valin sowie Isoleucin.

    Ein weiterer bedeutsamer Aktivposten im Bereich des Muskelaufbaus von Kraftsportlern besteht in einem recht hohen Anteil an BCAA in Magerquark. Bei der verzweigtkettigen Aminosäure handelt es sich um eine Zusammensetzung aus den Aminosäuren

    • Isoleucin zu 795 mg
    • Leucin zu 1392 mg
    • Valin zu 875 mg.

    BCAA ist mit 2,062 g in 100 g Magerquark vertreten und trägt zur Verbesserung der Regeneration bei, verhindert gleichzeitig aber auch einen möglichen Abbau von Muskelmasse.

    Isoleucin sorgt für eine Versorgung der menschlichen Muskulatur mit Energie, wohingegen Leucin weitestgehend am Aufbau der Muskulatur beteiligt ist.

    Zahlreiche schmackhafte Zubereitungsmöglichkeiten

    Magerquark kann in ganz unterschiedlichen Formen verwendet und bestens mit weiteren Nahrungsmitteln kombiniert werden. Zusammen mit warmen oder kalten Früchten ist Magerquark ein vitaminreicher und erfrischender Kraftspender für Sportler. Aber auch in Soßen und Dressings, beispielsweise für bunte Salate, findet sich in Magerquark eine gesunde Alternative.

    Beliebt bei Sportlern sind auch gewürzte Quarkspeisen, wie beispielsweise mit frischen Zwiebeln oder Knoblauch angerichteter Tsatsiki. Quark in Form von Brotaufstrichen oder in Verbindung mit unterschiedlichen Gemüsen zubereitet – so bietet Magerquark sich für eine leichte Abendspeise an.

    Wer süß zubereitete Speisen mag, kann den Magerquark sehr gut auch mit

    • Honig
    • Nüssen
    • Mandeln

    kombinieren. Auch für das Zubereiten eines frischen Müslis am Morgen mit Nüssen oder Früchten eignet sich Magerquark hervorragend.

    Bild: © Depositphotos.com / ajafoto

  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

    Bild: © Depositphotos.com / Irochka

  • Schwerhörigkeit – eine Krankheit, die die Lebensfreude hemmt

    Schwerhörigkeit – eine Krankheit, die die Lebensfreude hemmt

    Hören ist für die meisten von uns alltäglich – wir nehmen Geräusche und Töne wahr und verstehen sie auch. Damit können wir die Umwelt vollständiger erfassen, uns orientieren, aber auch uns mit unseren Mitmenschen verständigen. Egal ob uns Geräusche warnen oder uns Sicherheit geben, in jedem Fall beeinflusst es unser Denken und Fühlen. Wer schlecht hört, fühlt sich oft ausgeschlossen. Neben der Schwerhörigkeit, medizinisch auch als Hypakusis bezeichnet, gibt es auch eine Fehlhörigkeit, die Dysakusis. In beiden Fällen ist der Betroffene in seinem Alltag maßgeblich beeinträchtigt und oft vom sozialen Leben ausgeschlossen.

    Hörstörung kann unterschiedliche Ursachen haben

    Ist von Schwerhörigkeit die Rede, meint man damit meist ältere Personen. Doch auch junge Menschen können bereits davon betroffen sein, denn eine Hörstörung kann auch angeboren sein. Betroffen sind dabei entweder ein Ohr oder aber beide. Beschäftigt man sich mit der Art und der Form, wie sich die Schwerhörigkeit äußert, können Hinweise auf die möglichen Auslöser festgestellt werden. Oftmals erleiden Menschen einen Hörsturz, bei dem die Hörminderung akut und nur auf einem Ohr einsetzt. Ohrenschmerzen in Verbindung mit Fieber können auf eine Mittelohr- oder Gehörgangentzündung hinweisen. Auch Ursachen von außen können sich auf das Hörorgan auswirken – etwa wenn ein überlauter Knall oder eine Explosion das Ohr schädigen. Das sogenannte Knall- oder Explosionstrauma äußert sich in einem stechenden Ohrschmerz mit akut einsetzender Hörminderung, die bis zur Taubheit führen kann. Sind Menschen lange und intensivem Lärm ausgesetzt, können sie eine Lärmschwerhörigkeit entwickeln. Diese setzt meist schleichend ein und geht oft mit Tinnitus einher.

