Eine Depression zu erleiden ist für den Betroffenen eine echte Qual. Aber nicht nur er selbst macht schwere Zeiten durch, auch Familie und Freunde werden es irgendwann merken. Schuld daran können zum Beispiel familiäre Probleme sein, oder man fällt aus beruflichen Gründen in ein tiefes Loch. Fakt ist letztendlich nur, dass es unzählige Ursachen dafür gibt. Nicht zu vergessen sind die Omega-3-Fettsäuren, die einen erheblichen Einfluss auf die Depression haben können. Ein Mangel kann beispielsweise einen Ausbruch der Krankheit bedeuten oder dessen Schweregrad negativ beeinflussen. Die genannten Fettsäuren – dazu zählen die Docosahexaenoensäure (DHA) und die Eicosapentaensäure (EPA) – besitzen spezielle chemische Verbindungen, welcher unser Körper so nicht herstellen kann. Diese sind außerdem mehrfach ungesättigt und kommen vorrangig im Hering oder Lachs vor (also in fetten Meeresfischen).
Ideal als Nahrungsergänzungsmittel
Ob ein regelmäßiger Fischkonsum zu empfehlen ist oder nicht, hängt von unserem Gesundheitszustand ab. Haben wir keine Beschwerden und sind rundum gesund, dann reicht eine normale Ernährung aus, um die Omega-3-Fettsäuren in ausreichender Menge aufzunehmen. Bei Problemen (wie einer unipolaren Depression oder einer bipolaren Störung) werden die Fettsäuren allerdings gerne als sinnvolles Nahrungsergänzungsmittel angeraten. In solchen Fällen essen wir nämlich weniger, sodass der Fisch den Mangel ausgleichen soll.
Studien beweisen die Vermutung
Es gibt einige Studien zu diesem Thema, die die Förderung unterstreichen. Ein paar davon wurden von Erik Messamore zusammengefasst, er arbeitete gemeinsam mit Kollegen aus Forschungseinrichtungen und psychatrischen Kliniken daran (Cincinnatti 2017). Dabei galt es in erster Linie herauszufinden, welche Bedeutung ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren auf affektive Störungen hat. Am Ende zeigte sich tatsächlich, dass eine regelmäßige Einnahme an mehrfach ungesättigten Fettsäuren das Risiko sinken lies (eine affektive Störung zu erleiden). Außerdem neigen Menschen bei täglicher Fischzufuhr seltener dazu, eine Depression zu bekommen. Wer mit solch einer Erkrankung zu kämpfen hat, der hat übrigens eine geringere Omega-3-Konzentration im Blut. Auch dies konnte man aufgrund der zahlreichen Studien herausfinden.
Konkrete Bedeutung unbekannt
Klar ist, dass eine Depressionsbehandlung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (die wie erwähnt im Fisch vorhanden sind) positive Auswirkungen hat. Sie scheinen relevant zu sein, aus diesem Grund werden auch sehr oft Fischmahlzeiten oder Fischölkapseln vom Arzt verschrieben. Der Mechanismus beziehungsweise die genaue Bedeutung ist jedoch unbekannt, dafür müssen wohl noch weitere Untersuchungen her. Viel wichtiger ist aber natürlich, dass die Fettsäuren helfen.

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