    Zwei Hauptformen der Schwerhörigkeit

    Je nachdem welcher Ohranteil die Hörstörung auslöst, unterscheidet der Mediziner zwei Hauptformen bei der Schwerhörigkeit. Zum einen gibt es die Schallleitungsschwerhörigkeit, bei der das Außen- oder Mittelohr betroffen ist. Damit wird die Weiterleitung der Schallwellen verzerrt. Typisches Anzeichen für diese Form der Erkrankung ist, wenn der Betroffene tiefe Töne erst ab einer kräftigen Lautstärke wahr nimmt, dafür aber normale Gespräche ohne weiteres verfolgen kann. Die zweite Form einer Schwerhörigkeit nennt sich Schallempfindungsschwerhörigkeit. Hier sind die Zellen im Innenohr oder sogar der Hörnerv dauerhaft beschädigt, sodass die Schallsignale nicht mehr komplett ins Hörsystem des Gehirns übertragen werden. Zu diesem Typ der Erkrankung zählt vor allem die Altersschwerhörigkeit und die Lärmschwerhörigkeit. Normal laute Töne werden dabei als sehr leise empfunden, laute Töne jedoch als sehr unangenehm.

    Wann ist der Arztbesuch notwendig?

    Wer plötzlich auf einem Ohr schlechter hört oder gleich gar nichts mehr wahr nimmt, sollte unbedingt zum Arzt. Denn das kann in Kombination mit einem Druckgefühl im Ohr und eventuellem Schwindel ein Hörsturz sein. Auch bei stechenden Schmerzen oder Tinnitus sollte ein HNO-Facharzt aufgesucht werden. Auch wenn keine akuten Vorfälle wie Silvesterknaller oder übermäßiger Lärm Auslöser für schlechtes Hören sind, sollte man einen Arzt aufsuchen. Mit gezielten Hörtests und entsprechenden Untersuchungen kann so die Ursache sowie die Diagnose und damit eine mögliche Therapie fest stellen.

    Die richtige Behandlung konzentriert sich auf die Symptome und die Art der Schwerhörigkeit. Manchmal erholt sich das Ohr auch von selbst wieder, wenn es den übermäßigen Reizen eine Weile nicht mehr ausgesetzt ist. Bei chronischen Hörproblemen gibt es die Möglichkeit, mittels Hörgeräte die Beeinträchtigung wieder auszugleichen. Moderne Formen sind hier bereits in Implantatform erhältlich, die die Hörfunktion zum Teil ersetzen. Ein speziell ausgebildeter Hörakustiker kann hier weiter helfen und die für den individuell Betroffenen optimale Lösung finden. Moderne Geräte können hier viel leisten und sind praktisch hinter dem Ohr unsichtbar.

    Klar ist, dass Schwerhörigkeit – egal in welchem Alter – kein unvermeidbares Schicksal eines Einzelnen ist. Sogar im Alter gibt es noch genügend Menschen, die gut hören. Wichtig ist, übermäßigen Lärm zu vermeiden. Damit können Gehörschäden entsprechend vorgebeugt werden, wozu auch ein sorgsamer Umgang mit diesem empfindsamen und im Alltag so wichtigen Sinnesorgan gehört.

    Bild: © Depositphotos.com / eddtoro35

  • Herpangina – die unbekannte Kinderkrankheit

    Herpangina – die unbekannte Kinderkrankheit

    Wenn Kinder Fieber bekommen, über Bauchschmerzen und Schluckbeschwerden klagen, dann vermuten Eltern meist richtig, dass es sich um eine Kinderkrankheit handeln kann. Wenn sich zu diesen Symptomen dann auch noch Übelkeit und Bläschen im Mund gesellen, dann liegt der Verdacht nahe, dass sich das Kind mit Herpangina angesteckt haben könnte. Herpangina, die mit medizinischen Namen auch die Zahorsky-Krankheit genannt wird, ist eine meist harmlos verlaufende Virusinfektion. Sie verdankt ihren Namen den zwei bis drei Millimeter großen Bläschen, die das Aussehen von Lippenherpes haben, sich aber im hinteren Rachenraum befinden, wo sie für Probleme beim Schlucken sorgen und eine Mandelentzündung auslösen.

    Wie werden die Viren übertragen?

    Coxsackie-A-Viren – so heißen die Überträger der Herpangina, die vor allem im Trinkwasser, aber auch in verunreinigten Lebensmitteln zu finden sind. Die Viren suchen sich zunächst einen Ort im Körper, der drei Eigenschaften mitbringen muss, damit sich die Viren auch wirklich wohlfühlen: Er muss möglichst dunkel, feucht und dazu auch noch angenehm warm sein. Die besten Voraussetzungen bieten daher der Mund-Rachenraum und auch der Darm, und genau in diesen beiden Bereichen entsteht bedingt durch die Viren, die Herpangina. In sehr seltenen Fällen wandern die Viren auch durch den Körper und gelangen auf den Blutbahnen zu den Organen, wo sie dann Symptome hervorrufen. Gefährlich wird es, wenn das Virus zu den Hirnhäuten oder zum Gehirn selbst gelangt, denn das kann Entzündungen auslösen.

    Herpangina Symptome?

    Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Herpangina vergehen in der Regel zwischen zwei und sechs Tage, und damit hat die Krankheit anders als viele andere Kinderkrankheiten, eine relativ kurze Inkubationszeit. Zu den ersten Symptomen gehören hohes Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden. Die kleinen Patienten haben das Gefühl, als wäre ihr hinterer Rachenraum mit Samt ausgeschlagen, was von der Entzündung herrührt. Die nächsten Symptome sind die charakteristischen Bläschen, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Bläschen, die schnell als störend empfunden werden, platzen nach wenigen Stunden auf und werden dann zu schmerzhaften Geschwüren. Jetzt kommen auch Übelkeit und starke Bauchschmerzen dazu und der Rachen schmerzt bei jedem Schlucken. Nach einer, aber spätestens nach zwei Wochen, klingt die Herpangina dann wieder ab.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn der Arzt anhand der Symptome seine Diagnose stellt, dann können nur die Beschwerden gelindert werden, eine Therapie gegen die Kinderkrankheit gibt es bis heute leider nicht. Um es den kleinen Patienten so einfach und erträglich wie möglich zu machen, helfen folgende Maßnahmen:

    • Keine sauren oder scharf gewürzten Speisen
    • Viel Flüssigkeit, am besten geeignet sind Milch, Trinkjoghurt, Suppe oder eine milde Brühe
    • Keine Fruchtsäfte, denn die Fruchtsäure verstärkt den Schmerz im Mund und im Rachen
    • Dreimal täglich mit Salbei- oder Malventee gurgeln
    • Bei starken Schmerzen kann der Arzt ein leichtes Narkotikum verschreiben, wie Paracetamol oder Ibuprofen

    Zum Gurgeln eigenen sich auch ätherische Öle, auch Honig ist ein gutes Mittel, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu hemmen. Wenn sich gelbliche Beläge auf der Zunge bilden, dann kann das ein Zeichen für eine zusätzliche Infektion mit Bakterien sein, in diesem Fall wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben.

    Sollte das Kind über starke Kopfschmerzen klagen, benommen wirken oder auch wenn der Nacken steif wird, dann muss sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden, denn es besteht der Verdacht, dass es sich um eine Ausbreitung der Infektion und eventuell auch um eine Hirnhautentzündung handeln könnte.

    Varianten der Herpangina

    Nicht selten kommt es bei kleinen Kindern im Zusammenhang mit der Herpangina zur sogenannten Hand-Mund-Fuß-Krankheit, die durch eine Untergruppe der Herpangina Viren ausgelöst wird. Bei diese Variante der Kinderkrankheit zeigen sich die Bläschen auch an Händen und Füßen, sowie am oder im Mund. Dazu kommt leichtes Fieber, aber das Wohlbefinden wird kaum beeinträchtigt.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

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  • Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Sie gehören zur Familie der Spinnen, sie werden zwischen 0,1 und 0,5 Millimeter groß, sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20° und 30° Grad besonders wohl, sie schätzen eine Luftfeuchtigkeit von 70 % und sie ernähren sich für ihr Leben gerne von Hautschuppen – die Hausstaubmilben. Jeder zehnte Deutsche reagiert mittlerweile auf die kleinen lästigen Tiere allergisch, vielen wissen es aber nicht, erst dann, wenn sich zu einer Allergie auch Asthma gesellt, dann wird schnell klar, die Hausstaubmilbe ist daran schuld. Was können Betroffene tun, um die Milben und damit auch die Allergie wieder loszuwerden?

    Was löst eine Hausstaubmilben Allergie aus?

    Es ist nicht der Staub, der die Allergie auslöst, es sind die Milben, die in diesem Staub leben. Die kleinen Insekten an sich sind völlig harmlos, denn sie beißen und stechen nicht und sie übertragen auch keine Krankheiten, wie das bei anderen Insekten der Fall sein kann. Was die Hausstaubmilbe aber gefährlich macht, das sind ihre Ausscheidungen. Der Kot der Hausstaubmilbe enthält bestimmte Eiweißstoffe und das sind die eigentlichen Übeltäter, die eine Allergie auslösen können. Die Allergene sind recht schwer und können daher auch nicht in der Luft schweben, sie sinken vielmehr nach unten. Das ist auch der Grund, warum sie auf Teppichen, auf Polstermöbeln und vor allem aber auch auf Matratzen zu finden sind. In Betten halten sich die Staubmilben besonders gerne auf, denn nur dort finden sie hervorragende Lebensbedingungen und ihr Hauptnahrungsmittel, die menschlichen Hautschuppen.

    Welche Anzeichen gibt es?

    Wie viele andere Allergien, so beginnt auch eine Allergie gegen Hausstaubmilben mit einem leichten Jucken der Nase oder der Augen. Diese anfänglichen Beschwerden werden von den meisten Menschen kaum oder gar nicht wahrgenommen und nicht selten vergehen Jahre, bis die Betroffenen sich endlich entschließen, zu einem Arzt zu gehen. Dabei haben Allergien in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen und es ist zu befürchten, dass in der Zukunft immer mehr Menschen auf alle möglichen Stoffe allergisch reagieren. Auch die Zahl der Hausstaubmilben Allergiker wird nach Einschätzung von Experten zunehmen. Warum aber immer noch so wenig Betroffene frühzeitig zum Arzt gehen, liegt daran, dass sich keiner so recht vorstellen kann oder will, dass der Auslöser der Allergie in unmittelbarer Nähe, nämlich im eigenen Haus befindet.

    Wenn die Beschwerden wie eine immer juckende Nase und tränende Augen besonders in der Nacht oder am Morgen auftreten, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine Allergie gegen Hausstaubmilben handelt. Ein Blut- und Hauttest gibt aber dann die Gewissheit, denn wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern befindet, dann wurde das wichtigste Indiz für die Form der Allergie gefunden. Beweisen lässt sich die Allergie gegen Milben aber auch durch den sogenannten Provokationstest, bei dem der Patient die Allergene der Milben direkt einatmen muss. Nur so lässt sich eine andere Allergie ausschließen.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Wer nachweislich unter einer Hausstaubmilben Allergie leidet, der hat Pech, denn bei dieser Diagnose ist es wichtig, dass die komplette Wohnumgebung saniert wird. Alle Staubfänger müssen entfernt werden, die Matratze und das Bettzeug werden ausgewechselt und stattdessen kommt eine Matratze speziell für Allergiker ins Bett. Viele müssen sich sogar von ihren Teppichen trennen und PVC Böden oder Laminat verlegen. Wenn die Symptome dann immer noch auftreten, dann kann der Arzt durch die Gabe eines Sprays mit Cortison das Leben des betroffenen Patienten ein wenig erträglicher machen. Antihistaminika, wie sie normalerweise bei Allergien gegeben werden, sind bei einer Allergie gegen Milben leider nutzlos. Neu auf dem Markt ist eine Lösung, die auf Polstermöbel und Matratzen gesprüht wird, denn der pflanzliche Wirkstoff des Sprays verdirbt den Milben den Appetit und sie verhungern.

    Bild: © Depositphotos.com / lantapix

  • Zeckenbiss – Wie gefährlich ist der Bourbon-Erreger?

    Zeckenbiss – Wie gefährlich ist der Bourbon-Erreger?

    Sommerzeit ist Zeckenzeit und wer von einer Zecke befallen wird, der macht sich natürlich auch Gedanken darüber, ob die Zecke nicht vielleicht eine gefährliche Krankheit übertragen hat. Borreliose und auch Gehirnhautentzündung heißen die Gefahren, die ein Zeckenbiss mit sich bringt. In den USA wurde jetzt ein weiterer Erreger gefunden, der für Aufsehen sorgt und den Zeckenbiss noch gefährlicher macht. Der sogenannten Bourbon-Erreger hat einem Mann im US-Bundesstaat Kansas das Leben gekostet und erst die US-Seuchenbehörde ist diesem Erreger nach langen Untersuchungen auf die Spur gekommen.

    Gefahren bei der Gartenarbeit

    Der 50 Jahre alte Mann aus Kansas arbeitete wie so oft in seinem Garten und fing sich gleich mehrere Zecken ein. Er entdeckte einen der kleinen Parasiten aber erst, als dieser an seiner Schulter deutlich sichtbar Blut gesaugt hatte. Einige Tage später fühlte sich der Mann krank, er bekam Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und auch Fieber. Als sich Schüttelfrost dazu gesellte, suchte er einen Arzt auf. Dieser verschrieb die bei Zeckenbissen häufig verwendeten Antibiotika, denn er vermutete, dass es sich um eine der typischen Infektionen handelt, die durch den Biss einer Zecke entstehen.

    Doch das Antibiotikum braucht keine Linderung, im Gegenteil, der Patient war am vierten Tag der Behandlung nicht mehr ansprechbar und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort stellten die Ärzte einen seltsamen Ausschlag im Bereich des Rumpfes fest und bei einer Blutuntersuchung wurde festgestellt, dass sich die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen drastisch verringert hatte.

    Keine Besserung

    Die Ärzte waren ratlos und setzten die Therapie mit Antibiotika fort, allerdings ohne dass sich der Zustand des Patienten verbesserte. Das Fieber stieg, er fühlte sich nach wie vor krank und verlor seinen Appetit. Alle Tests, die normalerweise auf eine durch Zeckenbisse ausgelöste Infektionskrankheit hinweisen, waren negativ. Der Patient litt weder unter dem Rocky-Mountain-Fleckfieber oder unter Lyme-Borreliose und auch auf Ehrlichiose gab es keine Hinweise. Q-Fieber kam nicht infrage und auch Brucellose und Tularämie wurden mit negativem Ergebnis getestet.

    Am achten Tag der Erkrankung stieg das Fieber auf beinahe 40° Grad an und der Patient musste in eine Spezialklinik verlegt werden. Der Ausschlag hatte sich mittlerweile ausgebreitet und war neben dem Rumpf auch am Bauch, auf dem Rücken und auf der Brust sichtbar. An den Armen und Beinen sowie im Rachenraum stellten die Ärzte sogenannte Petechien fest, kleine rote Punkte, die auf eine Blutung in den kleinen Gefäßen hindeuten. Der Patient hatte Schwierigkeiten zu atmen und in beiden Lungenflügeln waren Rasselgeräusche zu hören.

    Keine Hilfe

    Einen Tag später wurden die Atembeschwerden so dramatisch, dass der Patient künstlich beatmet werden musste und in der Lunge hatte sich Flüssigkeit gesammelt. In der Folge versagten schließlich das Herz und die Nieren. Nach mehreren vergeblichen Reanimationen verstarb der Mann aus Kansas, elf Tage nachdem die ersten Symptome aufgetreten waren.

    Die Ärzte der Klinik wollten nun wissen, was für den rasanten und tödlichen Verlauf der Krankheit zuständig war und schickten eine Blutprobe an die US-Seuchenbehörde CDC. Die Wissenschaftler dort befassen sich schon lange mit den von Zecken übertragenen Krankheitserregern und ihr erster Verdacht, dass es sich vielleicht um den Heartland-Virus handeln könnte, wurde nicht bestätigt. Stattdessen fanden sie etwas ganz anders, nämlich ein Virus-Erbgut, das zu keinem der bisher bekannten Erreger passte.

    Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, züchteten die Wissenschaftler im Labor Viren und glichen sie dann mit dem Erbgut von anderen Viren ab. So kamen sie auch zur Gruppe der sogenannten Thogotoviren, sie wurden fündig und benannten den neuen Virus nach dem County in Kansas, wo er zum ersten Mal aufgetreten war – Bourbon-Virus. Mit diesem Virus gibt es jetzt eine neue Gefahr, die durch den Biss einer winzigen Zecke entsteht.

    Bild: © Depositphotos.com / Erik_Karits